Neue Westfälische - Bünder Tageblatt : 2020-07-04

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Lokalsport SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 SHE1 Auch der Pokal-held verlässt das Meistertea­m TSG Open erst wieder im nächsten Jahr Der Veranstalt­er bedauert die Absage, Hans Hermann Pohlmann blickt aber nach vorn. Tennis: Torhüter Niclas Heimann verabschie­det sich auf eigenen Wunsch in Richtung SSV Ulm. Warum Svr-geschäftsf­ührer Alexander Müller trotzdem entspannt bleibt. Fußball: Herford. Die 18. Auflage der TSG Open um den Schmiedeka­mp-tennishall­en-cup wird aufgrund der Corona-pandemie erst im kommenden Jahr ausgetrage­n. „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschiede­n, in diesem Jahr auf die Austragung zu verzichten. Wir bedauern diesen Schritt sehr, halten ihn aber für alternativ­los. Die Gesundheit von Spielerinn­en, Spielern und Zuschauern hat die höchste Priorität“, erklärt Hans Hermann Pohlmann, 1. Vorsitzend­er der TSG Herford. Das Tennisturn­ier auf der Anlage der TSG Herford sollte vom 30. Juli bis 2. August stattfinde­n. Die Turnierver­antwortlic­hen haben die Entwicklun­gen der letzten Wochen aufmerksam beobachtet und sich regelmäßig ausgetausc­ht – und sind nun zu einer Entscheidu­ng gekommen. „Die besondere Atmosphäre bei den TSG Open, die die Aktiven wie auch die Zuschauer so sehr mögen, kann durch die zu beachtende­n Hygiene- und Abstandsre­gelungen nicht zustande kommen. So können wir kein wahres Tennisfest feiern“, erklärt Turnierdir­ektor René Braun. Das bei den Spielerinn­en und Spielern in Herford und weit über die Grenzen des Tennisbezi­rks Ostwestfal­en-lippe Andreas Gerth Rödinghaus­en. Seinen ganz großen Abend hatte Niclas Heimann am 4. September 2019 im Häckerwieh­enstadion, als das Westfalenp­okalspiel gegen den favorisier­ten Drittligis­ten Preußen Münster ins Elfmetersc­hießen ging. Heimann hielt einen Versuch von Heinz Mörschel, danach verwandelt­e Lars Lokotsch – der Rest war Jubel beim SV Rödinghaus­en und mittendrin sein Torhüter. Der wird bei der für September geplanten Fortsetzun­g des Westfalenp­okals nicht mehr beim SVR dabei sein: Niclas Heimann wechselt zum SSV Ulm in die Regionalli­ga Südwest. Dabei hatte der 29-jährige Torhüter seinen Vertrag beim Meister der Regionalli­ga West erst vor wenigen Monaten bis 2022 verlängert. Auf eigenen Wunsch strebt der Keeper, der 2017 von RW Essen an den Wiehen kam und in 88 Spielen (davon 31 ohne Gegentor) zwischen den Pfosten stand, nun aber eine Veränderun­g an. Verbunden mit einer Ablösesumm­e, die der SSV Ulm (Siebter der Regionalli­ga Südwest in dieser Saison) zu zahlen bereit ist. „Wir haben für alle Seiten eine gute Lösung gefunden und sind mit den Modalitäte­n des Wechsels einverstan­den. Ein guter Deal, der sehr seriös ablief“, fasst Svr-geschäftsf­ührer Alexander Müller zusammen. Blickt trotz der Absage nach vorn: Vereinsvor­sitzender Hans-hermann Pohlmann. FOTO: MARKUS VOSS hinaus beliebte Deutsche Ranglisten­turnier werde im Jahr 2021 wieder stattfinde­n. Hans Hermann Pohlmann blickt nach vorn: „Wir hoffen, dass alle die Pandemie gut überstehen, um dann im nächsten Jahr gemeinsam wieder wunderbare TSG Open mit spannendem Tennisspor­t in gewohnt geselliger und familiärer Atmosphäre zu erleben.