Ein sehr lan­ger Weg zur Gleich­be­rech­ti­gung

Neue Presse - - NACHRICHTEN -

18. 10. 1865: In Leip­zig grün­det sich der ers­te „All­ge­mei­ne Deut­sche Frau­en­ver­ein“mit For­de­run­gen wie Bil­dung und Recht auf Ar­beit.

15. 05. 1908: Frau­en dür­fen po­li­ti­schen Ver­ei­nen bei­tre­ten.

19. 03. 1911: In Deutsch­land wird der ers­te In­ter­na­tio­na­le Frau­en­tag be­gan­gen.

1914–1918: Der Ers­te Welt­krieg macht es mög­lich. Die Män­ner sind an der Front, plötz­lich gibt es Post­bo­tin­nen, Stra­ßen­bahn­schaff­ne­rin­nen, Schorn­stein­fe­ge­rin­nen und an­de­re Be­ru­fe für Frau­en, die zu­vor – und da­nach – den Män­nern vor­be­hal­ten wa­ren.

12. 11. 1918: Der Rat der Volks­be­auf­trag­ten in Ber­lin pro­kla­miert ei­nen Auf­ruf an das deut­sche Volk, in dem das all­ge­mei­ne, glei­che, di­rek­te und ge­hei­me Wahl­recht für al­le Män­ner und Frau­en über 20 Jah­ren im Deut­schen Reich ver­öf­fent­licht wird.

1933–1945: Wäh­rend des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus wird Frau­en das pas­si­ve Wahl­recht wie­der ent­zo­gen. Sie dür­fen zwar noch wäh­len, aber nicht mehr kan­di­die­ren.

23. 05. 1949: Das Grund­ge­setz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land tritt in Kraft. „Män­ner und Frau­en sind gleich­be­rech­tigt“steht in Ar­ti­kel3.

03. 05. 1957: Das Ge­setz über die Gleich­be­rech­ti­gung von Mann und Frau auch auf dem Ge­biet des bür­ger­li­chen Rechts, kurz Gleich­be­rech­ti­gungs­ge­setz, tritt in Kraft. Das be­trifft vor al­lem das Fa­mi­li­en­recht.

14. 11. 1961: Eli­sa­beth Schwarz­haupt (CDU) wird die ers­te Bun­des­mi­nis­te­rin, sie ist für „Ge­sund­heits­we­sen“zu­stän­dig.

1962: Die An­ti-ba­by-pil­le kommt auf den Markt.

13. 12. 1972: An­ne­ma­rie Ren­ger (SPD) wird ers­te Prä­si­den­tin des deut­schen Bun­des­ta­ges.

01. 07. 1977: Ver­hei­ra­te­te Frau­en dür­fen oh­ne Er­laub­nis ih­res Ehe­manns ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit auf­neh­men. Der Ehe­part­ner, der nach der Schei­dung nicht für sich selbst sor­gen kann, er­hält ei­nen Un­ter­halts­an­spruch.

19. 05. 1993: Hei­de Si­mo­nis (SPD) wird ers­te Mi­nis­ter­prä­si­den­tin ei­nes Bun­des­lan­des, näm­lich Schles­wig-hol­stein.

16. 05. 1997: Ver­ge­wal­ti­gung in der Ehe wird straf­bar. Üb­ri­gens spre­chen sich meh­re­re Uni­ons­ab­ge­ord­ne­te da­ge­gen aus, un­ter an­de­rem Fried­rich Merz, der An­ge­la Mer­kel als Kanz­ler be­er­ben möch­te.

01. 01. 2002: Das Ge­walt­schutz­ge­setz tritt in Kraft: Tä­ter kön­nen aus der ge­mein­sa­men Woh­nung ge­wie­sen und Ge­walt­schutz­an­ord­nun­gen wie Kon­takt- und An­nä­he­rungs­ver­bo­te aus­ge­spro­chen wer­den.

22. 11. 2005: An­ge­la Mer­kel (CDU) wird ers­te Bun­des­kanz­le­rin.

Fo­to: epd

GE­SCHLOS­SEN: Am 12. Mai 1912 de­mons­trie­ren Frau­en in Ber­lin für das Frau­en­wahl­recht.

Fo­to: dpa

ENT­SCHLOS­SEN: Die zwei­te Frau­en­be­we­gung 1968 er­reich­te auch ei­ni­ges.

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