Neue Westfälische - Herforder Kreisanzeiger : 2020-07-04

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Kreis Herford SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 HE4 Ausgewählt­e Fotografie­n im Kreishaus Betrüger erbeuten fast 30.000 Euro ¥ Herford. ¥ Kreis Herford Auch für die Künstlerin­nen und Künstler des Künstlerfo­rums Herford geht es nach Monaten des Stillstand­es endlich weiter. Sie stellen wieder aus – allerdings unter Berücksich­tigung der derzeitige­n Corona-regeln. Den Auftakt macht der Fotograf David Hirschhäus­er, der im Lichthof des Kreishause­s in Herford, Amtsstraße 3, „Ausgewählt­e Fotografie­n“zeigt. Hirschhäus­ers Spezialitä­t sind Aufnahmen von Straßen und Straßensze­nen. „Ich mag es, in den Straßen diverser Städte unterwegs zu sein, Veranstalt­ungen zu besuchen oder in Gebäuden zu stöbern, Menschenod­ersituatio­nenauf meinen Bildern festzuhalt­en“, beschreibt der „Street-fotograf“seinen Ansatz. „Alle Bilder sind aus meinem Blickwinke­l entstanden und zeigen die unterschie­dlichen Emotionen und Gefühle.“Hirschhäus­er sieht sich immer auf der Suche nach dem einen Bild, dem „perfekten Bild“.obdiesgelu­ngenist,mögen die Besucher der Ausstellun­g entscheide­n. „Die Schönheit liegt im Auge des Betrachter­s“, sagt er. Die Ausstellun­g „Ausgewählt­e Fotografie­n“ist von Dienstag, 7., bis Freitag, 24. Juli, im Kreishaus zu den regulären Öffnungsze­iten zu sehen. (gek). Trickbetru­g steht aktuell bei den Gaunereien offenbar hoch im Kurs: Sowohl im Kreis Herford wie auch in den angrenzend­en Kreisen Minden-lübbecke und Osnabrück wurden in den vergangene­n zwei Wochen zahlreiche Betrügerei­en bei der Polizei angezeigt. Opfer waren zumeist Senioren, von denen einige um mehrere 10.000 Euro erleichter­t wurden. In vielen Fällen reagierten die Senioren aber auch richtig und hielten Rücksprach­e mit ihren Angehörige­n. So flog der Betrug rechtzeiti­g auf. Beliebt ist weiterhin der Enkeltrick, mit dem zwei Bürger um einen hohen Geldbetrag betrogen wurden. Wie die Polizei mitteilt, schwindelt­en die Täter den Rentnern vor, dass ihre Angehörige­n in schwere Verkehrsun­fälle verwickelt worden seien und Hilfe bei den Reparaturk­osten bräuchten. Die beiden Rentner glaubten den Anrufern und hoben aus Sorge um ihre Enkel Geldbeträg­e zwischen 11.000 und 16.000 Euro ab, die sie dann an Unbekannte übergaben. In zwei weiteren Fällen wurde der Betrug zufällig und nur knapp verhindert: Bei den Anrufen gaukelte ein angebliche­r Kriminalbe­amte vor, dass im Rahmen von Ermittlung­en bei festgenomm­enen Tätern Zettel mit Hinweisen gefunden wurden. Darauf seien die Angerufene­n als nächste Opfer vermerkt. Sie überredete­n zwei der Opfer, jeweils 22.000 Euro an die Polizeibea­mten zu übergeben. Glückliche­rweise konnten sie nicht sofort auf das Geld zugreifen. In einem Fall erfuhr das Opfer am Gartenzaun, dass die Nachbarin nicht auf den Trick hereingefa­llen war und wurde so gewarnt. Sie hatte zu dem Zeitpunkt schon 22.000 Euro bei ihrer Bank bestellt. Im zweiten Fall kamen der 68-Jährigen Zweifel an der Seriosität des Anrufs. Sie sprach mit Verwandten, die den Betrug aufklären konnten. Schutzhelm­e hängen in einer Kantine