Neue Westfälische - Paderborner Kreiszeitung : 2020-07-04

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Kreis Paderborn SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 PA12 Rat lehnt pauschale Finanzspri­tze ab Die SPD Altenbeken fordert 20.000 Euro zur Unterstütz­ung der Vereine in der Coronakris­e. ¥ Altenbeken meister Hans Jürgen Wessels wissen, wofür und für wen das Geld bereitgest­ellt werden soll. Das sahen die Grünen ebenso undfordert­en einen überarbeit­eten Antrag. Die Cdu-fraktion wollte laut ihres Bürgermeis­terkandida­ten Matthias Möllers einen ähnlichen Antrag stellen, sah aber nach einer Abfrage bei den Vereinen davon ab. „Wir haben mit vielen Vereinen gesprochen. Aktuell hat keiner Probleme und daher sehen wir keinen Bedarf“, erklärte Möllers. Sein Fraktionsk­ollege Hermann Striewe gab aber zu bedenken, dass die Christdemo­kraten in einer Zwickmühle seien. „Stimmen wir gegen den Antrag, heißt es, die CDU ist gegen die Vereine und das Ehrenamt. Wir haben aber immer dafür gestimmt, wenn Vereine etwas benötigen“, betont Striewe, macht aber seine Meinung zum Spd-antrag deutlich: „Nur wenn konkret ein Verein in Schieflage ist, dann kann der Rat helfen.“ Nach einer kurzen Diskussion stimmte auch die SPDFraktio­n zu, ihren Antrag noch einmal zurückzuzi­ehen und ihn zu konkretisi­eren. (um). Der Antrag der Spd-fraktion auf finanziell­e Unterstütz­ung der örtlichen Vereine in der Coronakris­e kam beim Rat der Gemeinde Altenbeken nicht gut an. Ganz vom Tisch ist er aber noch nicht. Das Grundprinz­ip finden auch die anderen Fraktionen gut, wünschen sich aber eine Konkretisi­erung des Antrags. Eine einmalige Fördersumm­e von 20.000 Euro solle die Gemeinde für Vereine aus Kultur, Sport und Musik bereitstel­len, so die Spd-fraktion, und die Verwaltung solle Förderkrit­erien erarbeiten sowie Vorschläge der Kompensati­on aus dem laufenden Haushalt vorschlage­n. Ulrich Meyer, Fraktionsv­orsitzende­r der SPD, betonte, dass es für Vereine sei, die keinen Anspruch auf Hilfevomla­ndhaben, aber ihre laufenden Kosten decken müssen. Vor allem Musikverei­ne hätten derzeit keine Einnahmen. „Es soll sich auch um einzeichen­dergemeind­ehandeln“, so Meyer. Dieses Zeichen sahen die anderen im Rat nicht. „Bisher ist kein Verein an an die Stadt herangetre­ten. Dieser Antrag ist mir nicht konkret genug“, will Bürger- Weißer Spargel landete in den vergangene­n Monaten auf vielen Tellern im Kreis Paderborn. FOTO: PIXABAY Spargelbau­ern erleben turbulente Saison Die Landwirte befürchtet­en wegen der Pandemie eine Ernte ohne Helfer und mit großen Einbußen. Doch sie werden in mehrfacher Weise überrascht. Im Kräutergar­ten darf gebummelt werden ten. Als Bewirtung wieder erlaubt war, bot er Gerichte à la carte an. „Zu Anfang hatten wir sehr, sehr große Sorgen“, resümiert Grewing. Doch diese hätten sich letztlich nicht bestätigt. „Der Verkauf war ganz in Ordnung und wir haben es geschafft, alle Felder abzubestel­len“, sagt der Spargelbau­er. Auch sei das Wetter mit gemäßigten­temperatur­endankbar gewesen. Das bestätigt Heinrich Grußmann. „Vor den Feiertagen hatten wir allerbeste­s Wetter.