Po­li­zei­ge­setz: De­mo in der Ci­ty

Tau­sen­de Teil­neh­mer er­war­tet. Prenz­ler: „Das stört den Han­del.“

Neue Presse - - HANNOVER - VON CECELIA SPOHN

HAN­NO­VER. Der Streit rund um das nie­der­säch­si­sche Po­li­zei­ge­setz ist noch lan­ge nicht vom Tisch: Heu­te ge­hen er­neut tau­sen­de Men­schen in Han­no­ver auf die Stra­ße. Sie pro­tes­tie­ren ge­gen das um­strit­te­ne Ge­setz, das von Ju­ris­ten teil­wei­se als ver­fas­sungs­wid­rig be­zeich­net wird (sie­he In­fo). Zu der De­mo auf­ge­ru­fen hat ein Bünd­nis aus et­wa 150 Part­nern, dar­un­ter auch Ge­werk­schaf­ten und Par­tei­en. Er­war­tet wird nach Po­li­zei­an­ga­ben ei­ne „nied­ri­ge bis mitt­le­re vier­stel­li­ge Teil­neh­mer­zahl“.

Mit ei­ner Auf­takt­kund­ge­bung be­ginnt die Ver­an­stal­tung um 13 Uhr auf dem Opern­platz. Ge­gen 13.15 Uhr macht sich der Zug auf den Weg durch die In­nen­stadt. Über den Ernst-au­gust­platz, die Kurt-schu­ma­cher­stra­ße und das Leib­nizu­fer geht es in Rich­tung Kar­marsch­stra­ße zu­rück zum Opern­platz. Dort fin­det ei­ne Ab­schluss­kund­ge­bung statt, zu der auch Thi­lo Wei­chert, ehe­ma­li­ger Da­ten­schutz­be­auf­trag­ter aus Schles­wig­hol­stein, er­war­tet wird.

An­ge­mel­det ist die De­mo bis 18 Uhr. Die Po­li­zei weist dar­auf hin, dass es „im ge­sam­ten in­ner­städ­ti­schen Be­reich zu er­heb­li­chen Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen mit tem­po­rä­ren Sper­run­gen kom­men wird“. Ei­ne An­rei­se mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln wird emp­foh­len.

Üs­tra-spre­cher Udo Iwan­nek hat kei­ne Be­den­ken we­gen des Ver­kehrs: „Wenn die Po­li­zei Be­fürch­tun­gen hat, kommt sie in der Re­gel auf uns zu. Das ist nicht pas­siert.“Iwan­nek rech­net mit ei­nem „ähn­lich vol­len Sonn­abend wie in den ver­gan­ge­nen Wo­chen“. Für ei­ne Um­lei­tung der Stadt­bahn durch den A-tun­nel sieht er kei­ne Not­wen­dig­keit. Mar­tin Prenz­ler, Ge­schäfts­füh­rer der Ci­ty-ge­mein­schaft, sieht das an­ders: „Wir hät­ten uns na­tür­lich ge­wünscht, dass der Pro­test nicht an ei­nem Ad­vents­sonn­abend in der In­nen­stadt ist. Das stört den Han­del mas­siv.“Be­reits im Sep­tem­ber sind 10 000 Men­schen in Han­no­ver auf die Stra­ße ge­gan­gen. Da­mals blieb es ru­hig. Die Po­li­zei geht auch die­ses Mal von ei­nem fried­li­chen Ver­lauf aus. Das wünscht sich auch Prenz­ler: „Da­mals ha­ben sich un­se­re Be­fürch­tun­gen mit we­ni­gen Be­su­chern in der Ci­ty nicht be­wahr­hei­tet. Wir hof­fen auch die­ses Mal, dass sich die Leu­te nicht da­von ab­brin­gen las­sen, in die Stadt zu kom­men.“

Es wird im in­ner­städ­ti­schen Be­reich zu tem­po­rä­ren Sper­run­gen kom­men. MIR­KO NO­WAK Pres­se­spre­cher der Po­li­zei Han­no­ver

Fo­to: Franson

DER PRO­TEST FOR­MIERT SICH: DAS gro­ße Bild zeigt den Pro­test Aws dem Sep­[email protected] ge­gen das Po­li­zei­ge­setz. Da­mals gin­gen et­wa 10 000 Men­schen Awf die Stra­ße. Die Hra­fik wn­ten zeigt, wo die De­mo hew­te lang füh­ren wird.

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