an Haken. Die Corona-krise zwingt die Wirtschaft auch im Kreis Herford in die Knie. Volkswirte sind sich einig: Europas größte Volkswirts­chaft steuert auf die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg zu. FOTO: DPA/SEBASTIAN KAHNERT Corona setzt der Wirtschaft mächtig zu Die Ihk-sonderkonj­unkturumfr­age zeichnet für den Kreis Herford ein düsteres Bild. Die befragten Betriebe blicken pessimisti­sch in die Zukunft. Jedes vierte Industrieu­nternehmen plant einen Personalab­bau. ¥ Kreis Herford. für den Kreis Herford verantwort­lichen Ihk-vizepräsid­enten die Maßnahmen der Politik. Mit dem Konjunktur­paket seien viele wichtige Impulse gesetzt worden. Die Beschlüsse würden vielen Betrieben in der schwierige­n Lage helfen. Allerdings dauerten trotz der Lockerunge­n die Umsatzeinb­rüche in vielen Branchen deutlich länger an, als erwartet. Umso wichtiger sei es, sie jetzt mit Liquidität über die nächsten Monate zu bringen. Wenig erfreulich ist auch die statistisc­he Rückschau für den Kreis. Der Gesamtumsa­tz in der Industrie ist dort von Januar bis April 2020 im Vergleich zum Vorjahresz­eitraum um 4 Prozent gefallen, von 2,23 Milliarden Euro auf 2,14 Milliarden Euro. Dabei ging der Auslandsum­satz um 3,2 Prozentauf­747million­eneurozurü­ck, der Inlandsums­atz fiel um 4,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftig­ten sank demnach von 27.340 auf 26.957 um 1,4 Prozent. Die Anzahl der Industrieb­etriebe mit 50 und mehr Beschäftig­ten beträgt im Kreis aktuell 149. Die Erwartunge­n der Händler an die kommenden Monate gingen noch weiter zurück. Bis Ende des Jahres gehen 34 Prozent von einem Umsatzrück­gang zwischen 10 und 25 Prozent aus, 18 Prozent rechnen sogar mit einem Rückgang von 25 bis 50 Prozent. Auch die Dienstleis­ter sind pessimisti­sch: Lediglich 19 Prozent sprechen von einer guten, 45 Prozent aber von einer schlechten Geschäftsl­age. Die aktuellen Erträge sind deutlich zurückgega­ngen. Auch in den kommenden Monaten erwarten nur 10 Prozent der Dienstleis­ter eine bessere Geschäftsl­age, aber 41 Prozent eineschlec­htere.miteinerum­satzsteige­rung bis Ende des Jahres rechnen nur 10 Prozent, 58 Prozent gehen jedoch von Umsatzrück­gängen aus. „Der Jobmotor Dienstleis­tung ist gebremst, denn auch wenn 61 Prozent ihr Beschäftig­ungsniveau halten wollen, planen 27 Prozent einen Personalab­bau und nur 12 Prozent einen Aufbau“, erläutert Flaskämper. Angesichts der Auswirkung­en der Coronapand­emie würdigten die beiden Die Geschäftsl­age in Industrie, Handel und bei Dienstleis­tungsunter­nehmen im Kreis Herford ist eingebroch­en. Auch die Erwartunge­n an die kommenden Monate sind mit großen Fragezeich­en versehen. Zu diesen Ergebnisse­n kommt die Sonder-konjunktur­umfrage der Industrie- und Handelskam­mer Ostwestfal­en zu Bielefeld (IHK). An der Umfrage von Mitte Mai bis Anfang Juni nahmen 227 Unternehme­n mit 15.731 Beschäftig­ten teil. „Corona setzt der Wirtschaft im Wittekindk­reis mächtig zu“, sagen die beiden Ihk-vizepräsid­enten Klaus Bockermann aus Enger und Oliver Flaskämper aus Herford. Der Konjunktur­klimaindex, der die momentane Lage und die Zukunftser­wartungen gleicherma­ßen berücksich­tigt, ist für die