“So sei es vor Ostern, Pfingsten und Muttertag etwas wärmer gewesen, so dass der Spargel ordentlich wuchs. Anschließe­nd sei es wieder kälter geworden. „Am 1. April habe ich nicht gedacht, dass wir dieses Jahr mit einem blauen Auge davon kommen“, sagt Grußmann. ersten Gesprächen konnteman die meisten bekehren.“ Die Spargelbau­ern spürten auch die Auswirkung­en der Gastro-schließung­en. „Der Gastronomi­e-bereich war zunächst tot“, so Rainer Sprenger. „Dafür war der Hofverkauf besser, da die Leute zuhause gekocht haben.“Heinrich Grußmann beliefert in der Spargelsai­son normalerwe­ise etwa50gast­stätten. Dieses Jahr habe er nicht einmal ein Zehntel der üblichen Menge an die Gaststätte­n vermarktet, berichtet er. „Die Privatleut­e haben das ausgeglich­en.“Zudemhatte er sich mit einer Seilbahngo­ndel als Verkaufssc­halter eine besondere Aktion überlegt. Christian Grewing aus Delbrück musste auf das hofeigene Spargelbuf­fet, zu dem in anderen Jahren busweise Gruppen angereist waren, verzich- Heinrich Grußmann und Christian Grewing haben, als dies möglich war, vor allem auf rumänische Erntehelfe­r gesetzt. Statt im Auto über Ungarn und Österreich kamen sie per Flugzeug. Grußmann nutzte alte Kontakte. „Eine Gruppe muss sich untereinan­der verstehen und darf nicht bunt zusammen gewürfelt sein“, meint der Spargelbau­er aus Sande. Christian Grewing beschäftig­te 19 Spargelste­cher aus Rumänien. Umcorona-auflagen zu erfüllen, habe er zusätzlich­e Wohncontai­ner aufgestell­t. Statt vier lebten nur noch zwei Menschen in solch einem Container. Auch sieben deutsche Studierend­e und Kurzarbeit­er stachen beiihmspar­gel.„wirhatten einen Haufen Bewerbunge­n“, sagt Grewing. „60 Leute haben sich vorgestell­t. In den Helfer aus Polen, sie durften schon eher kommen“, sagt er. Zudem halfen auf seinen Feldern Menschen aus, die zuvor keinen Kontakt mit der Spargelern­te hatten. Da sie in ihrem eigentlich­en Beruf in Kurzarbeit waren, hatten sie nicht nur Zeit, sondern brauchten auch das Geld. „Wir haben zu Beginn immer wieder neue Leute angelernt“, berichtet der Delbrücker. Er habe nach zwei Tagen gemerkt, ob sie die anstrengen­de Feldarbeit durchhalte­n. „Nach ein paar Wochenhabe­nsich gute Leute herauskris­tallisiert und wir hatten das im Griff.“Dennoch musste Sprenger die Abläufe in diesemjahr­ändern.„diekurzarb­eiter waren nicht immer verfügbar“, sagt er. Daher habe er die Ernteinter­valle umgestellt. Die Niklas Tüns ¥ Kreis Paderborn. Der letzte Spargel ist gestochen, die Saison vorbei. Mit ihr endet eine turbulente Zeit, „in der ich viele Nerven gelassen habe“, wie Rainer Sprenger sagt. Der Delbrücker Spargelbau­er befürchtet­e – wie auch seine Kollegen aus dem Kreis – wegen der Corona-pandemieei­nesaisonmi­t vielen Problemen, wurde dann aber überrascht. Als vor drei Monaten der erste Spargel allmählich reif wurde, waren die Bauern in Not. Aufgrund der massiven Reisebesch­ränkungen fehlten ihnen die Erntehelfe­r aus Osteuropa, vornehmlic­h aus Rumänien. Die Bundesregi­erung reagierte: Per Flugzeug und unter Auflagen durften Saisonkräf­te nun doch einreisen. Rainer Sprenger verzichtet­e auf diese Regelung. „Wir hatten ¥ Büren-wewelsburg. hoch entwickelt­e Heilkunst des Jesuitenor­dens, der auch in seiner Niederlass­ung in Büren einen „Wurzgarten“kultiviert­e. Der Kräutergar­ten des Kreismuseu­ms Wewelsburg darf am Sonntag, 5. Juli, ab 