Gans aggressiv: Jä­ger wol­len freie Schuss­bahn

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HAN­NO­VER. Jä­ger schla­gen Alarm: Die Nil­gans er­obert Deutschland. Der An­teil der Re­vie­re mit Brut­paa­ren ha­be sich zwi­schen 2009 und 2017 bun­des­weit mehr als ver­dop­pelt, teil­te der Deut­sche Jagd­ver­band (DJV) mit. In Nie­der­sach­sen und in Nord­rheinwest­fa­len füh­len sich die Tiere mit dem mar­kan­ten brau­nen Fleck ums Au­ge be­son­ders wohl, dort kom­men sie laut DJV be­reits in 60 Pro­zent der an den Zäh­lun­gen be­tei­lig­ten Re­vie­re vor. „Wir for­dern die bun­des­wei­te Be­ja­gung nach ein­heit­li­chen Stan­dards, um wei­te­re öko­lo­gi­sche und öko­no­mi­sche Schä­den nach­hal­tig zu ver­hin­dern“, sag­te Djv­spre­cher Tors­ten Rein­wald. Hei­mi­sche Ar­ten müss­ten vor den oft aggressiv auf­tre­ten­den Tie­ren ge­schützt wer­den. Der­zeit sei die Gans le­dig­lich in neun Bun­des­län­dern jagd­bar, auch in Nie­der­sach­sen. „Nil­gän­se sind außerordentlich kon­kur­renz­stark und an­pas­sungs­fä­hig und ha­ben ein ex­pan­si­ves Aus­brei­tungs­ver­hal­ten“, sag­te Flo­ri­an Röl­fing, Spre­cher der Lan­des­jä­ger­schaft. Auch der Na­tur­schutz­bund Na­bu ist für ei­ne Frei­ga­be zur Jagd: „Die Art ist als in­va­siv ein­ge­stuft, vor al­lem, weil sie in der Um­ge­bung ih­res Nes­tes an­de­re Was­ser­vö­gel ver­treibt“, so Or­ni­tho­lo­ge Lars Lach­mann.

Fo­to: dpa

ABBRESSIV: Die Nil­gans. Sie wur­de in nie­der­län­di­schen und bri­ti­schen Parks ge­hal­ten und hat sich von dort aus­ge­brei­tet.

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