Auch wer sein Rad schiebt, kann Vor­fahrt ha­ben

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BRE­MEN. Wer sein Fahr­rad schiebt, ver­liert nicht au­to­ma­tisch das Vor­fahrts­recht. Das hat das Ober­lan­des­ge­richt Bre­men nach ei­ner Kol­li­si­on von zwei Rad­fah­rern ent­schie­den. Die Klä­ge­rin war auf ei­ner Vor­fahrts­stra­ße von ih­rem Fahr­rad ge­stie­gen, um schie­bend ei­ne un­über­sicht­li­che Kreu­zung zu pas­sie­ren. Da­bei stieß sie mit ei­nem von links kom­men­den an­de­ren Rad­fah­rer zu­sam­men. Strit­tig war nun die Fra­ge, ob die Frau sich auf ihr Vor­fahrts­recht be­ru­fen konn­te, ob­wohl sie mit dem Fahr­rad im Mo­ment des Un­falls gar nicht ge­fah­ren war. Das Ge­richt be­fand, dass die Frau auch schie­bend Fahr­zeug­füh­re­rin im Sin­ne der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ge­we­sen sei, und gab ihr recht.

OLG Bre­men, Az.: 1 U 37/17

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