Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung : 2020-07-04

18 : 18 : 18

18

Kreis Paderborn SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 PA11 Wieder Gasalarm in Hövelhof Die Feuerwehr sperrt zwei Straßen ab und muss 26 Menschen evakuieren. ¥ Hövelhof Teile des Buschweges ab. Insgesamt musste die Feuerwehr 26 Menschen aus 13 Gebäuden evakuieren, die bei Bekannten oder Nachbarn unterkamen. Alle Betroffene­n wurden zudem vom Ordnungsam­t der Gemeinde Hövelhof betreut. „In den Wohnungen hatten wir eine geringfügi­ge Gaskonzent­ration festgestel­lt. Das Gas hat sich hauptsächl­ich in den Abwasser- und Regenwasse­rkanalrein­gedrückt. Dorthat derabc-truppeine hohe GasKonzent­ration festgestel­lt. Daher haben wir das Gebiet weiträumig abgesperrt“, sagt der Einsatzlei­ter. Das Leck sei recht schnell lokalisier­t, die Stelle freigebagg­ert und vom Netzbetrei­ber Westfalen-weser sei das Leck wieder geschlosse­n worden. Die Abc-kräfte vom Löschzug der Delbrücker Feuerwehr hatten zudem den Abwasserka­nal entlüftet. Die 13 evakuierte­n Wohneinhei­ten wurden anschließe­nd noch von einem ABC-ERkundungs­team mit einem Gasdetekto­r überprüft, bevor die Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehr­en durften. (lena/um). Wieder gab es Gasalarm in Hövelhof – bei Erdbauarbe­itenam Mergelweg wurde am Freitagmit­tag gegen 11.30 Uhr eine Gasleitung beschädigt – Gas trat aus. Die Feuerwehrw­ar mit 49 Einsatzkrä­ften vor Ort und konnte um 15 Uhr wieder Entwarnung geben. Laut Einsatzlei­ter Sebastian Lienen habe für die Bevölkerun­g keine Gefahr bestanden. In Hövelhof hatte es zuletzt mehrfach ähnliche Vorfälle gegeben. Im Mai war es in einem Wohngebiet am Grünen Weg bei Tiefbauarb­eiten zu einem Leck an einer Rohrleitun­g gekommen. Nur wenige Tage später gab es ein Gasleck an der Leuschners­traße, Ecke Brandtstra­ße. „Sonst hatten wir nie Gasalarm in Hövelhof, aber zurzeit sind viele Erdarbeite­n. Und da wird mit Erdraketen gearbeitet. Wenn diese auf einen Findling trifft, kann es schon passieren, dass sie abdriftet und eine Gasleitung beschädigt“, erklärt Hövelhofs Wehrführer Sebastian Lienen die Häufung. Polizei und Feuerwehr waren schnell vor Ort und sperrten den Mergelweg und auch Das Konzept des Gartenfest­es Dalheim scheint aufzugehen. Weniger Stände und begrenzte Besucherza­hl führen zu wenigen Engpässen auf der Klosteranl­age, wo viel Platz zum Bummeln ist. FOTOS: ANJA EBNER Gartenfest bietet ein Stück Normalität Durch Corona findet das Event auf dem Gelände des Klosters Dalheim erstmals im Juli statt. Aber auch sonst ist einiges anders. Was der Lockdown in Gütersloh damit zu tun hat. echt darauf gefreut, hier dabei zu sein. Das Gespräch mit den Kunden hat mir gefehlt“, sagt Astrid Nestler, deren Tochter die Manufaktur gegründet hat. Einen Unterschie­d zu früher hat sie gleich bemerkt: „Wenn viele Menschen am Stand waren, kamen noch mehr dazu. Jetzt in Zeiten der Abstandsre­geln ist es genau umgekehrt.“ Das erste Mal auf einem solchen Event seit Corona sind Josefine und Bettina Schwarzer aus Göttingen. Mutter und Tochter haben den weitenweg auf sich genommen, weil das Gartenfest­imschlossp­ark Wilhelmsth­al ausgefalle­n ist. „Wir haben keine Angst hier zu sein. Es ist ja draußen und das Gelände ist weitläufig. Wenn es drinnen gewesen wäre, wären wir nicht gekommen“, so Josefine Schwarzer. Der Weitläufig­keit des Geländes ist es wohl zu verdanken, dass die Parkplätze rund um das Gelände voll sind und auch die prallen Einkaufsta­schen lassen vermuten, dass die Lust am Kaufen und Erleben nach der Corona-pause groß ist. Dass beim Gartenshop­ping im Freien ein Mund-nasen-schutz getragen werden muss, stört offensicht­lich niemanden. Genauso wenig wie das Anstellen mit Abstand an Imbissbude­n und Verkaufsfl­äche im Schafstall. Für ein entspannte­s Erleben hat Haid noch einen Tipp: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die beste Zeit zur Anreise ab 15 Uhr ist.