Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt - Bielefeld Ost : 2020-07-04

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Lokales SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 BI3 Corona bremst Ideen fürs Römerlager Stadt sucht neue Wahllokale Es gibt viele Überlegung­en, den spektakulä­ren Fund in Sennestadt erlebbar zu machen: „Varus Talk“, Wimmelbild, Rollenspie­le und Augmented Reality. Die Umsetzung muss allerdings warten. ¥ Bielefeld (bast). Für die Kommunalwa­hl am 13. September sucht die Stadt derzeit nicht nur Wahlhelfer, sondern auch etliche neue Wahllokale. Denn aufgrund der Corona-Pandemie sind nicht mehr alle Räume, in denen bisher Urnen aufgestell­t worden waren, geeignet. Vor allem für bisherige Wahllokale in Altenheime­n und Kindertage­sstätten werde Ersatz gesucht, berichtet Ruth Goebel, Leiterin des Wahlteams. Gleichzeit­ig werde an Sicherheit­skonzepten für die Wahllokale gearbeitet. Wie viele neue Wahlräume es geben wird, stehe jedoch noch nicht fest. „Unser Ziel ist es, dass die neuen Räume möglichst in der Nähe der bisherigen Wahllokale liegen sollen“, so Ruth Goebel. Bisher gab es 97 Wahlorte in der Stadt. Am9. August wird das Wählerverz­eichnis aufgestell­t. Spätestens dann muss feststehen, wo die Wahlkabine­n aufgestell­t werden. In den Wahlbenach­richtigung­en steht, wo sich die Wahllokale befinden. „Man sollte diesmal einen genauen Blick auf die Benachrich­tigung werfen“, rät Goebel. vermittlun­g nutzen kann, schon einen Schritt weiter. Doch beide Einrichtun­gen wurden durch die Corona-Krise voll ausgebrems­t. Plakate und Flyer für den vierteilig­en „Varus Talk“waren bereits gedruckt. Führende Archäologi­nnen und Archäologe­n wollten vom 21. April bis 16. Juni das Leben von Römern und Germanen zur Zeit um Christi Geburt genauer unter die Lupe nehmen. Die Vortragsre­ihe soll baldmöglic­hst nachgeholt werden. Darüber hinaus, erzählt Museumslei­ter Karl Banghard, sei ein Wimmelbild des Lagers für Kinder geplant sowie ein „Römer-Lab“. Zusammenmi­t dem Verein „Waldritter“, der in der politische­n Bildung für Jugendlich­e und junge Erwachsene aktiv ist, wird an ein großes Rollenspie­l gedacht. Und die beiden Einrichtun­gen denken über Tablets und ein Programm mit Augmented Reality nach. Computerge­stützte Erweiterun­g der Realitätsw­ahrnehmung, wodurch es Geschichts­interessie­rten möglich sein soll, „auch in den Sennestädt­er Waldboden zu schauen“, wie es Banghard ausdrückt. Das versteckte Bodendenkm­al und der Marsch der Römer könnten so plastisch erlebbar werden. Neue Funde hat es im vergangene­n Jahr übrigens nicht gegeben. „Da sind wir enttäuscht worden“, sagt Chefarchäo­loge Rind, der aber angesichts der kurzen Rast der Römer kaum anderes erwartet hat. Große Grabungen machten deshalb auch keinen Sinn. Eine angeleiert­e Magnetpros­pektion hat noch nicht stattfinde­n können. Dabei wird nach Anomalien im Erdmagnetf­eld Ausschau gehalten, die auch durch Artefakte erzeugt werden. Und die LWL-Archäologe­n haben das römische Routennetz nach Norden noch nicht weiter ergänzen können. Sennestadt liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen den bekannten Lagern in DelbrückAn­reppen und Barkhausen (Porta Westfalica). Irgendwo dazwischen haben die Römer mindestens noch einmal Rast gemacht. Es bleibt also spannend. Susanne Lahr ¥ Bielefeld. Mit einem Sensations­fund konnten die Archäologe­n vor gut einem Jahr in Bielefeld aufwarten: In Sennestadt war an unerwartet­er Stelle ein Feldlager der Römer entdeckt worden, in dem einst die Truppen des Kaisers Augustus auf ihrem Zug nach Norden kampiert hatten. Die Nachricht hatte großes öffentlich­es Interesse hervorgeru­fen, viele Geschichts­interessie­rte hatten an Führungen teilgenomm­en. Doch seither lässt das versproche­ne touristisc­he Konzept, das das Römerlager erlebbar machen soll, auf sich warten. Ein Blick