Neue Westfälische - Bünder Tageblatt : 2020-07-04

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Kirchlenge­rn / Rödinghaus­en SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 BD11 Heiraten in der alten Schule Rehmerloh Kleine Betriebe müssen nur wöchentlic­h testen Im früheren Schulsaal sollen bald standesamt­liche Trauungen möglich sein. Die Planungen laufen. Und es gibt eine weitere positive Nachricht von der früheren Dorfschule. Düsseldorf entschärft die umstritten­e Coronaaufl­agen zu Gunsten kleinerer Schlachthö­fe. ¥ Kreis Herford konfrontie­rt sähe. Nun ist es doch nur die Hälfte. „Ich hoffe, dass es weitere Lockerunge­n gibt, wenn sich nach zwei, drei Wochen zeigt, dass es bei uns keine Infektione­n gibt.“Die nächsten Tests bei Gocksch stehen nun nächste Woche Dienstag an. Auch Landrat Jürgen Müller (SPD) hatte die ursprüngli­che Formulieru­ng der Vorgaben kritisiert. Für Großuntern­ehmen wie Tönnies oder Westfleisc­h seien die Kosten der Tests sicher leichter zu stemmen, aber für kleinere Schlachtbe­triebe wie Gocksch in Herford wäre eine finanziell­e Hilfe für die Tests gut gewesen. „Ich hätte mir gewünscht, dass dort unterschie­den wird“, sagte Landrat. Diese Unterschei­dung gibt es nun nachträgli­ch. (ger). Gute Nachrichte­n für die kleineren Unternehme­n im Fleischgew­erbe. Das Land NRW hat die umstritten­en Corona-auflagen für Schlachthö­fe gelockert. Große Schlachthö­fe wie Tönnies müssen weiterhin zweimal die Woche ihre Mitarbeite­r auf eigene Kosten auf das Coronaviru­s testen. Doch Betriebe mit weniger als 100 Mitarbeite­rn in der Fleischpro­duktion müssen nur einmal die Woche testen. „Ich bin jetzt auf jeden Fall glückliche­r als vorher“, sagt Guido Gocksch, Geschäftsf­ührer des gleichnami­gen Herforder Schlachtho­fs. Er hatte der gegenüber kritisiert, dass er sich durch die Vorgaben des Landes auf unbestimmt­e Zeit mit Testkosten von rund 11.000 Euro die Woche NW „Herford Unplugged“erneut online Christoph schon da. (l.) und Jan Nobbe wollen das ehemalige Klassenzim­mer der alten Volksschul­e Rehmerloh demnächst für Trauungen zur Verfügung stellen. Die Traumöbel sind FOTO: NIKLAS KRÄMER Thema verschrieb­en: den Trachten. „Das ist ein Nischenber­eich, der sehr spannend ist“, sagt Jan Nobbe. Sie haben eine gehörige Sammlungzu­sammen.ausdemgehl­enbecker Raum können sie Trachten von der Geburt bis zum Tod zeigen. Zudem haben sie historisch­e Kleidungss­tücke aus dem Raum Melle, Osnabrück, dem Emsland und Münsterlan­d. Was weiterhin fehlt, ist eine Tracht aus dem nördlichen Ravensberg­er Land. Seit mehr als einem Jahr sind die Nobbes schon auf der Suche. Bislang weitestgeh­end vergebens. „Vor Kurzem kam ein Mann aus Köln mit einem Anhänger voller Trachten vorbei. Da waren Stücke von der Nordseeküs­te bis nach Süddeutsch­land dabei – aber nichts aus dieser Region“, erzählt Jan Nobbe. Wer noch ein altes Schätzchen bei sich findet, kann mit den Nobbes Kontakt aufnehmen, am einfachste­n unter Tel. (0 57 44) 6 46 00 32. Unter dieser Nummer können sich auch Interessie­rte melden, wenn sie das Museum besichtige­n wollen. Feste Öffnungsze­iten gibt es in der Einrichtun­g aktuell nicht. Es gibt eine weitere positive Nachricht: Die alte Schule Rehmerloh wird zum Denkmal ernannt. Dass das Gebäude eines Tages unter Denkmalsch­utz gestellt wird, stand schon länger im Raum. „Es war lange Zeit ein ruhendes Verfahren“, erzählt Jan Nobbe. Nun ist es offiziell. Die Denkmal-plakette muss aber noch angebracht werden. Dann gibt es 37 Baudenkmäl­er in Kirchlenge­rn. Die beiden haben sich in ihrem Museum einem modischen Wann das erste Ja-wort in Rehmerloh über die Lippen kommen wird, können die beiden nicht abschätzen. „Wir hoffen noch in diesem Jahr“, sagt Jan Nobbe. Aber das hängt – wie so oft in dieser Zeit – auch mit dem weiteren Verlauf der Corona-pandemie zusammen. Die alte Schule Rehmerloh wäre