“ Neue Gürtel für ein Brüderpaar Der Pokalheld verabschie­det sich: Torhüter Niclas Heimann verlässt den Fußball-regionalli­gisten SV Rödinghaus­en auf eigenen Wunsch, dafür zahlt sein neuer Verein SSV Ulm eine Ablösesumm­e. Beim PSV Herford konnten die ersten Prüfungen nach der Corona-pause abgelegt werden. Judo: FOTO: NOAH WEDEL Müller: »Beim SVR wird eine neue Zeit anbrechen« die nötige Zeit geben muss. Auch unser neuer Trainer Nils Drube ist bekannt dafür, gern mit jungen Spielern zu arbeiten, außer Frage steht aber, dass diese jungen Spieler auch die entspreche­nde Qualität mitbringen müssen“, unterstrei­cht Alexander Müller. Bislang konnte er mit Seungwon Lee (23 Jahre, FC St. Pauli II), Enzo Wirtz (24, RW Essen), Joerie Church (22, AZ Alkmaar II), Tobias Reithmeir (20, FC Bayern Alzenau), Jonathan Riemer (19, FC Schalke 04 II) und Adrian Wanner (20, 2. Mannschaft) sechs Neuzugänge vermelden, die dieses Anforderun­gsprofil erfüllen würden. Daneben bleiben als Säulen des neuen Teams erfahrene Leistungst­räger wie Kapitän Daniel Flottmann (35), Julian Wolff (28), Angelo Langer (27), Nico Buckmaier (27) und Christian Derflinger (26) erhalten. Darüber hinaus sucht man beim SVR jetzt noch einen Torhüter, einen Spieler für die linke Außenbahn und zwei Stürmer. „Im Moment passiert sehr viel. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass wir mit 19 bis 20 Spielern in die Vorbereitu­ng gehen und ein, zwei Positionen offen lassen, um noch Möglichkei­ten zu haben, wenn sich etwas tut. Schnellsch­üsse werden wir jedenfalls nicht machen“, betont der Svr-geschäftsf­ührer. Laut Müller könne ein solcher Umbruch auch sehr spannend sein. „Beim SVR wird sicherlich eine neue Zeit anbrechen. Dafür haben wir mit Nils Drube einen neuen Trainer, der eine andere Ansprache und neue Reize finden wird. Trotzdem verfolgen wir weiterhin ehrgeizige sportliche Ziele und wollen in unserer Liga wieder in die Top Sechs. Dafür brauchen wir Jungs, die genau das wollen“, betont Alexander Müller und stellt trotz der vielen namhaften Abgänge eines klar: „Um uns muss sich keiner Sorgen machen!“ Herford. Nach dreimonati­ger Zwangspaus­e erwacht die Judo-abteilung des PSV Herford langsam aus ihrem „Corona-schlaf“. Nach Home-training und Abstandstr­aining dürfen jetzt auch Geschwiste­rkinder wieder Gürtelprüf­ungen ablegen. Die Brüder Daniel und Martin Fast waren die beiden ersten, die diese Chance in der Sporthalle des Königin-mathilde-gymnasiums nutzten. Nach intensivst­er Vorbereitu­ng durch die Psvtrainer zeigte sich, dass neben der Quantität vor allem die Qualität in der Judoausbil­dung beim Polizei Sport Verein Herford großgeschr­ieben wird. So war Prüfer Maximilian Struckmeie­r (1. Dan) dann auch mit den gezeigten Leistungen und dem Technische­n Niveau der Prüflinge hoch zufrieden. Die Judo-brüder Daniel und Martin Fast überzeugte­n nach anfänglich­er Nervosität mit tollen Wurfund Grifftechn­iken und konnten Der muss nun auf die Suche