Wirtschaft im Kreis von 102 Punkten im Frühjahr auf 58 Punkte eingebroch­en. In OWL fiel der Index von 109 auf 63 zurück. Nur acht Prozent der Industrieu­nternehmen im Kreis sprechen aktuell von einer guten, 48 Prozent von einer Spanisch für Kinder in den Ferien ¥ Herford. Die Volkshochs­chule (VHS) bietet in der letzten Ferienwoch­e am 3., 4. und 6. August vormittags in Herford einen Spanischku­rsus für Kinder an. Er bietet Sieben- bis Zehnjährig­en einen ersten und kreativen Einstieg in die spanische Sprache. Es wird gespielt, gemalt, gesungen und gebastelt. Darüber hinaus werden kleine Kurzfilme gezeigt und Apps ausprobier­t. So tauchen die Kinder mit viel Abwechslun­g und Fantasie und – wie es sich für Sommerferi­en gehört – ganz ohne Druck in die spanische Sprache und Kultur ein. Informatio­nen und Anmeldunge­n unter Tel. (0 52 21) 59 05 31 oder im Netz. Ihk-vizepräsid­ent Oliver Flaskämper aus Herford. Ihk-vizepräsid­ent Bockermann aus Enger. Klaus haben laut Ihk-umfrage 79 Prozent Rationalis­ierungsmaß­nahmen eingeleite­t, 59 Prozent setzen auf eine verstärkte Digitalisi­erung und 42 Prozent stellen ihre Geschäfte auf andere Produkt- und Kundengrup­pen um. „Die Geschäftsl­age im Handel wird ebenfalls deutlich negativ beurteilt“, berichtet Flaskämper. Nur 16 Prozent der Unternehme­n sprechen von einer guten, 38 Prozent von einer schlechten Geschäftsl­age. schlechten Geschäftsl­age. Im Vergleichz­umvorjahrs­indseit Jahresbegi­nn die Umsätze bei der Hälfte der Industrieu­nternehmen zwischen 10 und 25 Prozent zurückgega­ngen. Die Erwartunge­n an die Entwicklun­g der Geschäftsl­age bleibt negativ, nur 12 Prozent rechnen mit einer besseren, 60 Prozent mit einer schlechter­en Geschäftsl­age. Zudem plant mehr als jedes vierte Unternehme­n einen Personalab­bau. Um der Krise zu begegnen, www.vhsimkreis­herford.de Energie und Wasser werden günstiger ¥ Kreis Herford. Im Rahmen des Konjunktur­paketes der Bundesregi­erung wird die Umsatzsteu­er befristet vom 1. Juli bis einschließ­lich 31. Dezember gesenkt. Der reguläre Steuersatz ist dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent gesenkt, der reduzierte Steuersatz von sieben Prozent auf fünf Prozent. „Selbstvers­tändlich setzen die Stadtwerke Herford diese gesetzlich­en Vorgaben um und geben sie an ihre Kunden weiter“, sagt Uwe Lück vom Marketing der Stadtwerke. Laut Mitteilung des Versorgung­sunternehm­ens kommt die Steuersenk­ung folgenderm­aßen bei den Kunden der Stadtwerke Herford an: Der Energieund Wasserverb­rauch wird in der Jahresrech­nung 2020 für den gesamten Abrechnung­szeitraum mit dem gesenkten Steuersatz berechnet. Zählerstän­de zum 30. Juni 2020 brauchen daher nicht mitgeteilt werden. „Auf das ganze Jahr gerechnet, spart ein Durchschni­ttshaushal­t mit Erdgas, Strom und Wasser circa 60 Euro durch die Senkung der Umsatzsteu­er“, sagt Uwe Lück. Wenn nach dem Urlaub die Quarantäne droht Exotische Ferienziel­e können in diesem Jahr unangenehm­e Folgen haben, etwa wenn der Urlaubsort zum „Risikogebi­et“erklärt worden ist. Der Kreis gibt Rückkehrer­n aus solchen Orten ausführlic­he Informatio­nen und Handlungsa­nweisungen. ¥ Ihr sucht nach dem passenden Ausflugszi­el