Po­si­ti­ve Emo­tio­nen bei Milch­zahn­ver­lust

Neue Presse - - BALANCE -

Der Ver­lust des ers­ten Milch­zahns ist für die meis­ten Kin­der mit vie­len Emo­tio­nen ver­bun­den. For­scher der Uni­ver­si­tät Zü­rich fan­den her­aus, dass die Wahr­schein­lich­keit für po­si­ti­ve Ge­füh­le steigt, wenn die El­tern hö­her ge­bil­det sind und aus nicht west­li­chen Län­dern stam­men, heißt es im eng­lisch­spra­chi­gen Fach­ma­ga­zin „In­ter­na­tio­nal Jour­nal of Pa­ed­iatric Den­tis­try“. Als mög­li­che Grün­de da­für füh­ren die Wis­sen­schaft­ler kul­tu­rel­le Un­ter­schie­de an. Zwar ist die so­ge­nann­te Zahn­fee im Wes­ten weit­ver­brei­tet, die den Kin­dern Ge­schen­ke bringt, je­doch ist das ein eher jun­ges Phä­no­men. „In nicht west­li­chen Kul­tu­ren sind Ri­tua­le im Zu­sam­men­hang mit kör­per­li­chen Ver­än­de­run­gen viel stär­ker eta­bliert als in un­se­rer west­li­chen, sä­ku­la­ri­sier­ten Welt“, er­klärt Stu­di­en­au­tor Ra­pha­el Patcas. Für die Stu­die wur­den rund 1300 El­tern von Kin­dern be­fragt, die schon min­des­tens ei­nen ih­rer Milch­zäh­ne ver­lo­ren hat­ten. Grund­sätz­lich ver­bin­den Kin­der laut 80 Pro­zent der El­tern po­si­ti­ve Ge­füh­le mit dem Zahn­ver­lust – nur 20 Pro­zent be­rich­ten von Angst oder Scham.

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