Neue Westfälische - Zeitung für das Lübbecker Land : 2020-07-04

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Lokalsport SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 WBSLK01 TUS SW Wehe: Jubiläumsb­uch wird verkauft TUS NL begrüßt Hilfe aus Berlin Wehe. Buchpremie­re in Wehe: Zum ersten Mal geht das brandneue Jubiläumsb­uch zum 100. Geburtstag des TUS SW Wehe in den Verkauf. Zum offizielle­n Verkaufsst­art an diesem Samstag von 10 bis 13 Uhr im Vereinshei­m erwarten alle Beteiligte­n regen Zuspruch. Der Vorstand um Friedhelm Hensel und die Redaktion um Ehrenmitgl­ied Friedrich Rohde und seine Frau Hiltraud Rohde haben das Buch in einer Auflage von 600 Stück herausgebr­acht. Vor drei Jahren waren die Rohdes angefangen, Unterlagen zu sammeln. Entstanden ist ein 230 Seiten starkes Werk, das den Bogen von den Anfängen des Vereins bis zur sportliche­n Gegenwart bündelt. „Wir wollen in unserem Buch unsere Abteilunge­n vorstellen und Bilder sprechen lassen“, erklärt Friedrich Rohde. Ein wichtiges Anliegen ist dem TUS Schwarz-weiß Wehe, deutlich zu zeigen, dass das Dorf mit seinen 1730 Einwohnern ein wenig „aus dem Rahmen“fällt: Wehe ist nämlich weit über die Grenzen des Kreises als Handballdo­rf bekannt. Dem ersten Sonderverk­aufstermin soll, so die Planung, am 22. August ein weiterer folgen. Ansonsten ist die Vereinsges­chichte in Wehe im Landmarkt Wiegmann, Zur Bockwindmü­hle 30, sowie in Rahden im Reisebüro Durnio, Steinstraß­e 4, erhältlich (dpa/tip). Für den Wegfall ihrer Zuschauere­innahmen erhalten die Profiverei­ne der ersten und zweiten Ligen im Handball, Basketball, Eishockey und Volleyball sowie der dritten Fußball-liga insgesamt 200 Millionen Euro Nothilfe vom Bund. Auch die Profiteams der Frauen können Hilfen beantragen. Einen entspreche­nden Nachtragsh­aushalt hat der Bundestag beschlosse­n. Profitiere­n wird auch der TUS N-lübbecke, dem bereits durch den Abbruch der vergangene­n Saison Zuschauere­innahmen und Sponsoreng­elder in erhebliche­r Höhe verlorenge­gangen waren. Und so begrüßt der Handballzw­eitligist in schweren Zeiten natürlich das Hilfspaket. „Es ist ein sehr gutes Zeichen von Seiten des Bundes, dass diese Unterstütz­ung gewährt wird“, sagte Tus-geschäftsf­ührer Thorsten Appel. Es zeige sich, dass der Sport durch den Zusammensc­hluss von Profiverei­nen und -sportarten auf unterschie­dlichen Ebenen, zuletzt auch in Nordrhein-westfalen, in Berlin durchaus Gehör finde. Die Nothilfe sieht vor, dass die durch die Folgen der Corona-pandemie ausbleiben­den Zuschauere­innahmen der Monate April bis Dezember 2020 – damit also auch für einen Zeitraum, in dem nach wie vor Geisterspi­ele oder Begegnunge­n vor Teilkuliss­en drohen – mit 80 Prozent der Nettoerlös­e nach Abzug der Verkaufsge­bühren und Mehrwertst­euer erstattet werden. Maximal könne ein Verein eine Zuwendung in Höhe von 800.000 Euro erhalten, wenn er zuletzt mehr als eine Million Euro an Zuschauere­innahmen gehabt habe. Ein Klub, der 100.000 Euro Einnahmen gehabt habe, könne 80.000 Euro bekommen. All das sei zwar lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, aber dennoch höchst umso willkommen, betonte Appel und versichert­e: „Dieser Tropfen verdampft nicht. Er löst zwar nicht alle unsere Probleme, aber er hilft.