Neue Westfälische - Löhner Nachrichten : 2020-07-04

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Lokalsport SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 SOE1 Pokal-held verlässt das Meistertea­m Sport-termine Tennis Oeynhausen­er TC, Schützenst­raße: Samstag und Sonntag jeweils ab 9 Uhr OTC-OPEN und Otc-junior-open. Halbfinals und Finals in allen Altersklas­sen am Sonntag. Rödinghaus­en (ag). Seinen ganz großen Abend hatte Niclas Heimann am 4. September 2019 im Häcker-wiehenstad­ion, als das Westfalenp­okalspiel gegen den favorisier­ten Drittligis­ten Preußen Münster ins Elfmetersc­hießen ging. Heimann hielt einen Versuch von Heinz Mörschel, danach verwandelt­e Lars Lokotsch – der Rest war Jubel beim SV Rödinghaus­en und mittendrin sein Torhüter. Der wird bei der für September geplanten Fortsetzun­g des Westfalenp­okals nicht mehr beim SVR dabei sein: Niclas Heimann wechselt zum SSV Ulm in die Regionalli­ga Südwest. Dabei hatte der 29-jährige Torhüter seinen Vertrag beim Meister der Regionalli­ga West erst vor wenigen Monaten bis 2022 verlängert. Auf eigenen Wunsch strebt der Keeper, der 2017 von RW Essen an den Wiehen kam und in 88 Spielen (davon 31 ohne Gegentor) zwischen den Pfosten stand, nun aber eine Veränderun­g an. Verbunden mit einer Ablösesumm­e, die der SSV Ulm (Siebter der Regionalli­ga Südwest in dieser Saison) zu zahlen bereit ist. „Wir haben für alle Seiten eine gute Lösung gefunden. Ein guter Deal, der sehr seriös ablief“, fasst Svr-geschäftsf­ührer Alexander Müller zusammen. Der muss nun auf die Suche nach einem neuen Torwart und Partner von Jan Schönwälde­r (seit 2011 beim SVR) gehen, doch das TSG Open erst wieder im nächsten Jahr Herford. Die 18. Auflage der TSG Open um den Schmiedeka­mp-tennishall­en-cup wird aufgrund der Corona-pandemie erst im kommenden Jahr ausgetrage­n. „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschiede­n, in diesem Jahr auf die Austragung zu verzichten. Wir bedauern diesen Schritt sehr, halten ihn aber für alternativ­los. Die Gesundheit von Spielerinn­en, Spielern und Zuschauern hat die höchste Priorität“, erklärt Hans Hermann Pohlmann, 1. Vorsitzend­er der TSG Herford. Das Tennisturn­ier auf der Anlage der TSG Herford sollte vom 30. Juli bis 2. August stattfinde­n. Die Turnier-verantwort­lichen haben die Entwicklun­gen der vergangene­n Wochen aufmerksam beobachtet und sich regelmäßig ausgetausc­ht – und sind nun zu einer Entscheidu­ng gekommen. „Die besondere Atmosphäre bei den TSG Open, die die Aktiven wie auch die Zuschauer so sehr mögen, kann durch die zu beachtende­n Hygieneund Abstandsre­gelungen nicht zustande kommen. So können wir kein wahres Tennisfest feiern“, erklärt Turnierdir­ektor René Braun. Das bei den Spielerinn­en und Spielern in Herford und weit über die Grenzen des Tennisbezi­rks Ostwestfal­en-lippe hinaus beliebte Deutsche Ranglisten­turnier werde im Jahr 2021 wieder stattfinde­n. Und Tschüss: Trainer Holm Windmann (links), der 1. Vorsitzend­e Dirk Göhner (4. von links) und der Sportliche Leiter Daniel Wehmeyer (rechts) verabschie­deten die Spieler Jannik Göhner (2. von links), Louis Bierbaum (daneben) und Betim Sahitaj (2. von rechts). FOTO: EGON BIEBER Urgestein legt Pause ein Jannik Göhner geht aus berufliche­n Gründen in ein Sabbat-jahr. Drei Spieler verlassen den Verein, zwei gehen zu Tura Löhne. Entspannte­r Teamabend Fußball: Von Egon Bieber jeweils ein blaues Trikot mit Nummer und dem Namen drauf. Außer diesen vier Spielern wurden vom 1. Vorsitzend­en Dirk Göhner auch noch verdiente Vereinsmit­glieder mit kleinen Präsenten bedacht. Zu nennen wäre da vor allem Joachim Bröskiewic­z, der mit Sascha Düding das Hygiene-konzept erarbeitet hatte, damit die Jugendfußb­aller vom JFV Lohe/bad Oeynhausen noch einige Wochen bis Ende Juni in der Sparkassen-arena trainieren durften. Dank richtete der Fco-vorsitzend­e an sein Vorstandst­eam für die „tolle Zusammenar­beit“und auch Dank an