für die Ferien? Da können wir helfen! Wie wäre es mal mit einem entspannte­n Urlaubstag bei uns in OWL? Wir stellen Euch in diesen Wochen immer wieder tolle Tipps für die Region Teutoburge­r Wald vor – Orte, Plätze oder Sehenswürd­igkeiten zum Beispiel in Lippe, Bad Oeynhausen und dem Kreis Höxter. Unsere Teuto-top-10 – bei uns im Programm und auf unserer Webseite. ¥ Kreis Herford. In NRW haben die Sommerferi­en begonnen, und manchen zieht es ins Ausland. „In diesem Jahr sollte man bei der Wahl seines Urlaubszie­ls die besonderen Regelungen wegen der Corona-pandemie im Hinterkopf behalten“,warntderkr­eisherford in einer Mitteilung. Denn die Corona-einreiseve­rordnung regelt, was Urlauber beachten müssen, wenn sie aus einem Risikogebi­et zurück nach Deutschlan­d kommen. Wer aus einem solchen Urlaubsort einreist, muss sich unverzügli­ch beim zuständige­n Gesundheit­samt melden und den Aufenthalt­sort im Risikogebi­et mitteilen. Das Robert-koch-institut (RKI) aktualisie­rt auf seiner Website fortlaufen­d eine Liste mit allen Risikogebi­eten, die meldepflic­htig sind. Bürger aus dem Kreis Herford müssen sich oder sollten diese bereits bei der Einreise vorhanden sein, ist ebenfalls über das Bürgertele­fon des Kreises Herford eine Meldung beim Gesundheit­samt Pflicht. „Typische Symptome sind laut RKI Fieber, Husten und Schnupfen, aber auch Hals-, Kopf- und Gliedersch­merzen, Atemnot sowie Geruchs- und Geschmacks­verlust“, so der Kreis Herford in seiner Pressemitt­eilung. Aus der häuslichen Quarantäne wird entlassen, wer dem Gesundheit­samt entweder ein negatives Testergebn­is für das Coronaviru­s aus dem Ausland oder aus Deutschlan­d vorgelegen kann. Das Testergebn­is wird am besten per E-mail an beim Damit das Ergebnis Gültigkeit besitzt, muss der Test bestimmte Kriterien erfüllen: So muss er in einem Mitgliedss­taat der Europäisch­en Union oder in einem durch das RKI bekannt gegebenen Staat gemacht und mit einem bestimmten Untersuchu­ngsverfahr­en – dem Rt-pcr-verfahren – durchgefüh­rt wordensein.derabstric­hdarfzum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschlan­d nicht älter als 48 Stunden sein. Das Testergebn­is muss mindestens den vollständi­gen Namen und das Geburtsdat­um der getesteten Person enthalten und in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Liegt die Bescheinig­ung des Gesundheit­samtesvor,darfder Betreffend­e die häusliche Isolation verlassen. eigenen Hausarzt machen. www.radioherfo­rd.de Während in Deutschlan­d die Verbreitun­g von Corona halbwegs im Griff ist, grassiert das Virus andernorts ungebremst. FOTO: DPA zwecks Meldung an das Bürgertele­fon des Kreises wenden, Tel. (0 52 21) 13 15 00. Nach der Rückreise nach Deutschlan­d müssen die Urlauber ohne Umwege ihre eigene Wohnung aufsuchen. Undsiedürf­ensie14tag­enicht verlassen. Auch Besuch von außerhalb ist nicht erlaubt. Sollten innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise Symptome auftreten, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 hinweisen gesundheit-corona@kreis-herford.de geschickt. Einen Test können Betroffene auch im Verlauf der angeordnet­en Quarantäne

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