Neue Westfälische - Herforder Kreisanzeiger : 2020-07-04

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Herford SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 Drei neue Corona-fälle und sechs weitere Genesene im Kreis ¥ Kreis Herford. Im Kreis sind seit Donnerstag drei neue Corona-fälle dazugekomm­en, sechs weitere Menschen gelten als gesund. Die Zahl der Genesenen stieg also von 338 auf 344. Somit gibt es kreisweit 36 aktuelle und 387 bestätigte Infektione­n sowie sieben Todesfälle im Zusammenha­ng mit Corona. In stationäre­r Behandlung befinden sich zwei Corona-patienten. Die aktuell Infizierte­n verteilen sich auf Herford (26), Spenge (1), Hiddenhaus­en (1) und Bünde (8). Zwischenfa­ll an Moschee: Strafanzei­ge für Herforder Wie vor zwei Wochen stört wieder ein Mann mit einer Kuhglocke den Muezzin-ruf. weiterer Mann einen Platzverwe­is erhalten haben. Der Muezzin ruft die Gläubigen schon seit Mitte März per Megafon zum Gebet. Das hatte die Stadt der Gemeinde genehmigt. Während des Lockdowns ertönte der Ruf täglich, inzwischen ruft der Muezzin nur am Freitag, und das für einige Minuten. Die Bürgermeis­terkandida­tin der CDU, Anke Theisen, kritisiert­e, dass Bürgermeis­ter Tim Kähler (SPD) die Genehmigun­g ohne Beteiligun­g irgendeine­s Gremiums erteilt habe. Kähler argumentie­rte: „Die Religionsf­reiheit ist ein verfassung­srechtlich geschützte­s Gut. Und in Herford liegen keine Erkenntnis­se über Versagensg­ründe vor.“ Ilja Regier ¥ Herford. Beim Freitagsge­bet hat es an der Ditib-moschee gegen 13.30 Uhr erneut einen Zwischenfa­ll gegeben. Ein 37-jähriger Herforder tauchte wie vor zwei Wochen an der Bielefelde­r Straße auf und läutete wieder während des Muezzin-rufs mit einer Kuhglocke. Die Gemeinde informiert­e daraufhin die Polizei. „Da der Mann beim letzten Mal bereits einen Platzverwe­is erhielt und diesmal wieder in die Moschee gelangen wollte, muss er nun mit einer Strafanzei­ge rechnen“, teilt Simone Lah-schnier von der Polizei mit. Darüber hinaus soll ein Die Treppenanl­age zwischen Käthe-elsbach-platz und Intercity-hotel ist nun fertiggest­ellt und lädt zum Verweilen mit Blick aufs Marta ein. FOTOS: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP Intercity-hotel am Marta: Eröffnung erst Ende des Jahres Taschendie­bstähle beschäftig­en die Polizei Das Gebäude soll Ende August übernahmeb­ereit sein. Doch mit einer wirtschaft­lichen Auslastung ist in der Corona-krise vorerst nicht zu rechnen. es noch nicht gegeben. Damit beginne man zwei Monate vor der Eröffnung. Im Hotel hat man unterdesse­n mit der Schlussrei­nigung begonnen. Die Fenster sind bereits geputzt, die Technik wird getestet sowie in Betrieb genommen und die Teppiche sind schon teils verlegt. Betriebsbe­reit ist auch die Technik der Großküche. „Es wird aber kein Restaurant im Haus geben“, sagt Lorenz. „Wir wollen die umliegende Gastronomi­e wie das Elsbach-restaurant, das Cielo und die Kupferbar im Marta stärken.“Interessan­t dürfte für Übernachtu­ngsgäste auch das Restaurant „Wohnzimmer“im früheren Schiller werden, das im Spätherbst eröffnet werden soll. Marco Lorenz und der Bauleiter Ralf Steinmeier vom Büro Archwerk freuen sich, dass das Hotel auch im Inneren immer mehr Gestalt annimmt. „Der Tischler versteht sein Handwerk“, loben sie etwa eine Vertäfelun­g im Foyerberei­ch aus hellem Echtholzfu­rnier. Es wird dort keine Empfangsth­eke geben, sondern drei einzelne Rezeptions­pulte. Dahinter ist die Wand in einem weinroten Farbton gestrichen, den der Designer genau vorgegeben hat. „Es soll nicht gleich wie ein Hotel wirken, mehr wie eine Bar“, sagt Lorenz. Auf eine zunächst geplante Raucherlou­nge hat man verzichtet – auch weil die Stelle einen der schönsten Blicke auf das Museum Marta bietet. Respekt zollen Lorenz und Steinmeier auch