Land will Füt­tern und Fo­to­gra­fie­ren von Wöl­fen ver­bie­ten

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - NORDWEST -

HAN­NO­VER Das Land Nie­der­sach­sen will das Füt­tern, Fo­to­gra­fie­ren oder Strei­cheln von wild le­ben­den Wöl­fen ver­bie­ten. Ei­ne ent­spre­chen­de Ver­ord­nung sol­le mög­lichst noch in die­sem Jahr be­schlos­sen wer­den, sag­te ei­ne Spre­che­rin des Um­welt­mi­nis­te­ri­ums ges­tern in Han­no­ver.

Um­welt­mi­nis­ter Olaf Lies (SPD) wol­le so ver­hin­dern, dass sich Wöl­fe zu sehr an den Men­schen ge­wöhn­ten. Bei Ver­stö­ßen dro­he ein Buß­geld. Die Re­ge­lung sol­le nicht da­zu füh­ren, dass Schnapp­schüs­se von Spa­zier­gän­gern un­ter Stra­fe ge­stellt wür­den, die zu­fäl­lig im Wald auf ei­nen Wolf trä­fen, be­ton­te die Spre­che­rin. „Es geht um die Kom­bi­na­ti­on aus An­füt­tern und Fo­to­gra­fie­ren.“So ge­be es Plät­ze, an de­nen sich die Wild­tie­re in Wäl­dern ver­stärkt trä­fen.

Bei dem ge­plan­ten Ver­bot han­de­le es sich auch kei­nes­wegs um Ak­tio­nis­mus für Ein­zel­fäl­le, hieß es. Na­tur­schutz­be­hör­den be­rich­te­ten im­mer wie­der über Men­schen, die ver­such­ten, ak­tiv Kon­takt zu Wöl­fen auf­zu­neh­men, in­dem sie sie mit Fut­ter kö­der­ten, um sie fo­to­gra­fie­ren oder mög­li­cher­wei­se so­gar be­rüh­ren zu kön­nen.

Über die Hö­he von mög­li­chen Geld­bu­ßen bei nach­ge­wie­se­nem Fehl­ver­hal­ten sei noch nicht ent­schie­den. Das Mi­nis­te­ri­um be­fin­de sich am An­fang der Pla­nun­gen. „Das Straf­maß muss aber so ge­stal­tet sein, dass es schmerz­lich ist.“

Vor drei Jah­ren hat­te der Fall des Wol­fes „MT6“oder „Kur­ti“für Auf­se­hen ge­sorgt. Das Tier nä­her­te sich mehr­mals Men­schen bis auf we­ni­ge Me­ter.

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