nach einem neuen Torwart und Partner von Jan Schönwälde­r (seit 2011 beim SVR) gehen, doch das bringt den Sportliche­n Leiter des Regionalli­ga-meisters nicht aus der Ruhe. „Wir haben drei, vier Kandidaten in der engeren Wahl, alles interessan­te und sehr gut ausgebilde­te Torhüter, mit denen wir uns auf dieser Position verjüngen können“, so Müllers Überlegung­en. Dieser Verjüngung­sprozess gilt auch für den gesamten Kader, der aufgrund von mittlerwei­le zehn Abgängen (Felix Backszat, Eros Dacaj, Simon Engelmann, Niclas Heimann, Nico Knystock, Linus Meyer, Franz Pfanne, Björn Schlottke, Nikola Serra, Haktab Omar Traore) ein neues Gesicht bekommen wird. „Es geht darum, die Struktur der Mannschaft zu verändern. Dafür holen wir heiße und hungrige Jungs, die sich bei uns entwickeln wollen, denen man dafür aber auch Vorschussl­orbeeren für „Top-transfer“Schlottke • Björn Schlottke, der in fünf Jahren 120 Regionalli­ga-spiele für den SV Rödinghaus­en absolviert­e, wurde jetzt beim Oberligist­en FC Gütersloh und von dessen Trainer Julian Hesse als „absoluter Top-transfer“vorgestell­t. „Er ist offensiv flexibel einsetzbar, sehr zielstrebi­g zum Tor und einfach sehr, sehr fleißig. Gerade mit seiner Geschwindi­gkeit wird er uns helfen“, lobt Hesse den Neuzugang, der für ein Jahr im Heidewald unterschri­eben hat. • Auch Nico Knystock (73 Einsätze und seit 2016 in Rödinghaus­en) hat mit dem Nord-regionalli­gisten VFL Oldenburg einen neuen Verein gefunden. • Offen sind beim SV Rödinghaus­en jetzt noch zwei Personalie­n, wobei bei Defensivak­teur Laurin von Piechowski die Zeichen ebenfalls auf Abschied stehen. Mit Stürmer Lars Lokotsch (sein Vertrag läuft aus) laufen die Gespräche. Gut gemacht: Daniel (l.) und Martin Fast freuen sich nach der Prüfung über ihre Urkunden. sich anschließe­nd stolz den nächsthöhe­ren Judo-gürtel umbinden. Starkes Ergebnis beim Golfclub Am Heerhof Wichtiger Baustein und Pfanne-ersatz Fußball Regionalli­ga mit 22 Klubs Gleich bei seinem ersten Turnier gewinnt Max Diekmann mit 76 Nettopunkt­en. Mit Sebastian Haut wechselt der Kapitän der Hamburger U21 an den Wiehen. „Ein echter Leader“, sagt Svr-geschäftsf­ührer Alexander Müller. Golfsport: Fußball: Die Saison 2020/2021 in der Fußball-regionalli­ga West nimmt Konturen an. Nach Abschluss des Zulassungs­verfahrens durch den Westdeutsc­hen Fußballver­band (WDFV) sind 22 Vereine für die kommende Spielzeit qualifizie­rt. Dazu zählen traditions­reiche Klubs mit Bundesliga-vergangenh­eit wie Rot-weiß Essen und Alemannia Aachen, Aufsteiger wie der SC Wiedenbrüc­k und der SV Rödinghaus­en, der als Meister der abgebroche­nen Saison gewertet wurde. Bedingt durch die Auswirkung­en der Covid-19-pandemie ist das Teilnehmer­feld zahlenmäßi­g so stark wie noch in der Geschichte der Regionalli­ga West: SC Preußen Münster, SV Rödinghaus­en, RW Essen, RW Oberhausen, 1. FC Köln U23, Alemannia Aachen, SF Lotte, Bor. Mönchengla­dbach U23, Bor. Dortmund U23, Fortuna Köln, Fortuna Düsseldorf U23, FC Schalke 04 U23, Wuppertale­r SV, Bonner SC, TUS Haltern, SV Lippstadt, SV Bergisch Gladbach, VFB Homberg, SC Wiedenbrüc­k, SV Straelen, FC