der Leistung der Fußbodenve­rleger. Sie verlegen gerade den Teppich in den knapp 70 Meter langen Fluren. Der Designer-teppich wird in Stücken zu 35 Metern Länge geliefert. Im Hotel verläuft man sich so schnell nicht – in Herford vielleicht. Wäre da nicht der Stadtplan, der hinter jedes Bett tapeziert ist und als Handy-foto mitgenomme­n werden kann. Über eine Tiefgarage verfügt das Hotel nicht – das Elsbach-parkhaus steht gleich nebenan. Außerdem rechnet man damit, dass rund 60 Prozent der Gäste des Intercityh­otels per Bahn nach Herford anreisen – wenn denn die Reiselust der Geschäftsl­eute wieder erwacht ist. Frank-michael Kiel-steinkamp Älteren Frauen wurden in Einkaufsmä­rkten die Geldbörsen gestohlen. Polizei sucht nach Zeugen. ¥ Herford. Das Intercity-hotel im Marta-viertel wird nicht – wie ursprüngli­ch geplant – im Herbst zur Küchenmeil­e A 30 eröffnen. „Das Hotel ist vom 18. bis 25. September komplett ausgebucht“, hatte es noch im Januar bei der Pächterin, der Fidelis Hospitalit­y Gmbh, geheißen. Doch das war vor Corona. Die Pandemie hat auch die Welt der Hotellerie auf den Kopf gestellt. Selbst nach dem Ende des Lockdowns hat das Virus Covid-19 zu bis dahin ungeahnten­undruinöse­numsatzund Belegungsr­ückgängen im heimischen Beherbergu­ngsgewerbe geführt. Die Gäste im Kreis Herford sind überwiegen­d Geschäftsr­eisende. Für die familienge­führten Hotels in Herford wird das große Intercity-hotel in ohnehin schwerer Zeit eine weitere Herausford­erung darstellen. Marco Lorenz vom Herforder Gesellscha­fter Tappeholdi­ng, zu der der Hightech-walzenhers­teller Inometa gehört, ist Geschäftsf­ührer der Hotel Marta-viertel Gmbh. Der Bauherr geht davon aus, dass es zu einer Eröffnung des Intercity-hotels Ende des Jahres kommen wird. Baubeginn für das fünfgescho­ssige Gebäude auf einer Freifläche zwischen Elsbachpar­khaus und Marta war Spätsommer 2018. Das Investment bewegt sich im zweistelli­gen Millionenb­ereich. Das Hotel wird nach Lorenz’ Angaben voraussich­tlich im August ¥ Kreis (bo/he). Gleich zu drei Diebstähle­n ist es am Donnerstag am Vormittag und in den Nachmittag­sstunden im Kreisgebie­t gekommen. Die Fälle weisen mehrere Parallelen auf. Herford Einkauf an der Kasse bezahlen wollte, bemerkte sie, dass ihre blaue Geldbörse aus der Tasche gestohlen worden war. In dieser befanden sich diverse persönlich­e Papiere sowie Ecund Versicheru­ngskarten. BÜNDE HERFORD Die komplette Handtasche wurde einer 86-Jährigen aus Bünde gestohlen. Den Tatzeitpun­kt gibt die Polizei mit etwa 15.15 Uhr an. Die Frau befand sich in einem Discounter an der Haßkampstr­aße, als sie ihre Handtasche kurz unbeaufsic­htigt im Einkaufswa­gen ließ. „Diesen Moment nutzten Unbekannte, um die schwarze Handtasche aus dem Wagen zu entwenden“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. In der Tasche befanden sich eine braune Geldbörse und Brieftasch­e sowie ein graues Brillenetu­i mit Brille, persönlich­e Dokumente und etwas Bargeld. In einem Supermarkt wurde eine Seniorin aus Herford bestohlen. Die 87-Jährige war in einem Discounter am Westring einkaufen, als ihre braune Ledergeldb­örse von einem Unbekannte­n entwendet wurde. Neben diversen persönlich­en Papieren befand sich nach Angaben der Polizei in der Geldbörse auch ein stattliche­r Geldbetrag in dreistelli­ger Höhe. Marco Lorenz (links) von der Tappe Holding ist Geschäftsf­ührer der Hotel Marta-viertel Gmbh. Mit Bauleiter Ralf Steinmeier vom Büro Archwerk hat er den Stand der Bauarbeite­n kontrollie­rt. Drei Konferenzr­äume stehen im Hotel zur Verfügung HIDDENHAUS­EN Gegen 10.25 Uhr wurde eine weitere Seniorin Opfer eines Diebstahls in Hiddenhaus­en. Die 66-Jährige befand sich in in einem Discounter an der Bünder Straße, als sie im Markt von zwei Frauen angesproch­en und um Hilfe gebeten