Brand in der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen

Neue Osnabrucker Zeitung - Bissendorf, Belm - - VORDERSEITE - Fo­to: Thors­ten Al­brecht

LIN­GEN Bei ei­nem Brand in der Lin­ge­ner Brenn­ele­men­te­fa­brik ANF, in der Nach­bar­schaft des Kern­kraft­werks Ems­land, ist am Don­ners­tag­abend nie­mand ver­letzt wor­den. Wie der stell­ver­tre­ten­de Werks­lei­ter Jür­gen Krä­mer mit­teil­te, hat es kei­ne Frei­set­zung von ge­fähr­li­chen Stof­fen ge­ge­ben. Das Feu­er war nach sei­nen An­ga­ben um 19.40 Uhr in ei­nem La­bor im nu­klea­ren Be­reich der An­la­ge aus­ge­bro­chen und war um 21.15 Uhr ge­löscht. Feu­er­weh­ren aus dem Ems­land, der Graf­schaft und dem Land­kreis Os­na­brück wa­ren alar­miert wor­den, dar­un­ter auch Mes­s­trupps. Um­welt­ver­bän­de for­dern seit Län­ge­rem die Schlie­ßung der Brenn­ele­men­te­fa­brik.

LIN­GEN Bei ei­nem Brand in der Lin­ge­ner Brenn­ele­men­te­fa­brik ANF, die in Nach­bar­schaft des Kern­kraft­werks Ems­land liegt, ist am Don­ners­tag­abend nie­mand ver­letzt wor­den. Wie der stell­ver­tre­ten­de Werks­lei­ter Jür­gen Krä­mer mit­teil­te, hat es kei­ne Frei­set­zung von ge­fähr­li­chen Stof­fen ge­ge­ben.

Nach An­ga­ben der Feu­er­wehr wer­den aber wei­te­re Mes­sun­gen durch­ge­führt. Das Feu­er war um 19.40 Uhr in ei­nem La­bor im nu­klea­ren Be­reich der An­la­ge aus­ge­bro­chen und war um 21.15 Uhr ge­löscht. Feu­er­weh­ren aus dem Ems­land, der Graf­schaft und dem Land­kreis Os­na­brück wa­ren alar­miert wor­den, dar­un­ter auch Mes­s­trupps.

Um­welt­ver­bän­de for­dern seit Län­ge­rem die Schlie­ßung der Brenn­ele­men­te­fa­brik. Erst vor we­ni­gen Ta­gen hat­te es bei dem Un­ter­neh­men ei­nen mel­de­pflich­ti­gen Vor­fall ge­ge­ben, der al­ler­dings kei­ne Ge­fahr für die Um­welt ge­we­sen sein soll. Da­vor hat es An­fang No­vem­ber ei­nen Zwi­schen­fall ge­ge­ben. An die­sem Don­ners­tag hat­te der Bun­des­ver­band Bür­ger­initia­ti­ven Um­welt­schutz (BBU) da­her ge­for­dert, den dor­ti­gen Be­trieb still­zu­le­gen.

Der fran­zö­si­sche Mut­ter­kon­zern der Lin­ge­ner Brenn­ele­men­te­fa­brik hat­te vor ei­ni­gen Mo­na­ten ei­nen neu­en Na­men be­kom­men: Aus Are­va wur­de Fra­ma­to­me. Die Umor­ga­ni­sa­ti­on bei der Kon­zern­mut­ter Are­va, die zu­letzt in ei­ne er­heb­li­che fi­nan­zi­el­le Schief­la­ge ge­ra­ten war, ist Teil ei­ner um­fas­sen­den Um­struk­tu­rie­rung des Atom­sek­tors in Frank­reich. Der Ener­gie­ver­sor­ger Électri­cité de Fran­ce (EDF) be­sitzt nun über 75 Pro­zent des Ka­pi­tals von Are­va. Der fran­zö­si­sche Staat ist Mehr­heits­eig­ner bei­der Kon­zer­ne. Die von Are­va an EDF ab­ge­tre­te­ne Re­ak­tor­spar­te tritt un­ter dem Na­men Fra­ma­to­me auf.

Das Kern­ge­schäft in Lin­gen bleibt wei­ter­hin die Pro­duk­ti­on von Brenn­ele­men­ten. Da nach der 2011 be­schlos­se­nen Ener­gie­wen­de Kern­kraft­wer­ke in Deutsch­land schritt­wei­se bis 2022 ab­ge­schal­tet wer­den, rich­tet sich ANF am Stand­ort Lin­gen zu­neh­mend auf den Ex­port von Brenn­ele­men­ten aus. Werks­lei­ter Andreas Hoff be­zif­fer­te in ei­nem Pres­se­ge­spräch im März den An­teil auf in­zwi­schen 80 bis 90 Pro­zent – ge­gen­über et­wa 50 Pro­zent vor der Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe von Fu­kus­hi­ma im März 2011, die die Ur­sa­che für den vor­zei­ti­gen Aus­stieg Deutsch­lands aus der Atom­ener­gie war.

Der­zeit sind in Lin­gen 310 Ar­beit­neh­mer be­schäf­tigt.

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