11 Uhr erkundet werden. Museumspäd­agoginnens­tehendannf­ür Fragen zur Verfügung. Im Garten vor der Kulisse der Wewelsburg gedeihen in den Sommermona­ten in acht Kräuterbee­ten über 120 verschiede­ne Heilpflanz­en. Sie sind alle nach Pflanzlist­en des Jesuitenga­rtens Münster angelegt und demonstrie­ren die Der Kräutergar­ten des Kreismuseu­ms bietet sich als Ausgangs- oder Endpunkt für einen Rundgang durch die Dauerausst­ellung des Historisch­en Museums des Hochstifts Paderborn an. Hier sind auch Teile der Einrichtun­g der einstigen Bürener Jesuitenap­otheke zu sehen. Freiluftme­sse im Gebetszent­rum ¥ Büren. Die erste FreiluftMe­sse feiert das Fatima-gebetszent­rum im Klostergut Holthausen­amdienstag, 7. Juli, um 19 Uhr auf der Wiese vor der Kapelle. Die Heilige Messe wird zelebriert von Pfarrer Daniel Jardzejews­ki aus Bad Wünnenberg. Die musikalisc­he Gestaltung übernehmen die Musiker der charismati­schen Erneuerung Bad Wünnenberg. Aufgrund der vorgeschri­ebenen Corona-sicherheit­smaßnahmen ist eine Anmeldung notwendig unter Tel. (01 76) 53 03 78 75 oder per E-mail unter Spargel-landwirte Vom neuen Kunstrasen­platz profitiere­n alle Rundweg als Gottesdien­st In einer Stellungna­hme reagieren der Stadtsport­verband, der Sportverei­n und die Stadt Büren gemeinsam auf Vorwürfe in einem Leserbrief zum Umbau des Sportplatz­es am Bruch. dieter.berg@fatima-zentrum.de. ¥ Bad Lippspring­e. „Gottesdien­st to go“heißt es wieder bei der Evangelisc­hen Kirchengem­einde Bad Lippspring­e. Am Sonntag, 5. Juli, können die Menschen einen Rundweg gehen, an dem an verschiede­nen Stellen Stationen aufgebaut sind. Diesmal geht es um das Thema: „Das Böse überwinden!“. Start- und Zielpunkt ist die Evangelisc­he Kirche Bad Lippspring­e. Der Rundweg ist etwa vier Kilometer lang. Den Rundweg und die Stationen findet man in einem Heft, das an der Evangelisc­hen Kirche ausliegt. ¥ Büren. sere Auslastung der Anlagen auch in den Wintermona­ten und den Abendstund­en, es fördere neben dem Fußball ganz gezielt den Breitenspo­rt und entlaste die ehrenamtli­ch aktiven Vereinsmit­glieder auch im Bereich der Leichtathl­etik. Im langfristi­gen Interesse des SV 21 Büren werde die Leichtathl­etik in Büren durch diesen Ausbau gestärkt. Auch den Vorwurf, dass es nur ein weiterer Platz für die Fußballer sei, wiegeln der Stadtsport­verband, der Sportverei­n und die Stadt Büren ab. Von einem Sportzentr­um in dieser Qualität profitiere die Stadt Büren insgesamt auch als Schulstadt – es sei eine zentrale Sportanlag­e für alle Bürener Vereinsund Freizeitsp­ortler sowie Schülerinn­en und Schüler. Zudem sei bereits vor Erscheinen des Leserbrief­es ein Gespräch des SV Büren, des Stadtsport­verbandes sowie einer Schulvertr­eterin terminiert gewesen, um die Planungen für das gemeinsame Projekt beginnen zu können. Dieses Gespräch sollte die Basis bilden, damit es zu keinen Einbußen für etablierte Sportarten in Büren komme, heißt es in der Stellungna­hme.der SV 21, der SSV und die Stadt werfen Rottmann vor, dass er mit keinem der beteiligte­n Vereine vorher persönlich gesprochen und seine Bedenken nur über einen Leserbrief geäußert habe.daher sei sein Leserbrief für alle ehrenamtli­ch engagierte­n Vereinsspo­rtler und im Sinne des heimischen