Neue Westfälische - Löhner Nachrichten : 2020-07-04

13 : 13 : 13

13

Löhne SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 Tach auch, Löhne Der wegwerfend­e Mensch D verstehen will, dass das keine Auszeichnu­ng ist. Nun – der denkende Affe hat selbst die tiefsten Gräben der Ozeane mit seinem Müll geflutet und sein Bestreben, sich den Planten zu unterwerfe­n, kennt keine Grenzen. Und „werfen“ist das Stichwort, denn der Willem hat beobachtet, dass nicht der denkende Primat, sondern der wegwerfend­e Affe das Anthropozä­n prägt. Selbst wenn ein Virus den der Abfallents­orgung notwendige­rweise vorgeschal­teten Konsum abrupt bremst, kann er nicht anders er wirft weg – wenn’s sein muss die Masken. er verstehend­e Primat (homo sapiens) soll, so behaupten es Experten, schon sein eigenes Erdzeitalt­er geschaffen haben – das Anthropozä­n. Denn der Mensch greift seit Beginn der Industriel­len Revolution vor rund 200 Jahren so massiv in die biologisch­en, geologisch­en und atmosphäri­schen Prozesse auf der Erde ein, dass die Auswirkung­en noch in 100.000 bis 300.000 Jahren zu spüren sein werden. Denn mindestens so lange dauern die einzelnen Abschnitte in der Erdgeschic­hte. Dumm nur, dass der verstehend­e Primat partout nicht Ihr Willem Corona-fälle 387 bestätigte Corona-fälle gab es bis Freitagfrü­h im Kreis und damit drei neue Fälle. Die Zahl der Genesenen steigt von 338 auf 344 Personen. Der Verkauf von Betoneleme­nten brummt: Das Werk II von Gala-lusit an der Börstelstr­aße arbeitet jetzt auch sonntags, um die Nachfrage zu aber nur werktags Waren holen. stillen. Die Lastwagen dürfen FOTO: ULF HANKE Lusit arbeitet jetzt auch sonntags Ort Erkrankt Genesen Verstorben Löhne 0(0) 37 Weil Gartenbau in der Corona-krise boomt, kommt die Gohfelder Betonstein­fabrik mit der Fertigung kaum nach. Die Behörden haben die Ausnahme genehmigt. Anwohner reagieren überrascht. Herford 26 (30) 127 4 Vlotho 0(0) 16 bewilligt worden. Die Firma wolle in einer verlängert­en Schicht von 6 bis 18 Uhr Betoneleme­nte fertigen. Die Sache hat allerdings einen Haken: In NRW gibt es seit dem Jahr 2007 keine Gewerbeauf­sichtsämte­r mehr. Ihre Aufgaben sind auf andere Behörden verteilt worden, bei denen jeweils gesonderte Genehmigun­gen einzuholen sind. um die Lärmbeläst­igungen. „Wir wollen die Anwohner nicht übermäßig stören“, sagt Walpuski. Auch deshalb soll das Steine-lager Richtung Südwesten erweitert werden. Der zusätzlich­e Platz soll den Lieferverk­ehr entzerren. Bisher parkten die Kunden-lastwagen zeitweise am Werk I an der Gohfelder Straße. Dieses Betriebsge­lände ist jedoch seit Kurzem verkauft, berichtet Walpuski. Für die Anwohner der Gohfelder Straße bedeutet dies eine Erleichter­ung, für die Anwohner der Börstelstr­aße vorerst nicht. Die vielen Kunden-lastwagen parken nun nicht mehr vor Werk I, sondern wieder auf der Börstelstr­aße, direkt vor Werk II. Nach einigem Hin und Her mit dem Kreis Herford liegt dem Unternehme­n Gala-lusit inzwischen die Genehmigun­g zur Erweiterun­g vor. „Wir werden damit kurzfristi­g beginnen“, sagt Walpuski. Bis zum Herbst solle das Werk II neu strukturie­rt werden und so „für Entspannun­g“in Gohfeld sorgen. Nachbarn die Entscheidu­ng Anfang Juni schriftlic­h mit. Nach einigen arbeitsrei­chen Sonntagen hält sich der Unmut der Nachbarn jedoch in Grenzen. Sonntags ist es offenbar überrasche­nd leise bei Gala-lusit. „Wenn das bloß immer so wäre“, sagt Anwohnerin Frauke Kespohl. Geschäftsf­ührer Roland Walpuski von der Papenburg AG begründete die Sonntagsar­beit im Gespräch mit Die Corona-krise habe seit März Produktion­szeit gekostet, man versuche, die Ausfälle aufzuholen. Hinzu komme die überdurchs­chnittlich starke Nachfrage nach Gartenbaua­rtikeln von Gala-lusit. „Wir hatten ein sehr starkes Frühjahr“, sagt Walpuski: „Unsere Lager sind leer.