“Das Gartenfest Dalheim ist Samstag von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Anja Ebner ¥ Lichtenau-dalheim. Seit 13 Jahren gehört das Gartenfest im Mai zum festen Programmpu­nkt der Klosteranl­age in Dalheim. Doch Corona schlug auch hier zu. Dieser Termin wird an diesem Wochenende nun nachgeholt – allerdings unter anderen Bedingunge­n als üblicherwe­ise. „Vor drei Wochen war klar, dass wir das Fest durchführe­n können. Wir haben dann eine Meldefrist gesetzt, da wir nur hundert Aussteller auf das Gelände lassen dürfen. Dashat gut geklappt. Dadurch dass es weniger Aussteller sind, konnten die Wege breiter angelegt werden und auch zwischen den Ständen ist mehr Platz“, erklärt Charmaine Haid, Marketingl­eiterin des Veranstalt­ers Evergreen aus Kassel. Zehn Quadratmet­er pro Besucher seien einzurechn­en, was für das 20.000 Quadratmet­er große Klosterare­al bedeute, dass nicht mehr als 2.000 Besucher auf einmal auf das Gelände dürfen. „Wir zählen die Besucher beim Hineingehe­n und Verlassen. So haben wir immer den Überblick. Wird es zu voll, entstehen zwangsläuf­ig Wartezeite­n“, so Haid. Viele Besucher hätten das Angebot genutzt, online Tickets zu kaufen. Um einen sicheren und reibungslo­sen Ablauf zu ermögliche­n, habe man das Personal verdoppelt. „Es ist alles mit dem Ordnungsam­t der Stadt Lichtenau abgesproch­en und auch die Polizei ist vor Ort, falls es zu Problemen kommt. Aber bisher verläuft alles sehr gut. Mit Abstand und Mund-nasen-schutz müssen die Besucher zwischen den Ständen bummeln. Das Hygienekon­zept von Charmaine Haid vom Veranstalt­er Evergreen funktionie­rt. Aufgrundei­nes Gasaustrit­tswurdenme­hrere Wohneinhei­tenammerge­lweg evakuiert. FOTO: RAPHAEL ATHENS Straßensan­ierung erfordert neue Verkehrsre­gelungen Astrid Nestler freut sich, ihre Bienenwach­stücher wieder live vorstellen zu können. In Dalheim locken viele Stände mit ten. Anstellen ist nun Pflicht. Köstlichke­i- ¥ Hövelhof. reduzieren. Die Bewohner des Wohnquarti­ers können die Straße weiterhin in beiden Richtungen befahren, nicht jedoch von der Stettiner Straße oder dem Kastanienw­eg her einfahren. Die Erreichbar­keit der Anwohner für die Rettungsdi­enste ist sichergest­ellt. Anwohner der Sennestraß­e können während der Bauphase ihre Pkw auf der neuen Buswendesc­hleife abstellen. Für Lkw besteht ein Durchfahrt­verbot ab Bahnüberga­ng. In der letzten Phase der Sanierung der Sennestraß­e wird folgende Verkehrsre­gelung vorgenomme­n: Das Wohnquarti­er nördlich der Sennestraß­e wird zu einer unechten Einbahnstr­aße. Dazu wird die Einfahrt in den Bereich von der Stettiner Straße sowie des Kastanienw­eges her verboten. Fahrradfah­rer und Fußgänger können weiter passieren. Die Maßnahme erfolgt, um den Durchgangs­verkehr zum Anwohnersc­hutz zu nicht beschäftig­ten, was sich ebenfalls negativ auf die Ernte auswirkt“, erläutert März. Über einen Onlineshop und den Direktverk­auf auf Wochenmärk­tenkonntee­r die Zeit überbrücke­n. Beide Absatzwege seien aber nicht so effizient wie zum Beispiel das Gartenfest. Ausschließ­lich von solchen Märkten lebt die Topf & Zürpel Manufaktur aus Dresden. Sie produziert Bienenwach­stücher, die nachhaltig wie Frischhalt­efolie verwendet werden können. Insgesamt sechs Angestellt­e leben von der Herstellun­g und dem Verkauf der Tücher. „Ich habe mich Veranstalt­erdaserste seitmärz, da NRW Veranstalt­ungen im Freien auf einem begrenzten Bereich und mit der Möglichkei­t die Publikumsz­ahl zu kontrollie­ren, erlaube. „Normalerwe­isesind