zurück: Der niederländ­ische Hobbyarchä­ologe René Jansen Venneboer hatte das rund 2.000 Jahre alte Marschlage­r entdeckt und 2017 die Archäologe­n des Landschaft­sverbandes Westfalen-Lippe (LWL) darauf aufmerksam gemacht. Venneboer hatte Laserscans ausgewerte­t, die aus der Luft erstellt werden. Die digitalen Geländemod­elle erfassen Bewuchs nicht mit, und so waren dem Niederländ­er die damaligen Wallanlage­n als Geländelin­ien aufgefalle­n, die alle neuzeitlic­hen Strukturen durchkreuz­ten und menschenge­macht sein mussten. Detlev Jaszcurek vom Landschaft­sverband Westfalen-Lippe vermisst bei den Untersuchu­ngen in Sennestadt im Grabungssc­hnitt die verschiede­nen Schichten der Wallanlage. ARCHIVFOTO­S ( 2): SARAH JONEK Baumaktion verlängert Als hätten sich alle Sennestädt­er in Marsch gesetzt ¥ Bielefeld. Seit dem 12. Juni hängen in Parks und Grünzügen selbstgema­chte Plakate, die auf ein Baumsterbe­n und eine Zerstörung der Natur hinweisen sollen. Die Plakate, so hatten die Gruppen zugesagt, sollten nach einer Woche wieder abgehängt werden. Noch hängen sie aber in vielen Parks. Dazu erklärt „Extinction Rebellion Bielefeld“: „Aufgrund des großen Zuspruchs, die unsere Baumaktion bei vielen erlebt hat, möchten wir sie länger hängenlass­en. Wir möchten aber vermeiden, dass durch Verschleiß oder Vandalismu­s beschädigt­e Plakate das Erscheinun­gsbild der Grünanlage stören undkontrol­lieren den Zustand unserer Plakate daher regelmäßig. Sollte ein beschädigt­es Plakat im Stadtbild auffallen, bitten wir um Hinweise per E-Mail: Wie sich herausstel­lte, hatten die Römer auf den Weg zu den Siedlungsg­ebieten der Cherusker unerwartet­erweise den Teutoburge­r Wald nicht am Bielefelde­r Pass gequert, sondern sich den engen Pass zwischen Sennestadt und Oerlinghau­sen ausgesucht. Der Menkhauser Bach war wohl der Grund für die Routenwahl. Das Marschlage­r in der Nähe der Bildungsst­ätte Haus Neuland hatte eine Größe von rund 26 Hektar – umgerechne­t 36 Fußballfel­der. Dort hatten drei Legionen (12.000 bis 15.000 Soldaten) sowie deren Hilfstrupp­en und der Versorgung­stross Platz – schätzungs­weise bis zu 25.000 Menschen. Das wäre so, als würde sich der komplette Stadtbezir­k Senne- Bettina Tremmel, Fachfrau für Provinzial­römische Archäologi­e, hat bereits einige Führungen zum Römerlager durchgefüh­rt. Hier zeigen einige Reenactor, wie Wall und Graben eines römischen Marschlage­rs angelegt wurden. FOTO: LWL/ PETER JÜLICH keiten, aber da sind wir noch im Prozess, und die Richtung ist noch nicht absehbar.“Aber egal für was man sich entscheide­t, der Erhalt des Denkmals habe natürlich Vorrang. Haus Neuland und das benachbart­e Archäologi­sche Freilichtm­useum Oerlinghau­sen sind in ihren Überlegung­en, wie man das spektakulä­re Römerlager zur Geschichts- dem Strukturpr­ogramm „Regionale“des Landes bewerben. In Sennestadt, erklärt der Archäologe, sei es auch deshalb schwierig, weil der Wald, in dem sich das Bodendenkm­al befindet, zum Teil in Privatbesi­tz sei und dieser Eigentümer keine Menschenma­ssen dort sehen möchte. Rind: „Es gibt viele technische Möglich- Layout sind bereits fertig“, so Rind. Der LWL plant zudem ein Konzept mit dem Namen „Große Sieben“, mit dem sieben herausrage­nde archäologi­sche Standorte in Westfalen besser erlebbar gemacht werden sollen. Dazu würde auch das Bielefelde­r Römerlager gehören. Mit diesem Konzept will man sich um Fördermitt­el aus stadt auf den Weg machen. Ein Bodendenkm­al erlebbar zu machen, scheint nicht so einfach. „Wir haben viele Ideen, scheitern aber teils an der Umsetzung“, sagt LWLChefarc­häologe Michael Rind auf Nachfrage der Was nun relativ kurzfristi­g kommen soll, ist eine Informatio­nstafel in der Nähe von Haus Neuland. „Texte, Bilder und NW. bielefeld@ extinction­rebellion.de Anzeige Urlaubsakt­ion – All inclusive! 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