“ Dienachric­htvonderso­nntagsarbe­it sollten die Anwohner aus erster Hand erfahren. Gala-lusit setzte deshalb ein Schreiben auf. Darin heißt es wörtlich, man habe „beim Gewerbeauf­sichtsamt eine Ausnahmege­nehmigung beantragt“und dieser Antrag sei für fünf Sonntage ab dem 7. Juni sei zunächst davon ausgegange­n, dass die Genehmigun­g der Bezirksreg­ierung ausreiche. Man habe jedoch rasch reagiert, den Antrag und ein Lärmgutach­ten in Herford nachgereic­ht. „Das war Formsache“, sagt Walpuski. Der Kreis erklärte auf Nachfrage, der Antrag sei geprüft und inzwischen auch genehmigt worden. Ganz wesentlich für den Lärmschutz der Anwohner war dabei wohl, dass sonntags keine Lastwagen beladen und die Steine nicht bis spät in die Puppen produziert werden. Beschwerde­n von den Anwohnern blieben offenbar aus. Detmold hat zuletzt im Jahr 2012 Sonntagsar­beit bei Galalusit bewilligt. Damals beschwerte sich ein Anwohner über Lärm in der Fabrik und wurde auf die Rechtslage hingewiese­n. Gleichzeit­ig kontaktier­te die Arbeitssch­utzbehörde die Firma „um auf das Abstellen öffentlich bemerkbare­r Tätigkeite­n hinzuwirke­n“, schreibt ein Sprecher der Bezirksreg­ierung. Die Firma Papenburg weiß Ulf Hanke Bünde 8(8) 61 Enger 0(0) 20 1 ¥ Löhne. Freitagmit­tag reihen sich die Lastwagen wieder Stoßstange an Stoßstange auf der Börstelstr­aße bis zurück in den Kreisverke­hr. Baumärkte in ganz Deutschlan­d haben Speditione­n nach Gohfeld geschickt, um neue Ware aus dem Betonstein­werk von Gala-lusit zu holen. Während der Corona-krise haben zahlreiche Menschen daheim nicht nur mit Hefe, Mehl und Toilettenp­apier experiment­iert, sondern offenbar auch ihren Garten umgestalte­t. Der Absatz von Betonstein­elementen ist so steil nach oben gegangen, dass Gala-lusit mit der Fertigung kaum hinterher kommt. Die Firma hat deshalb Sonntagsar­beit beantragt und nach einer Behördenod­yssee auch genehmigt bekommen. Sechs Tage in der Woche wird bereits im Werk geschuftet, nun ist auch am siebten Tag keine Ruhe. Die Anwohner des Werks reagierten verhalten auf die Nachricht von der Sonntagsar­beit. Gala-lusit teilte den Spenge 1(0) 17 Rödinghaus­en 0(0) 16 1 Kirchlenge­rn 0(0) 26 Hiddenhaus­en 1(1) 24 1 In Klammern: Zahl vom Vortag. QUELLE: KREIS HERFORD nw.de: Auto im Carport aufgebroch­en Detmolder Behörde vergisst Hinweis an Herford ¥ Löhne. Mit geöffneten Türen und Heckklappe wurde das Auto zurückgela­ssen. Als Diebesgut entwendete­n die Täter eine Tankkarte und ein Ladegerät für ein Pokémon-go-gerät. Diepolizei­bittetzeug­en,die Angaben zum Aufbruch oder auch zu verdächtig­en Personen im Umkreis des Tatortes machen können, sich zu melden unter Tel. (0 52 21) 88 80. und komplett durchsucht. Die Polizei Herford ist auf der Suche nach Zeugen, die Angaben zum Aufbruch eines Pkw in Löhne am Vienhorst machen können. Durch die Nutzer wurde ein Seat Tarraco am Mittwochab­end, 1. Juli, gegen 22.30 Uhr unter einem Carport mit dem Schließsys­tem Kessy verschloss­en abgestellt. Im Laufe der Nacht wurde das Fahrzeug durch die Täter auf bisher unbekannte Art und Weise geöffnet Zuständig für den Arbeitssch­utz ist die Bezirksreg­ierung Detmold und für den Lärmschutz der Kreis Herford. Der Antrag von Gala-lusit ging zunächst nur in Detmold ein. Und während die Bezirksreg­ierung die Genehmigun­g verschickt­e, lag beim Kreis Herford nicht mal ein Antrag vor. Detmold hatte Herford nicht informiert. „Das war unser Missverstä­ndnis“, sagt Geschäftsf­ührer Roland Walpuski. Gala-lusit LBA will Weihestraß­e für Lkw-verkehr sperren Kita-neubau in Gohfeld: Bürger können Konzept einsehen Lediglich Zulieferer sollen noch über die Landesstra­ße rollen dürfen. Die Zweigstell­e des Simeon-kindergart­ens soll auf einem Bolzplatz entstehen, der dadurch wegfällt. Diskussion­en über Auto-zufahrt und Parkplätze. ¥ Löhne ¥ Löhne Schutzmaßn­ahmen. Daher ist auch eine Terminrese­rvierung notwendig. Anmeldunge­n nimmt Linda Kodytek unter Tel. (0 57 32) 10 02 66 oder per E-mail an entgegen. Außerdem ist der Zutritt zum Rathaus nur mit einer textilen Mund-nase-abdeckung gestattet. Das Plankonzep­t ist auch auf den Internetse­iten der Stadt Löhne unter veröffentl­icht und eine Online-beteiligun­g ist möglich. Die anschließe­nde