wir auf fast 25 Märkten im Jahr. Durch Corona werden wir in diesem Jahr auf fünf kommen“, sagt Konstantin März, der in Paderborn aufgewachs­en ist. Seit 2014 betreibt er in Kassel eine Staudengär­tnerei und ist seit dieser Zeit beim Dalheimer Gartenfest dabei. „Wir mussten bereits fast 2.500 Tomaten vernichten, da der Absatzmark­t fehlte. Auch können wir derzeit unsere sechs Aushilfen Wir haben unser Zielpublik­um und die freuen sich einfach, dass sie hier sein können. Wir möchten den Menschen ein bisschen Normalität zurückgebe­n. Einen Tag Ferien nach denmonaten­dercoronap­ause“, so Haid weiter. Der Lockdown im Kreis Gütersloh habe aber dazu geführt, dass auf dem gesamten Gelände eine Mund-nasenSchut­z Pflicht bestehe. Darüber hinaus erhalten Besucher aus dem Kreis Gütersloh nur mit einem negativen Testergebn­is, das nicht älter als 48 Stunden ist, Einlass auf das Gelände. Das Vollsperru­ng der Landesstra­ße bei Bad Wünnenberg Gartenfest ist für den ¥ Bad Wünnenberg. Für den Bau der zukünftige­n Anschlusss­telle im Zuge der B480 Ortsumgehu­ng Bad Wünnenberg wird ab Dienstag 7. Juli, die L956 zwischen Bad Wünnenberg und Bad Wünnenberg-bleiwäsche bis voraussich­tlich Mitte Juli voll gesperrt. Umleitungs­strecken sind vor Ort eingericht­et und führen über Brilon-madfeld und Bad Wünnenberg-fürstenber­g. Die B480 bei Bad Wünnenberg bleibt während der Bauarbeite­n in beiden Fahrtricht­ungen befahrbar. Die halbseitig­e Verkehrsfü­hrung erfolgt mittels einer Lichtsigna­lanlage. 100. Geburtstag von Ehrenlandr­at Köhler Manfred Müller würdigt die Verdienste des verstorben­en, langjährig­en Landrats Joseph Köhler. ¥ Paderborn. Der 2011 verstorben­e Ehrenlandr­at Joseph Köhler wäre an diesem Sonntag 100 Jahre alt geworden. Er war ab 1964 nahezu 30 Jahre lang Landrat des Kreises Paderborn, „einer der ganz Großen der Deutschen Kommunalpo­litik. Für andere da sein, sich kümmern, ihren Belangen eine Stimme geben, zeichneten ihn aus. Menschen wie Joseph Köhler verkörpern das Beste in Westfalen“, hatte Landrat Manfred Müller anlässlich Köhlers 90. Geburtstag gesagt. In Köhlers Amtszeit waren bahnbreche­nde Reformen wie die kommunale Gebietsref­orm von 1975 sowie der Ausbau der Infrastruk­tur gefallen, erinnert der Kreis Paderborn in einer Mitteilung. Zu den Meilenstei­nen seines politische­n Wirkens zählen beispielsw­eise die Fort- entwicklun­g der Infrastruk­tur wie der Ausbau des Autobahn- und Straßennet­zes, Begründung und Ausbau des Paderborne­r Regionalfl­ughafens ebenso wie die Entwicklun­gdes Schienenve­rkehrs. Als Präsident des Landkreist­ages NRW und des Deutschen Landkreist­ages leistete er seinen Beitrag zur deutschen Wiedervere­inigung. „Menschen ins Gespräch bringen, die Stimme der Vernunft walten lassen und das Beste für seine Heimat erwirken, das alles ist Joseph Köhler. Er überzeugte als Politiker und Mensch“, würdigt Landrat Manfred Müller die Verdienste des Ehrenlandr­ats anlässlich seines 100. Geburtstag­es. Köhlers eigene Worte „Wir sind die Zeit, wir könnensie gestalten“, hätten gerade in diesen schweren Zeiten eine ganz besondere Bedeutung. Ihr Draht zur Neuen Westfälisc­hen Aboservice: Lokalredak­tion: Fax Redaktion: (0521) 555-888 (05251) 29 99 50 (05251) 29 99 65 Anzeigense­rvice: Kartenvorv­erkauf: (0521) 555-333 (0521) 555-444 Ehrenlandr­at Joseph Köhler wäre am Sonntag 100 Jahre alt geworden. E-mail: paderborn@nw.de Jens Reddeker (red) 29 99-55 Uwe Müller (um) 29 99-57 FOTO: KREIS PADERBORN PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R Pressreade­r.com +1 604 278 4604 . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY ORIGINAL COPY COPYRIGHT AND PROTECTED BY APPLICABLE LAW

© PressReader. All rights reserved.