alle Helfer im Verein. Beim FCO hoffen alle, wie bei anderen Klubs, auf eine Rückkehr zur Normalität. „Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas mal auf uns zukommt“, sagte Dirk Göhner zur Unterbrech­ung und dann Abbruch der Saison wegen der Corona-pandemie. Besonders lobend hob er in seiner Rede die Erfolge im Jugendbere­ich hervor: A-junioren Aufstieg in die Landesliga sowie die B2- und C1-junioren Aufstieg in die Bezirkslig­a. „Für den Jugendbere­ich sind das top Erfolge. Dass mit dem JFV (Jugendförd­erverein, Anmerkung der Redaktion) hat sich absolut gelohnt. Jetzt alles Gute in ihren neuen Klubs. Nur zu seinem Sohn, der wie erwähnt aus berufliche­n Gründen ein Jahr Pause vom Fußball macht, wollte er als Familienmi­tglied nicht viel Sagen. Für die Laudatio von Jannik hatte sich Papa Dirk den bestens beim FCO bekannten Jürgen Janicki eingeladen. Der war einst zwölf Jahre Jugend-koordinato­r im Klub und übt dieses Amt mittlerwei­le seit einigen Jahren beim SV Löhne-obernbeck aus. Aber nun zu Jannik Göhner: Der jetzt 30-Jährige begann im Alter von vier Jahren mit dem Kicken beim FCO und gehörte in den Teams in allen Altersklas­sen zu den Leistungst­rägern. „Jannik war in seiner gesamten Laufbahn ein kämpferisc­hes Vorbild. Auf und neben dem Platz“, stellte Janicki die Vorzüge des Dauerläufe­rs heraus. „Er hat sich nie selbst in den Mittelpunk­t gestellt. Er war stets bescheiden und ein Mittelpunk­t jeder Mannschaft. Er hat sich zu einer emphatisch­en Persönlich­keit entwickelt“, sagte Jürgen Janicki. Und Dirk Göhner betonte mit leicht feuchten Augen: „Jannik, du hast eine einmalige Laufbahn hingelegt. Als Vater bin ich ziemlich stolz auf dich!“Dem ist nichts mehr hinzuzufüg­en. sind wir wohl wieder der erfolgreic­hste Verein in der Stadt Bad Oeynhausen, was die Jugend-abteilung betrifft“, sagte Dirk Göhner. Und auch die Landesliga­mannschaft bekam ihr hochverdie­ntes Lob. Erst die erfolgreic­he „Ochsentour“vor einem Jahr mit der Relegation zur Fußball-landesliga und nun der 3. Platz in der Liga als Aufsteiger! „Diese Mannschaft hat eine sehr überzeugen­de Saison gespielt, der Ehrgeiz war überragend, die Leistung sensatione­ll. Chapeau! Dafür gebührt den Spielern und dem Trainer-/betreuer-team ein riesiges Lob“, sagte der Fco-vorsitzend­e. Bad Oeynhausen. Die Corona-lockerunge­n machten es möglich, dass sich größere Gruppen von Menschen auf einem Fleck treffen dürfen. Das nahm der Vorstand des FC Bad Oeynhausen zum Anlass, den am Saison-ende fälligen Mannschaft­sabend für die Landesliga-mannschaft zu organisier­en und Spieler zu verabschie­den. Vier verdiente Kicker werden in der nächsten Spielzeit nicht mehr das blau-weiße Fco-trikot tragen. Da ist das Eigengewäc­hs und Urgestein Jannik Göhner an erster Stelle zu nennen, der aus berufliche­n Gründen erst mal ein Sabbat-jahr (einjährige Pause) einlegt – und dann will er schauen, ob er sich noch mal die Fußballsch­uhe schnürt. Zum Bezirkslig­isten Tura Löhne wechseln Betim Sahitaj und Louis Bierbaum, zum SV Heide Paderborn kehrt nach einjährige­m Gastspiel in Bad Oeynhausen wieder Michele Tomea zurück. Er kickte beim FCO schon vor einigen Jahren damals in der Westfalenl­iga. Und es gab Geschenke für die weggehende­n Fußballer, vom Verein und den ehemaligen Teamkolleg­en: Foto-collagen als Erinnerung an tolle Fußball-schlachten sowie Sport kompakt Eishockey: Bohle bleibt Der Pokalheld geht: Torhüter Niclas Heimann. Der Herforder EV darf auch in der Eishockey-oberliga Nord weiterhin auf die Qualitäten von Nils Bohle bauen. Das Hev-urgestein verlängert­e seinen Vertrag für die nächste Saison. Bohle, der im Sommer seinen 30. Geburtstag feiert, durchlief ab der Altersklas­se U14 die Juniorente­ams der Ice Dragons, nachdem er zuvor vom SV Brackwede gekommen war. 2009 gehörte der Stürmer zum damaligen U20-bundesliga­team der Herforder und sammelte bereits zu diesem Zeitpunkt erste Scorerpunk­te bei den Senioren des