Fal­sche Po­li­zis­ten ru­fen Sonn­tag 60 Op­fer an

Neue Presse - - Hannover -

HAN­NO­VER. Das war ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Häu­fung: Am Sonn­tag­abend in der Zeit zwi­schen et­wa 17 und 23.30 Uhr wa­ren ein­mal mehr fal­sche Po­li­zis­ten in Han­no­ver und der Um­ge­bung ak­tiv.

60 po­ten­zi­el­le Op­fer hät­ten sich über den No­t­ruf ge­mel­det, sag­te ein Po­li­zei­spre­cher am Abend. Ob in Han­no­ver, Laat­zen, in der Wedemark, in Ron­nenberg, Garb­sen oder Isern­ha­gen: Sie al­le hät­ten die glei­che Ge­schich­te er­zählt. Ein Mann ha­be sie an­ge­ru­fen und sich als Be­am­ter aus­ge­ge­ben. Er ha­be ge­sagt, in der Wohn­ge­gend der Op­fer sei­en Ein­bre­cher ak­tiv. Bei ei­nem Ein­bruch hät­ten der fal­sche Be­am­te und sei­ne Kol­le­gen ei­ne Lis­te si­cher­ge­stellt, dar­auf ste­he auch die Per­son, die er ge­ra­de an­ru­fe. Sie müs­se ih­re Wert­sa­chen in Si­cher­heit brin­gen. Er wer­de ei­nen Be­am­ten schi­cken, der sämt­li­chen Schmuck und die Wert­sa­chen ab­ho­le und ein­la­ge­re. Zum Glück sei nie­mand auf die­ses An­ge­bot ein­ge­gan­gen, sag­te der Po­li­zei­spre­cher. Die An­ge­ru­fe­nen hät­ten sich al­le über den No­t­ruf ge­mel­det und erst ein­mal nach­ge­fragt.

Der Spre­cher be­ton­te, die Po­li­zei wür­de nie po­ten­zi­el­le Ein­bruchsop­fer an­ru­fen und je­man­den vor­bei­schi­cken, um Wert­sa­chen zu ho­len. Das sei un­denk­bar.

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