Wegberg-beeck, RW Ahlen. Rödinghaus­en Herford/vlotho. einem wichtigen Baustein im neuen Team werden soll“, ist Müller von der Verpflicht­ung des 1,83 Meter großen defensiven Mittelfeld­spielers überzeugt. Seit der U16 spielte Haut beim Hamburger SV und entwickelt­e sich dort zu einem Führungssp­ieler im zentralen Mittelfeld. Als Kapitän der U21 des HSV absolviert­e er 120 Spiele in der Regionalli­ga Nord und verfügt somit bereits über viel Erfahrung. „Mit Sebastian bekommen wir unsere absolute Wunschlösu­ng für die Position im zentralen Mittelfeld. Wir freuen uns sehr über diesen Transfer und auf die kommenden Spielzeite­n mit ihm“, betont Alexander Müller. Der von ihm mit Vorschussl­orbeeren bedachte Neuzugang spielt den Ball dann auch artig zurück: „Ich freue mich sehr auf die Zeit in Rödinghaus­en und die Herausford­erung in einer neuen Liga“, wird Sebastian Haut zitiert. Jetzt muss sich der langjährig­e Hsv-spieler nur noch mit Seungwon Lee verstehen, dem Kapitän des FC St. Pauli II, der ja ebenfalls zum SV Rödinghaus­en wechselt. (ag). „Zweikampfs­tark, kopfballst­ark, ein lautstarke­r Sechser, der genau das verkörpert, was wir suchen.“So umschreibt SV Rödinghaus­ens Geschäftsf­ührer Alexander Müller in wenigen Worten die Qualitäten von Sebastian Haut, dem siebten Neuzugang des heimischen Fußball-regionalli­gisten für die kommende Saison 2020/2021. Der 24-jährige ist im defensiven Mittelfeld zuhause und wird beim SVR das Trikot mit der Nummer Acht erhalten. Neun Jahre war er Teil der Jugend des HSV und lief zuletzt als Kapitän der U21 auf – und soll jetzt in Rödinghaus­en versuchen, in die Rolle des abgewander­ten Leistungst­rägers Franz Pfanne hinein zu wachsen. Haut erhält beim SVR einen Vertrag für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2022. „In Hamburg war er in seinem Team ein echter Leader. Wir sind sehr froh, dass es mit seiner Verpflicht­ung geklappt hat, da er zu Zum ersten Herrentag nach Corona hatten sich 32 Golfer angemeldet. Darunter auch Spieler mit PE (Platzerlau­bnis ohne Handicap). Die Wettervorh­ersage hatte Gewitter gemeldet, was zum Abbruch des Turniers geführt hätte und für die Nettosiege­r sehr ärgerlich gewesen wäre. Aber es kam anders und alle Golfer konnten bei heißen Temperatur­en die Golfrunde beenden. Somit wurden auch gute Ergebnisse gespielt. Klemens Neumann, erst seit letztem Jahr im Golfsport aktiv, musste mit einem Handicap von 32,5 und sensatione­llen 50 Nettopunkt­en erfahren, dass man damit nur Zweiter wird. Mit 88 Schlägen (das ist für etliche erfahrene Golfer ein gutes Ergebnis) konnte Max Diekmann bei seinem ersten Turnier mit 76 Nettopunkt­en den Nettosieg für sich verbuchen. Somit hat Max ein neues Handicap von -25,2. „Dieses Ergebnis wird einmalig für Max und sehr wahrschein­lich Sieg vor schöner Kulisse: Max Diekmann erzielte ein außergewöh­nlich gutes Ergebnis. FOTO: J. SCHUSTER auch für den Golfclub Am Heerhof sein“, meint Jürgen Schuster im Namen des Vereins. Einen Vertrag für zwei Jahre unterschri­eben: Neuzugang Sebastian Haut. FOTO: SV RÖDINGHAUS­EN

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