HEV. Mit der 1. Mannschaft stieg er 2011 in die Oberliga auf, wechselte für zwei Spielzeite­n zu Hannover Indians, bevor er 2015 zurückkehr­te. FOTO: NOAH WEDEL bringt den Sportliche­n Leiter des Regionalli­ga-meisters nicht aus der Ruhe. „Wir haben drei, vier Kandidaten in der engeren Wahl, alles interessan­te und sehr gut ausgebilde­te Torhüter, mit denen wir uns auf dieser Position verjüngen können“, erklärt Müller. Dieser Verjüngung­sprozess gilt auch für den gesamten Kader, der aufgrund von mittlerwei­le zehn Abgängen (Felix Backszat, Eros Dacaj, Simon Engelmann, Niclas Heimann, Nico Knystock, Linus Meyer, Franz Pfanne, Björn Schlottke, Nikola Serra, Haktab Omar Traore) ein neues Gesicht bekommen wird. »Ihr seid jederzeit wieder beim FCO willkommen« Dickes fettes Lob verteilte er auch an die den Verein verlassend­en Spieler – und auch Trainer Holm Windmann hatte ausschließ­lich lobende Worte für dieses Quartett parat. „Ihr seid jederzeit wieder beim FCO willkommen“, gab Dirk Göhner den weggehende­n Spielern mit auf den Weg und wünschte ihnen Zwei Lokalmatad­oren im Halbfinale Auch am zweiten Tag der OTC-OPEN und Otc-junior-open sind spektakulä­re Matches an der Schützenst­raße zu bestaunen Tennis: Bad Oeynhausen gesetzt, gewann in der 1. Runde gegen Robin Hülsmann vom Landesberg­er SV locker mit 6:0 und 6:2. Ebenso problemlos war das Viertelfin­almatch gegen Theo Liebich vom TC Blau-weiß Halle, den das Otc-nachwuchst­alent mit 6:0 und 6:1 abfertigte. Till Wolfgang Philippzig, an 3 gesetzt, musste sich in der 1. Runde gegen Antonius Uhle strecken, gewann nach 6:4 und 2:6 aber schließlic­h im Champions-tiebreak mit 10:7. Im Viertelfin­ale gab es dann gegen Noah Santo Scarna vom TC Störmede einen entspannte­ren Erfolg mit 6:1 und 6:3. Leider aus dem Turnier ausgeschie­den ist Otc-lokalmatad­orin Vanessa Kleimeier in der U21-konkurrenz. Nach dem spektakulä­ren Sieg in der 1. Runde mit der Nervenschl­acht zum 16:14 im Champions-tiebreak verlor die 15-Jährige am Donnerstag anschließe­nd im Viertelfin­ale gegen die starke Lisann Brinkmann (Tennispark Bielefeld) in zwei Sätzen. Vanessa Kleimeier waren einfach die „Körner“ausgegange­n, es fehlte die Kraft. (ebi). Hochklassi­g war es am Donnerstag – und hochklassi­g ging es am Freitag weiter auf der Tennis-anlage des Oeynhausen­er TC an der Schützenst­raße. Vor allem die Viertelfin­alspiele in der U21-konkurrenz bei den OTC-OPEN boten exzellente­n Tennis-sport. Spektakel pur eben! Aber auch die jüngeren Jahrgänge bei den Otc-junior-open zeigten am Freitag ganz großen Tennis-sport. Gestern tagsüber war es von der Witterung zwar meist kühl, doch trocken – und am späten Nachmittag kam sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Nur am Donnerstag regnete es leicht von etwa 15.30 Uhr bis nach 16 Uhr und dann in den frühen Abendstund­en sogar heftiger, was eine rund halbstündi­ge Regenunter­brechung zur Folge hatte. Das brachte das Organisati­ons-duo vom OTC mit Christophe­r Hinze und Sven Widenhöft aber keineswegs aus der Spur, die beiden hatten alles im Griff. Es lief rund, und das wird es auch am Samstag sowie Sonntag. Aus Sicht des gastgebend­en Vereins gab es Mit der Vorhand: Sarah Walter vom TV Machem Grün-weiß gehört bei den U10-juniorinne­n zu den Topfavorit­en auf den Titel. FOTO: EGON BIEBER Jaaaaa: Till Wolfgang Philippzig vom OTC freut sich über einen Punktgewin­n. FOTO: EGON BIEBER am Freitag erfreulich­e sportliche Nachrichte­n. Bei den U12-junioren schafften sowohl Till Wolfgang Philippzig als auch Matija Brajkov den Einzug in das Halbfinale am Sonntag. Und dort treffen die beiden Otclokalma­tadoren im direkten Duell aufeinande­r. Das dürfte ja ein Spektakel werden. Matija Brajkov, an 1 Mit Power: Matija Brajkov vom OTC spielt sich bei den U12-junioren ins Halbfinale. Punktet mit knallharte­r Vorhand: Till Wolfgang Philippzig. FOTO: BIEBER FOTO: EGON BIEBER

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