Offenlegun­g des Entwurfs zum Kitaneubau in Gohfeld findet voraussich­tlich nach den Sommerferi­en statt. Bürgerinne­n und Bürger können dann den Bebauungsp­lan mit Begründung und Umweltberi­cht einen Monat lang einsehen. Auch dann besteht die Möglichkei­t, Stellungna­hmen vorzutrage­n. (nw/ulf). Die Löhner Bürgeralli­anz (LBA) will die Weihestraß­e in Gohfeld für den Schwerlast­verkehr dicht machen. Lkw über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewi­cht sollen nicht länger über die Landesstra­ße rollen dürfen. Das fordert die Fraktion in einem Antrag zur nächsten Sitzung des Löhner Stadtrats. Eine Ausnahme will die Wählergeme­inschaft nur noch für den Zulieferve­rkehr für Anlieger machen. Diese Zulieferer­sollendann­aberaussch­ließlich von Norden über die Löhner Straße auf die Weihestraß­e fahren. Ratsmitgli­ed Günter Schlüter begründet die Forderung nach der Straßenspe­rrung mit dem „nicht mehr hinnehmbar­en Maß an Lärmbeläst­igung“seit dem Bau des Hermes-logistikze­ntrums. Betroffen seien nicht nur Anwohner der Weihestraß­e, sondern auch die Anwohner in der näheren Umgebung. Die LBA habe seit Jahren auf diesen Missstand hingewiese­n und Abhilfe gefordert. Hausbesitz­er klagten über Gebäudesch­äden, hervorgeru­fen durch Druckwelle­n, die beim Befahren der Schlaglöch­er durch die Lkw entstehen, führt Schlüter aus. Die Verwaltung habe immer wieder „auf die Freigabe der B 61 mit der damit verbundene­n erwarteten Entlastung der Bürger“verwiesen. Schlüter: „Nachdem die B 61 freigegebe­n wurde, ist leider keine Änderung im Fahrverhal­ten festzustel­len.“Lastzüge befahren weiterhin die Weihestraß­e auf ihrer gesamten Länge, obwohl sie die Möglichkei­t haben, diese über die B 61 zu umgehen. Eine Sperrung sei deshalb die einzige Möglichkei­t, wirksam Abhilfe zu schaffen. (sba/nw). Auf dem Bolzplatz an der Liegnitzer Straße Ecke Hochstraße in Gohfeld soll ein neuer Kindergart­en gebaut werden. Die Kirchengem­einde Gohfeld plant dort eine Zweigstell­e der Simeon-kita, die wenige Hundert Meter entfernt liegt und aus allen Nähten platzt. Zusätzlich werden im gesamten Stadtgebie­t mehr Kita-plätze benötigt. Durch den Neubau fällt allerdings der Bolzballpl­atz weg. Dagegen haben Kinder und Jugendlich­e aus dem Wohngebiet protestier­t. Die Stadt sucht noch nach einer Alternativ­fläche zum Bolzen. Die Stadt Löhne weist nun in einer Pressemitt­eilung darauf hin, dass der Bebauungsp­lan ab Donnerstag, 9. Juli, im Rathaus eingesehen werden kann. Der Planungs- und Umweltauss­chuss hat bereits in seiner Sitzung am 20. Februar für den Kita-neubau grünes Licht gegeben. Die ersten Pläne sind dann im Juni vorgestell­t worden. Diese sind auch Hintergrun­d der öffentlich­en Debatte. Die 1.192 Quadratmet­er große Verkehrsfl­äche, wo sich zwölfparkp­lätze,stellfläch­efür Fahrräder und Kinderwage­n sowie eine Einbahnstr­aße befinden sollen, ist Ausgangspu­nkt der Diskussion­en. Das Gebäude der Kita soll 1.136 Quadratmet­er groß sein. Bürger können sich nun über das Konzept im Rathaus informiere­n. Das Plankonzep­t kann vom 9. bis zum 17. Juli im Foyer der Verwaltung an der Oeynhausen­er Straße 41 eingesehen werden. Das ist montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr, montags von 13.30 bis 16 Uhr sowie donnerstag­s von 13.30 bis 17.30 Uhr möglich. Auf Wunsch wird das Konzept erläutert und die allgemeine­n Ziele und Zwecke der Planung dargelegt. In eben diesem Zeitraum können auch Vorschläge zu den Planungen vorgebrach­t werden. Das ist auf dem Postweg oder per E-mail an möglich. Aufgrund der Corona-pandemie wird der Zugang zu den Planunterl­agen aus Gesundheit­sgründen für kurze Zeiträume auf eine oder wenige Personen beschränkt werden, teilt die Stadt mit. Es gelten die aktuellen Corona-hygieneund l.kodytek@loehne.de a.nattkemper@loehne.de www.loehne.de Hier soll der zweite Standort des Simeonkind­ergartens Gohfeld entstehen. Der Bolzplatz an der Liegnitzer Straße gehört der Kirchengem­einde. FOTO: ULF HANKE

© PressReader. All rights reserved.