See­ho­fer über Mer­kel: „Sie ist die Bes­te“

Neue Presse - - NACHRICHTEN -

BER­LIN. CSU-CHEF Horst See­ho­fer be­dau­ert nach ei­ge­nen Wor­ten, dass sich Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel von der Cdu-spit­ze zu­rück­zieht. „Sie ist die Bes­te“, sag­te See­ho­fer dem „Spie­gel“, „wir al­le wer­den sie noch sehr ver­mis­sen.“Er ver­si­cher­te, dass er trotz vie­ler Dif­fe­ren­zen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ei­ne tie­fe Sym­pa­thie für Mer­kel he­ge: „Wenn man so viel durch­ge­stan­den hat wie An­ge­la Mer­kel und ich, dann bil­det sich Ver­bun­den­heit, stre­cken­wei­se so­gar Zu­nei­gung. Das ket­tet an­ein­an­der.“See­ho­fer sei­ner­seits gibt den Csu­vor­sitz An­fang 2019 ab.

See­ho­fer wi­der­sprach der The­se, Mer­kel ha­be die CDU zu weit nach links ge­rückt und so das Auf­kom­men der AFD erst er­mög­licht. „Wir ha­ben durch Mer­kels an­geb­lich so ge­fähr­li­che Po­li­tik der Mit­te bei der Bun­des­tags­wahl 2013 fast die ab­so­lu­te Mehr­heit er­reicht“, be­ton­te er, „vor die­ser Wahl la­gen die Ener­gie­wen­de, der Aus­bau der Ki­tas und die Ab­schaf­fung des Grund­wehr­diens­tes.“Erst durch die Ver­knüp­fung der Flücht­lings­kri­se mit so­zia­len Pro­ble­men im Bun­des­tags­wahl­kampf 2017 sei­en die Wer­te der Uni­on ero­diert.

See­ho­fer galt in der Uni­on lan­ge Zeit als ei­ner der schärfs­ten Kri­ti­ker der Flücht­lings­po­li­tik Mer­kels, im Som­mer die­ses Jah­res kam es im Streit über die Asyl­po­li­tik fast zum Bruch zwi­schen der Kanz­le­rin und dem Bun­des­in­nen­mi­nis­ter. Da­mals hat­te See­ho­fer ge­sagt: „Ich las­se mich nicht von ei­ner Kanz­le­rin ent­las­sen, die nur we­gen mir Kanz­le­rin ist.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.