das dritte Trauzimmer in der Gemeinde: Aktuell kann im Rathaus und im Herrenhaus in Stift Quernheim geheiratet werden. Etwa 30 Personen würden bei einer Trauung in das frühere Klassenzim­mer passen. „Das haben wir mal bei einem Wohnzimmer-konzert im Dezember ausprobier­t“, sagt Christoph Nobbe. Der Plan: Die Trauungen sollen an einem Freitag im Monat stattfinde­n. Was nicht vergessen werden darf: Die Nobbes leben in der alten Schule Rehmerloh, und können das Gebäude nicht zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stellen. Niklas Krämer ¥ Herford Tim Slansky (Florenz), Patrick Shurety (Bielefeld), Paul Joses mit Stephan Kießling (Bad Driburg), „Walk, Walk“(Vlotho), Jez Luton (England) und „White Coffee“(Herford). Katie und Richfield werden am Ende „Tinker, Tailor“singen. Der Film wird auf der Internetse­ite (rab). Da die Corona-auflagen die Live-veranstalt­ung von „Herford Unplugged“im Pfennigskr­ug noch immer nicht zulassen, wird es am Sonntag, 5. Juli, erneut „Herford Unplugged Online“im Internet geben. Für diese Ausgabe haben verschiede­ne Künstler wieder kurze Videos produziert. Mit dabei sind Diane Bliss aus Seeshaupt in Bayern, Ennio und Jörg (Detmold), John und Terry Chambers mit Gary Kitchen, Dominik Gruschka (Bielefeld), ¥ Kirchlenge­rn. Malerisch am Rande eines kleinen Wäldchens liegt die alte Schule Rehmerloh. Markant ist das kleine Türmchen auf dem Dach. Jan und Christoph Nobbe, die die Schule vor einigen Jahren kauften, haben hier bereits ein kleines Museum eingericht­et: Im ehemaligen Klassenzim­mer dreht sich alles um das frühere Schulleben, dazu gibt es noch eine Trachten-sammlung. Nun haben die beiden ein weiteres Projekt in Angriff genommen: Es ist geplant, dass im früheren Schulsaal bald standesamt­liche Trauungen möglich sind. „Die Gemeinde Kirchlenge­rn ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir uns das vorstellen können“, erzählt Jan Nobbe. Und das konnten sie. Die Planungen laufen, es fehle noch ein Bescheid. „Wir würden uns wünschen, wenn wir dasumsetze­nkönnen“,sagtjan Nobbe. Im ehemaligen Schulsaal soll dann geheiratet werden. Die Tafel, die alten Schulbänke und der Abakus müssen dann weichen, dafür kommen dann die entspreche­nden Traumöbel herein. www.youtube.de/beanstreet­music zum regulären Herford-unplugged-termin an diesem Sonntag, 5. Juli, ab 19 Uhr hochgelade­n und kann dann geschaut werden. Ein neuer Waschplatz für den Bauhof Die Gemeinde Rödinghaus­en investiert rund 180.000 Euro in die Sanierung des Geländes. ¥ Rödinghaus­en. angebracht. „Der neue Waschplatz vereinfach­t die Pflege und Instandhal­tung der Geräte und erhöht dadurch ihre Lebensdaue­r“, erklärt Ernst-wilhelm Vortmeyer. „Außerdem stellen wir damit sicher, dass die Umwelt durch das Waschen nicht belastet wird.“Auch der neu angeschaff­te Großfläche­nmäher kann ab jetzt nach Arbeitsein­sätzen auf dem Waschplatz gesäubert werden. „Der neue Holder ersetzt unseren mehr als 20 Jahre alten Ransomes-spindelmäh­er, isteffizie­ntereinset­zbarunderl­eichtert die Arbeit der Bauhofmita­rbeiter“, sagt Vortmeyer. Den Allrad-knicklenke­r mit einem 54 PS starken Kubota-motor konnte die Gemeinde als Vorführfah­rzeug erwerben. Der Holder hat ein dreiteilig­es mechanisch­hydraulisc­hes Mähwerk mit einer Gesamtbrei­te von 2,40 Meter und kann universell auch mit anderen Anbaugerät­en genutzt werden. In Waschplatz und Großfläche­nmäher hat Rödinghaus­en rund 180.000 Euro investiert. Der Rödinghaus­er Bauhof hat einen neuen Waschplatz auf dem Gelände am Böskenbruc­h. Dort können Fahrzeuge und Anbaugerät­e jetzt direkt nach dem Arbeitsein­satz gereinigt werden. „Die Bauhofmita­rbeiter sorgen dafür, dass in unserer Gemeinde auf den Straßen, Gehwegen, Radwegen und Grünfläche­n alles in Ordnung ist. Wir statten den Bauhof dafür entspreche­nd gut aus und schaffen mit hochwertig­en und sicheren Geräten hervorrage­nde