Für er­brach­te Leis­tung zah­len

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - NEWS -

KO­BLENZ Ein Bau­herr be­auf­tragt ein Un­ter­neh­men ei­ne Im­mo­bi­lie zu er­rich­ten. Der Bau­un­ter­neh­mer darf von sei­nem Kun­den Teil­zah­lun­gen ver­lan­gen – doch die­se so­ge­nann­ten Ab­schlags­zah­lun­gen dür­fen nach dem re­for­mier­ten Bau­ver­trags­recht nicht hö­her als der Wert der bis­her er­brach­ten Leis­tung sein. Bau­her­ren müs­sen die Sum­me auch bei klei­ne­ren Män­geln zah­len, wie die Rechts­an­walts­kam­mer Ko­blenz er­klärt. Bei grö­ße­ren Män­geln hin­ge­gen kön­nen sie ei­nen an­ge­mes­se­nen Teil des Ab­schlags ein­be­hal­ten.

Der Bau­herr darf den Ver­trag auch au­ßer­or­dent­lich kün­di­gen. Da­für muss er den Bau­un­ter­neh­mer vor­her ab­mah­nen und ihm ei­ne Frist für die Be­sei­ti­gung des Man­gels set­zen. Auch ei­ne Teil­kün­di­gung für ein­zel­ne Leis­tungs­be­stand­tei­le ist denk­bar. In die­sem Fall be­steht ein An­spruch dar­auf, dass die Ver­trags­part­ner den Leis­tungs­stand ge­mein­sam er­mit­teln. Der Bau­herr zahlt nur für Leis­tun­gen, die das Un­ter­neh­men bis zur Ver­trags­auf­lö­sung er­bracht hat.

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