Wie­der mal bricht al­les zu­sam­men

Am Frei­tag gab es für die Art­land Dra­gons ein 79:87 in Pa­der­born, am Sonn­tag sind Qua­ken­brücks Bas­ket­bal­ler schon wie­der im Ein­satz. Sie emp­fan­gen die Bau­nach Young Pi­kes. Dra­gons ver­spie­len Vor­sprung

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - SPORT REGIONAL - Von Mal­te Schlaack

25 Mi­nu­ten zeig­ten die Art­land Dra­gons bei den Uni Bas­kets Pa­der­born ein or­dent­li­ches Aus­wärts­spiel in der ProA. Dann brach bei den Qua­ken­brü­cker Bas­ket­bal­lern wie­der ein­mal al­les zu­sam­men und sie kas­sier­ten beim 79:87 (39:41) die fünf­te Nie­der­la­ge in Fol­ge. PA­DER­BORN „Wenn wir un­se­ren Match­plan kom­plett durch­zie­hen, se­hen wir gut aus“, sag­te Flo­ri­an Har­ten­stein. Das tat sei­ne Mann­schaft aber nicht, was den Trai­ner der Dra­gons merk­lich ver­är­ger­te. „Wir hat­ten das Mo­men­tum auf un­se­rer Sei­te und es ist dann ein­fach nur me­ga frus­trie­rend.“

Die ers­te Hi­obs­bot­schaft hat­ten die Dra­gons schon weit vor dem Spiel er­hal­ten. Paul Al­brecht plag­ten hef­ti­ge Ma­gen­krämp­fe, so­dass der Flü­gel­spie­ler die Rei­se nach Ost­west­fa­len gar nicht erst mit an­trat. Der Start ins Spiel ver­lief dann schlep­pend. Zu Be­ginn fehl­te et­was die Ord­nung, nach vier Mi­nu­ten stand es le­dig­lich 7:4 aus Sicht der Dra­gons. Das war den­noch schon ein­mal viel Wert, denn spe­zi­ell in den letz­ten bei­den Aus­wärts­spie­len hat­ten die Dra­chen den Start ver­schla­fen und wa­ren früh fast schon aus­sichts­los in Rück­stand ge­ra­ten.

Der Ein­satz und vor al­lem die Ar­beit beim Re­bound stimm­ten zu­nächst noch, die Wurf­quo­te von Au­ßen je­doch gar nicht. Mit­te des zwei­ten Vier­tels hat­ten die Dra­gons le­dig­lich ei­nen ih­rer zehn Ver­su­che von der Drei­punkt­li­nie ge­trof­fen und ver­pass­ten es so kon­stant in Füh­rung zu ge­hen. Im Ge­gen­teil: In die­ser Pha­se des Spiels hat­te Pa­der­born eben je­nes Wurf­glück und setz­te sich auf 34:24 ab (15.). Aber wie ge­sagt: Die Moral stimm­te. In­ner­halb kür­zes­ter Zeit wa­ren die Dra­chen wie­der im Spiel und hat­ten nicht ein­mal drei Mi­nu­ten spä­ter aus­ge­gli­chen. Die Par­tie leb­te ins­ge­samt we­ni­ger von der At­trak­ti­vi­tät, als viel mehr vom ner­vö­sen Tem­po und den vie­len Füh­rungs­wech­seln.

Nach dem Sei­ten­wech­sel über­nah­men dann die Dra­gons mit bis­si­ger De­fen­se und mehr Ziel­stre­big­keit im An­griff das Kom­man­do und setz­ten sich zwi­schen­zeit­lich auf 56:45 ab. Dann pas­sier­te et­was, dass die Fans der Dra­gons mitt­ler­wei­le zu ih­rem Leid­we­sen schon ken­nen. Wie aus hei­te­rem Him­mel pass­te nichts mehr von dem, was vor­her so gut lief. Bis zum En­de des drit­ten Vier­tels ver­schenk­te das Team völ­lig kopf­los den zu­vor hart er­ar­bei­te­ten Vor­sprung und ver­an­lass­te ih­ren Trai­ner da­zu, in der Pau­sen­an­spra­che fast die Laut­spre­cher in der al­ten Hal­le am Mas­per­trn­platz zu über­tö­nen.

Im Schluss­vier­tel setz­te sich der er­neu­te Zu­sam­men­bruch al­ler­dings gna­den­los fort. Pa­der­born traf na­he­zu je­den Wurf von Au­ßen, die Dra­chen agier­ten in der De­fen­se ein­fach zu lang­sam. Be­mer­kens­wert war da­bei, dass die Kör­per­spra­che im vier­ten Vier­tel schon früh nach­ließ. Hier zeig­ten sich die Spu­ren der Nie­der­la­gen­se­rie, die nun auf schon fünf Par­ti­en an­ge­wach­sen ist. In der Form der letz­ten an­dert­halb Vier­tel von Pa­der­born wird sie wohl noch län­ger an­hal­ten.

Ob die Nie­der­la­ge da­bei ins­ge­samt ver­dient ist, spielt kei­ne Rol­le. Denn die Dra­gons ha­ben in die­ser Sai­son bis­her ein ge­wis­ses Ta­lent, müh­sam auf­ge­bau­tes im Hand­streich wie­der ein­zu­rei­ßen. Wei­te­re per­so­nel­le Ver­stär­kung, die in sol­chen Si­tua­tio­nen Sta­bi­li­tät ver­leiht oder die Mög­lich­kei­ten er­wei­tert, wä­re da si­cher ei­ne wir­kungs­vol­le ers­te Maß­nah­me. „Es gibt vie­le klei­ne Grün­de“, sag­te Cha­se Grif­fin und hat­te auch noch das ver­meint­lich ein­fa­che Pa­tent­re­zept pa­rat: „Wir müs­sen ein­fach mal wie­der ein Spiel ge­win­nen. Ir­gend­wie.“

Fo­to: Marc Ko­ep­pel­mann

Har­tes Du­ell: Jo­na­than Ma­lu hat es in die­ser Sze­neun­ter dem Korb mit gleich zwei Pa­der­bor­ner Ge­gen­spie­lern zu tun.

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