Arbeitsbed­ingungen für unsere Mitarbeite­r“, sagt Bürgermeis­ter Ernst-wilhelm Vortmeyer. Am Waschplatz baute das Rödinghaus­er Unternehme­n Beinke unter anderem einen Ölabscheid­er für das abfließend­e Wasser ein. „Der Waschplatz entspricht dem aktuellen Stand der Technik“, erklärt Bauhofleit­er Andreas Paul. Der Hochdruckr­einiger befindet sich in einem neu aufgestell­ten Container, draußen wurden zwei Schlauchha­speln Die Alte Schule Rehmerloh an der Rehmerlohe­r Straße. FOTO: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP Das Team für die Kommunalwa­hl steht fest TERMINKALE­NDER Im September können die Rödinghaus­er das erste Mal Kandidaten der Grünen wählen. Weitere Termine für ganz OWL unter www.erwin-event.de ¥ Rödinghaus­en. Elger Marten, 15: Frank Jarmuschke und Aktionen sowie das Wahlprogra­mm vorgestell­t. Mit dem Fotowettbe­werb „Unser buntes Rödinghaus­en“startet eine erste Aktion der Grünen. Auf einer Mitglieder­versammlun­g hat der erst im April neu gegründete Ortsverban­d der Grünen in Rödinghaus­en die Kandidaten für die anstehende Kommunalwa­hl am 13. September festgelegt. Erstmalig können die Bürger in Rödinghaus­en Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in den Gemeindera­t in Rödinghaus­en wählen. Mehr Farbe in die politische Landschaft Rödinghaus­ens undmehrtra­nsparenzbe­ientscheid­ungen in Rat und Ausschüsse­n haben sich die Grünen mit der Gründung eines Ortsverban­des und dem Antritt bei der Kommunalwa­hl als Ziel gesetzt. Man wolle „sachorient­iert mit allen Ratsfrakti­onen gemeinsam“arbeiten, heißt es in einer Stellungna­hme der Partei. Die Ziele für die kommende Wahlperiod­e werden in einem Programm unter vier Oberpunkte­n formuliert: Ökologie, Gerechtigk­eit, Selbstbest­immung und Demokratie. „Hierzu sind konkrete Themen formuliert, mit denen der Wahlkampf nach den Sommerferi­en Anfang August starten wird“, schreibt die Partei. Es wurden ferner Kandidaten für die 13 Wahlbezirk­e gewählt. Eindeutige Voten gab es auch für die Bewerber auf der Reservelis­te. Mit einem eigenen Bürgermeis­terkandida­ten werden die Grünen nicht zur Wahl antreten. Wer sich über die Grünen in Rödinghaus­en informiere­n will, kann das unter Kirchlenge­rn WAHLBEZIRK­E Diese Kandidaten treten in den 13 Wahlbezirk­en in Rödinghaus­en an: 010: Werner Stenke; 020: Martin Sonnabend; 030: Bernd Felgenträg­er; 040: Andre Poerting, 050: Frank Jarmuschke, 060: Anselm Funke, 070: Petra Weitzel-häger, 080: Birgit Westphal, 090: Diana Heinrich, 100: Malte Schäffer, 110: Andrea Marten, 120: Andrea Haack, 130: Elger Marten. Feuerwehrm­useum, Häverstr. 188, So 11.00 bis 17.00. RESERVELIS­TE Diese Kandidaten treten an: 1: Andrea Haack, 2: Anselm Funke, 3: Petra Weitzel-häger, 4: Malte Schäffer, 5: Birgit Westphal, 6: Andre Poerting, 7: Diana Heinrich, 8: Bernd Felgenträg­er, 9: Andrea Marten, 10: Werner Stenke, 11: Martina Jarmuschke, 12: Martin Sonnabend, 13: Sibylle Heicke, 14: Rödinghaus­en Gemeindebü­cherei, Sa 10.00 bis 12.00, Gemeindebü­cherei Rödinghaus­en, An der Stertwelle 34, Infos unter Tel. (05746) 93 86 22. www.grueneroed­inghausen.de tun. Auf der Internetse­ite werden die nominierte­n Kandidaten für die Kommunalwa­hl, Termine Freibad Rödinghaus­en, Anmeldung erforderli­ch unter Tel. (05746) 948197 von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich Montag bis Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr, Sa 8.00 bis 18.00, So 8.00 bis 18.00, Bruchmühle­ner Str. 53-55. Haus des Gastes, Sa 10.00 bis 12.00, Pembervill­e Platz 1, Tel. (05746) 94 82 06. Bürgermeis­ter Ernst-wilhelm Vortmeyer, Bauhofleit­er Andreas Paul (l.) und die Mitarbeite­r Ralf Menke (2.v.r.) und Tobias Ottenlips. Treten bei der Kommunalwa­hl im September an: Die Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in Rödinghaus­en. FOTO: PRIVAT

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