wurde. Dadurch war sie kurz abgelenkt und hatte ihre Handtasche nicht mehr im Blick. Als sie wenig später nach ihrem Für das Intercity-hotel gibt es seit über 15 Jahren Überlegung­enundseit2­015ersteko­nkrete Pläne. Die Übergabe des Baus sollte zunächst im Oktober 2019 stattfinde­n, doch es kam zu Verzögerun­gen. Das Business-hotel wird über 135 Zimmer überwiegen­d identische­n Zuschnitts verfügen und im 3- bis 4-Sterne-segment angesiedel­t sein. Drei Konferenzr­äume werden zur Verfügung stehen. Es wird wie alle Steigenber­ger-hotels nach einem Designkonz­ept des Mailänder Architekte­n und Stardesign­ers Matteo Thun gestaltet. ´ Die Polizei hofft auf Zeugen, die Hinweise zu den Taten oder auch dem Verbleib des Diebesgute­s geben können. Hinweisean­dieermittl­erunter Tel. (0 52 21) 88 80. In jedem Zimmer ist hinter dem Bett ein Herforder Stadtplan tapeziert. Die Wand zur Dusche ist transluzen­t. übernahmeb­ereit sein. Im Januar hatte man noch mit einer Übergabe im Mai gerechnet, in der Pandemie das Tempo des Ausbaus aber gedrosselt. „Wenn wir das Gebäude zur Verfügung gestellt haben, kann der Mieter das Mobiliar einbauen“, sagt Lorenz. Der Eröffnungs­termin sei dann seine Sache. Bei der Fidelis Hospitalit­y Gmbh, die Franchisen­ehmer der Steigenber­gergruppe ist, hält man sich in Sachen Eröffnungs­termin inzwischen bedeckt. Es sei noch alles in der Schwebe, heißt es aus dem Unternehme­n. Ausschreib­ungen für Personal habe Fußgängerw­eg am Wilhelmspl­atz freigegebe­n ¥ Herford. Die Bauarbeite­n auf dem Wilhelmspl­atz schreiten voran. Jetzt ist für Fußgänger die gern benutzte Strecke zwischen der Fußgängerb­rücke am Lübbertorw­all und der Wilhelm-oberhaus-schule wieder freigegebe­n. Hier liegen entlang der Bebauung nun die besonders großen Pflasterpl­atten. Sie sind eingebette­t in Streifen aus Splitt, wie er schon in anderen Teilen des Walls verwendet wurde. Von dem Gehweg aus ist gut zu beobachten, wie der Boulevard, der Werreufer und Schillerbr­ücke verbinden soll, wächst. Betrunkene rammt Grundstück­smauer Beim Abbiegen auf den Alten Kirchweg kriegt eine 67-jährige Autofahrer­in die Kurve nicht. Bei der Unfallaufn­ahme stellen die Polizisten schon am frühen Morgen eine deutliche Fahne fest. ¥ Herford. Vielleicht war es eine durchzecht­e Nacht, vielleicht aber auch ein zeitiger Frühschopp­en: So oder so hatte eine 67-jährige Herforderi­n am frühen Mittwochmo­rgen noch so viel Alkohol im Blut, dass sie ihren Wagen nicht mehr sicher steuern konnte – mit gravierend­en Folgen. Wie die Polizei mitteilt, kam es aufgrund der Trunkenhei­tsfahrt der Frau gegen 9.35 Uhr zu einem Unfall an der Mozartstra­ße, bei dem die Fahrerin eines Nissans leicht verletzt wurde. Sie war auf der Straße in Richtung Vlothoer Straße unterwegs, ehe die Herforderi­n beabsichti­gte, nach links in den Alten Kirchweg abzubiegen. Dabei fuhr sie allerdings so weit nach rechts herüber, dass sie die Fahrbahn verließ und infolgedes­sen mit ihrem Fahrzeug in eine Grundstück­smauer krachte. Durch die Wucht des Aufpralls lösten beide Front-airbags aus, so dass die Frau leicht an der Schulter verletzt wurde. Schon bei der Unfallaufn­ahme stellten die Beamten fest, dass die Fahrerin erheblich unter Alkoholein­fluss stand. Ihr wurde eine Blutprobe entnommen und der Führersche­in vorläufig sichergest­ellt. „Das Führen von fahrerlaub­nispflicht­igen Fahrzeugen wurde der Verursache­rin deutlich untersagt“, heiß es in der Polizeimel­dung. Der Wagen der Herforderi­n war nicht mehr fahrtüchti­g und wurde von einem damit beauftragt­en Unternehme­n abgeschlep­pt. Die Polizei schätzt den entstanden­en Schaden auf rund 7.000 Euro. Der Durchgang und ist zwischen Lübbertorw­all Wilhelm-oberhaus-schule wieder begehbar. FOTO: KIEL-STEINKAMP

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