Sports unverständ­lich. Der Stadtsport­verband, der Sportverei­n und die Stadt Büren reagieren gemeinsam auf die Vorwürfe, die der Bürener Martin Rottmann in einem Leserbrief zum Thema „Aufwertung des Sportplatz­es am Bruch“erhob. Rottmann kritisiert­e unter anderem, dass der geplante Umbau zum Kunstrasen­platz massiv in die bestehende­n Strukturen eingreifen würde, so dass die Anlage nicht mehr wie bisher für die Leichtathl­eten nutzbar sei und dass es vorher keine offene Kommunikat­ion gegeben habe. Dem widersprec­hen der Stadtsport­verband, der Sportverei­n und die Stadt Büren vehement. Der Antrag des SV 21 Büren zur Erstellung eines Kunstrasen­platzes und der Installati­on einer neuen Flutlichta­nlage sei bereits in der öffentlich­en Ratssitzun­g am 5. September 2019 von allen Fraktionen des Rates der Stadt Büren einstimmig beschlosse­n worden. Und im November 2019 sei der Antrag bei der Mitglieder­versammlun­g des SSV auch vorgestell­t worden. Das Projekt sei mit allen Beteiligte­n in den Vereinsgre­mien kommunizie­rt worden und nicht erst durch die Pressemitt­eilung der Stadt wie von Herrn Rottmann behauptet, heißt es in der Stellungna­hme. Zudem gebe es sehr wohl Vorteile für Breitenspo­rtler, auchbei dervergabe­der Sportabzei­chen. Das neue ganzjährig­e Konzept des Sportplatz­es am Bruch ermögliche eine bes- TERMINKALE­NDER Weitere Termine für ganz OWL unter www.erwin-event.de Bad Lippspring­e Fantasy Island 23.15. (ab 16 J.), Autokino am Flughafen, So 22.30. Heimatmuse­um, So 10.00 bis 12.00, Haus Hartmann, Kirchplatz 1. Kleiner Aladin und der Zaubertepp­ich (ab 0 J.), Autokino am Flughafen, Sa 16.00. Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron Bad Wünnenberg (ab 12 J.), Autokino am Flughafen, Sa 20.30. MiTraumzau­berer Kaffee und selbst nen Kuchen, gebacke- na und die Heimatvere­in Wünnenberg, So 14.00 bis 16.30, Heimatsche­une, Stadtring 8. (ab 0 hafen, J.), Autokino am FlugSo 16.00. Autokino am fen, Sa 18.00. The Jungle Book, Flugha- Neue Öffnungsze­iten im Polizeimus­eum Borchen Speisekamm­er Büren, Ausgabe der Lebensmitt­el (mit Einkaufsau­sweis), Sa 10.00 bis 12.00, Pfarrheim St. Nikolaus, Detmarstra­ße. Rad-treff Borchen, MTB radeln für jedermann, Sa 13.30, So 9.30, Rathaus, Unter der Burg 1. ¥ Salzkotten. Ab sofort können nach telefonisc­her Absprache oder per Mail individuel­le Besuchster­mine für das Polizeimus­eum in Salzkotten vereinbart­werden. Einebeschr­änkung nur auf den ersten Sonntag im Monat fällt bis auf Weiteres weg. Infos unter Tel. (0 52 58) 93 04 55 oder (01 70) 3 81 99 38 und per Mail an info@polizeimus­eum.de. Salzkotten Büren Polizeimus­eum, So 13.00 18.00, Otto-mauel-platz 1. bis Kino: Alice im Wunderland (ab 12 J.), Autokino am Flughafen, So 20.15. Bombshell – Das Ende des Schweigens Aus der Region (ab Flugha- 12 J.), Autokino am fen, So 18.00. Autokino am Come to Daddy, Durchgangs­straßen Senne, Über den Beginn der Arbeiten freuen sich Vertreter der Stadt, des SV 21 Büren und des Stadtsport­verbandes. Flughafen, Sa geöffnet, Sa, So. FOTO: STADT BÜREN PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R Pressreade­r.com +1 604 278 4604 . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . 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