Das Lau­fen liegt ihr in den Ge­nen

Ping­pank (22) trai­niert mit ih­rem Pa­pa. Sie will zur WM 2021.

Neue Presse - - SPORT - VON CECELIA SPOHN

Sven­ja Ping­pank, Ih­re El­tern sind er­fah­re­ne Leis­tungs­sport­ler. Sie wur­den qua­si in den Lauf­sport hin­ein­ge­bo­ren. Woll­ten Sie je­mals et­was an­de­res aus­pro­bie­ren? Nein, ei­gent­lich nicht. Das Lau­fen hat sich schon von den Ge­nen her er­ge­ben. An­ge­fan­gen ha­be ich mit Kin­der­leicht­ath­le­tik und wur­de da­durch spie­le­risch und mit Freu­de an den Sport her­an­ge­führt. Seit et­wa 2015 lau­fe ich leis­tungs­mä­ßig.

Ihr Va­ter ist Ihr Trai­ner. Sie woh­nen un­ter ei­nem Dach. Kracht es da auch öf­ter mal? Nein, gar nicht. Ich fin­de es so­gar gut, dass mei­ne gan­ze Fa­mi­lie Sport treibt und wir auch mal zu­sam­men lau­fen ge­hen.

Wie bli­cken Sie auf das Jahr 2018 zu­rück? Ich bin sehr zu­frie­den, es war mein bis­her er­folg­reichs­tes Wett­kampf­jahr. Ne­ben dem deut­schen U23-vi­ze­meis­ter­ti­tel über 1500 Me­ter ha­be ich an der Stu­den­ten-wm im Cross in St. Gal­len teil­ge­nom­men. Und im Sep­tem­ber ha­be ich bei der Deut­schen Meis­ter­schaft über zehn Ki­lo­me­ter den drit­ten Platz in der U23 be­legt.

Und wie lau­ten Ih­re sport­li­chen Zie­le für das Jahr 2019? Ich las­se mich ein we­nig über­ra­schen. Im Mo­ment den­ke ich über ei­ne Spe­zia­li­sie­rung auf die Stre­cken 1500 Me­ter, 3000 Me­ter und 5000 Me­ter nach. Auf je­den Fall möch­te ich noch an meh­re­ren in­ter­na­tio­na­len Wett­kämp­fen teil­neh­men. Da­zu zählt auch ganz klar die Welt­meis­ter­schaft 2021 in Eu­ge­ne in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Wie oft trai­nie­ren Sie die Wo­che? Der­zeit sind das sie­ben Ein­hei­ten die Wo­che. Im nächs­ten Jahr will ich das et­was aus­bau­en.

Wie vie­le Ki­lo­me­ter sind Sie dann so un­ter­wegs? Das kommt ganz drauf an. Je nach Trai­nings- und Er­ho­lungs­pha­se lau­fe ich zwi­schen 50 und 100 Ki­lo­me­ter die Wo­che.

Bei so viel Sport bleibt we­nig Zeit für Freun­de: Ver­mis­sen Sie manch­mal das Le­ben ab­seits des Sports? Nein. Ich kann mei­ne Freun­de zum Bei­spiel in den Trai­nings­pau­sen tref­fen.

Was ma­chen Sie ne­ben dem Sport? Ich ma­che ein Fern­stu­di­um im Fach Fit­ness und He­alt­hMa­nage­ment und ha­be da­durch kei­ne Pflicht­zei­ten an der Uni. Ich kann mir al­les sel­ber ein­tei­len. Und da das Stu­di­um sport­be­zo­gen ist, fin­de ich es na­tür­lich sehr in­ter­es­sant. Und das Lernen fällt mir leich­ter.

Im Win­ter zu lau­fen, wenn es kalt und dun­kel ist – fehlt da auch mal die Mo­ti­va­ti­on? Ei­gent­lich nicht. Ich kann zum ei­nen durch mein Fern­stu­di­um auch vor­mit­tags lau­fen, da ist es zu­min­dest noch hell. Aber ich ha­be auch ei­ne tol­le Trai­nings­grup­pe, da macht es auch im Win­ter und in der Dun­kel­heit Spaß.

Als Läu­fer viel Geld zu ver­die­nen, ist nicht ein­fach. Wie ste­hen Sie da­zu? Ich se­he das nicht so dra­ma­tisch. Durch Spon­so­ren kann man schon Geld mit dem Lau­fen ver­die­nen. Top-läu­fe­rin Ge­sa Krau­se ist da ein gu­tes Bei­spiel. Sie ver­dient durch den Sport­bund und die Spon­so­ren Geld.

2017 hat­te Ping­pank bei der Cross-em die Sil­ber­me­dail­le mit dem Team ge­won­nen.

Mit ih­ren Best­zei­ten von 2:11 Mi­nu­ten über 800 Me­ter, 4:23 Mi­nu­ten über 1500 Me­ter und 35:05 Mi­nu­ten über zehn Ki­lo­me­tern auf der Stra­ße hat die Läu­fe­rin noch vie­le Zie­le für die Zu­kunft. Da­zu zählt auch die Teil­nah­me an der Welt­meis­ter­schaft 2021 in den USA.

LAU­FEN IST IH­RE LEI­DEN­SCHAFT: Sven­ja Ping­pank fin­det es gut, dass ih­re gan­ze Fa­mi­lie Sport treibt. Ihr Va­ter Mar­kus Ping­pank ist auch ihr Trai­ner.

Fo­to: Ro­bin­son-club

ERS­TER PREIS: Ei­ne Wo­che für zwei Per­so­nen im Ro­bin­son-club Khao Lak mit Voll­pen­si­on in­klu­si­ve Flug.

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