Lin­de­mann tra­gi­sche Fi­gur im End­spiel

VfL Os­na­brück ver­liert Bu­den­zau­ber-Fi­na­le ge­gen Schal­ke 04 im Neun­me­ter­schie­ßen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - SPORT REGIONAL - Von Die­ter Kre­mer

LIN­GEN Kein zwei­ter Ti­tel beim Bu­den­zau­ber in Lin­gen: Der VfL Os­na­brück, Sie­ger von 2016/17, hat sich am Sams­tag in der Ems­land­a­re­na in Lin­gen mit Rang zwei zu­frie­den­ge­ben müs­sen. Im Neun­me­ter­schie­ßen hat­te der FC Schal­ke 04 das bes­se­re En­de für sich. Tra­gi­sche Fi­gur war der Ex-VfLer Björn Lin­de­mann.

Os­na­brück war na­he dran am zwei­ten Er­folg in Lin­gen, zog aber in der Lot­te­rie Neun­me­ter­schie­ßen ei­ne Nie­te. Lin­de­mann ver­schoss den ent­schei­den­den Ball, nach­dem die drei Schüt­zen der bei­den Teams zu­vor drei­mal an­tre­ten muss­ten, weil kei­ne Ent­schei­dung ge­fal­len war.

„Am En­de hat ein biss­chen das Quänt­chen Glück ge­fehlt“, fass­te Os­na­brücks Wolf­gang Schüt­te das Ge­sche­hen zu­sam­men. In der letz­ten Mi­nu­te sei der Ball vom In­nen­pfos­ten raus- statt rein­ge­sprun­gen, er­gänz­te der 44-jäh­ri­ge Spel­ler. „Neun­me­ter­schie­ßen ist auch im­mer ein biss­chen Glücks­sa­che. Lei­der ha­ben wir uns nicht qua­li­fi­ziert für Ber­lin“, trau­er­te Schüt­te der Chan­ce auf die Teil­nah­me am Tra­di­ti­ons­mas­ters in der Haupt­stadt hin­ter­her.

„Wir ha­ben ein gu­tes Tur­nier ge­spielt“, bi­lan­zier­te Schüt­tes Mit­spie­ler Christian Claa­ßen. Am En­de sei es im­mer et­was Glücks­sa­che. Auch der 49-Jäh­ri­ge ha­der­te mit dem Schuss, der in der Schluss­mi­nu­te vom Pfos­ten zu­rück ins Feld sprang. „Ir­gend­wie soll­te es nicht sein. Wir ha­ben Match­ball ge­habt beim Neun­me­ter­schie­ßen.“So kurz nach dem Spiel sei man zwar ent­täuscht, „aber ins­ge­samt war es schön“, sag­te Claa­ßen.

Im Auf­takt­spiel ge­gen den SV Wer­der Bremen la­gen die Li­la-Wei­ßen nach ei­nem Tref­fer von Ku­gel­blitz Ail­ton zur Pau­se mit 0:1 hin­ten. Doch Andre­as Schä­fer dreh­te die Par­tie mit ei­nem Dop­pel­pack, ehe Aleksan­dar Ko­tul­jac 20 Se­kun­den vor dem En­de mit dem 3:1 den Schluss­punkt setz­te.

Weil der SV Mep­pen im An­schluss Wer­der mit 5:4 be­sieg­te, stan­den der VfL wie der SVM vor dem di­rek­ten Du­ell als Halb­fi­nal­teil­neh­mer fest. Ein Straf­stoß von Mep­pens Micha­el Holt zum 4:3 brach­te den Ems­län­dern Platz eins in der Grup­pe.

Im Halb­fi­na­le ge­gen Bay­er Le­ver­ku­sen ge­wann der VfL im Neun­me­ter­schie­ßen. Dort ver­wan­del­te Lin­de­mann, der in der Re­gio­nal­li­ga Nord beim SSV Jed­de­loh II kickt, den letz­ten Neun­me­ter. Auch im Fi­na­le ge­gen Schal­ke fiel die Ent­schei­dung vom Punkt. Nach re­gu­lä­rer Spiel­zeit hat­te es 1:1 ge­stan­den.

Zum Pu­bli­kums­lieb­ling wur­de Le­ver­ku­sens Patrick Hel­mes ge­wählt. Mit sie­ben Tref­fern si­cher­te sich der ehe­ma­li­ge Na­tio­nal­spie­ler auch die Tor­jä­ger­kro­ne. Über die Aus­zeich­nung Tor­hü­ter des Tur­niers durf­te sich Mep­pens Mar­cus Antcz­ak freu­en. Bes­ter Spie­ler wur­de Mar­tin Max vom Tur­nier­sie­ger Schal­ke.

Fo­to: Werner Scholz Fo­to: im­a­go/Scholz

Im Fi­na­le tra­fen der VfL Os­na­brück mit Björn Lin­de­mann (links) und der FC Schal­ke 04 mit Si­mon Czio­m­mer und Sven Laumann (von links) auf­ein­an­der. Ge­gen den ehe­ma­li­gen Bun­des­li­ga­star Ail­ton (vor­ne) von Wer­der Bremen über­zeug­te der VfL mit Christian Weid­ner beim Sieg im ers­ten Vor­run­den­spiel.

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