Es be­steht Hoff­nung

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - NORDWEST - Von Klaus Wie­sche­mey­er k.wie­sche­mey­er@noz.de

Der Aus­bruch der Afri­ka­ni­schen Schwei­ne­pest (ASP) in Bel­gi­en ist für Nie­der­sach­sen ein Grund zu gro­ßer Sor­ge. Ein Grund zur Pa­nik ist er bis­lang aber nicht. Denn mitt­ler­wei­le gibt es zar­te Hoff­nung, dass das Vi­rus die nie­der­säch­si­sche Schwei­ne­wirt­schaft doch nicht in die Knie zwingt.

Ers­tens schwin­det die Ge­fahr, dass Chi­na sei­nen Markt für deut­sches Schwei­ne­fleisch schließt. Seit Au­gust gras­siert die ASP auch in Chi­na. Da­mit ent­fällt mög­li­cher­wei­se ein wich­ti­ges Ar­gu­ment für die dro­hen­de wirt­schaft­li­che Ab­schot­tung.

Zwei­tens scheint es den Tsche­chen zu ge­lin­gen, ei­nen Aus­bruchs­herd in ih­rem Land ein­zu­gren­zen und un­ter Kon­trol­le zu be­hal­ten. Wenn das so bleibt, ha­ben un­se­re Nach­barn den Be­weis er­bracht, dass ASP bei kon­se­quen­tem Han­deln kein un­ab­wend­ba­res Schick­sal ist und auch ein Über­sprin­gen von Wild­auf Nutz­tie­re ver­mie­den wer­den kann.

Soll­ten sich die Hoff­nun­gen auf Chi­na und Tsche­chi­en er­fül­len, ent­schei­det der hie­si­ge Ver­brau­cher, ob die ASP die Exis­tenz der Pro­du­zen­ten ge­fähr­den wird. Re­agie­ren die­se ver­schreckt und mei­den den Kauf von Schwei­ne­fleisch, trifft dies die Bran­che ins Mark. Las­sen sich die Ver­brau­cher vom Wort „Pest“nicht be­ein­dru­cken, kön­nen Nie­der­sach­sens Schweine­be­trie­be auch die­se Kri­se über­ste­hen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.