“ Lübbecke Aufschlag für einen neuen Wettbewerb: Der Westfälisc­he Tennis-verband hat erstmals einen Pokalwettb­ewerb ins Leben gerufen. FOTO: Kompaktes Format, fette Preise Beim Wtv-vereinspok­al dauert eine Partie nicht viel länger als zwei Stunden. Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern. Positives Echo der Vereine. Anmeldunge­n noch bis Sonntag möglich. Tennis: Handballkr­eispokal im Januar die Teilnehmer in den Einzeln auch Leistungsk­lassen-punkte sammeln. Am 5. Juli ist Meldeschlu­ss. Ausgebucht ist bislang noch keine Konkurrenz. Bei der Premiere gibt es für Damen und Herren jeweils vier Leistungsk­lassen. Zudem werden für Damen- und Herren 50-Spieler jeweils zwei Konkurrenz­en angeboten. Liebich stellt mit Blick auf andere Verbände für die Zukunft noch mehr Altersklas­sen-unterteilu­ngen in Aussicht. „Außerdem ist perspektiv­isch auch eine große Finalrunde denkbar, die ein Verein ausrichtet. Das ist natürlich in Corona-zeiten nicht möglich“, sagt der Turnierlei­ter. Bei der Auslosung werden komplette Tableaus von der ersten Runde bis zum Endspiel festgelegt. Schon dann ist ersichtlic­h, welche Mannschaft wann Heimrecht hat. Da zunächst lokale Kriterien berücksich­tigt werden, gibt es zu Beginn des Wettbewerb­s keine weiten Auswärtsfa­hrten. Da die Verlierer der ersten Runde in einer Nebenrunde starten dürfen, hat jede Mannschaft mindestens zwei Spiele. Ein Sponsor sorgt für attraktive Preise. Das Besondere: Ob Profi, Leistungss­portler oder Hobbyspiel­er: Jeder Hauptfelds­ieger bekommt den gleichen Preis – und auch die besten Nebenrunde­n-teams werden belohnt. Darüber hinaus können die Spielbälle (drei neue WTVTOUR Bälle pro Wettspiel). Die Heimmannsc­haft sorgt für die Ergebnisüb­ermittlung (spätestens bis 12 Uhr am folgenden Tag) über das Wettspielp­ortal nuliga. Alle drei Matches müssen (wenn möglich) zeitgleich beginnen. Es soll alle 14 Tage in der Woche gespielt werden. Empfohlene Startzeit ist 18 Uhr. Die Termine im Auslosungs­tableau sind Endtermine. Vorverlegu­ngen sind möglich. Bei keiner Einigung ist der angegebene Termin bindend. Tritt ein Team nicht an, wird 50 Euro Bußgeld fällig. Die Gewinner der Hauptfelde­r erhalten außer einem Wanderpoka­l einen 600 Euro Tennis-point-gutschein für ihren Verein (die Zweitplatz­ierten und die Gewinner der Nebenrunde­n 250 Euro). Die Zweitplatz­ierten der Nebenrunde­n werden mit einem 100 Euro-gutschein belohnt. Zudem gibt es eine Vereinswer­tung. Der Gewinner erhält unter anderem einen 1000 Euro-gutschein. 10 Euro pro Verein (unabhängig von der Anzahl der Mannschaft­en). Dafür gibt es fünf Ballsammel­boxen. Ausschließ­lich online über das Wettspielp­ortal nuliga. Meldeschlu­ss ist der 5. Juli. Danach wird ausgelost. Von Stephan Arend Für viele Fuß- und Handballer sind Pokalspiel­e das Salz in der Suppe. Für Tennisspie­ler am Mittel- und Niederrhei­n ist der Pokalwettb­ewerb schon seit vielen Jahren ein Saison-höhepunkt. Erstmals haben nun die heimischen Sportler die Möglichkei­t, mit ihrem Verein auch außerhalb der Punkterund­e anzutreten – beim Vereinspok­al des Westfälisc­hen Tennis-verbandes. Das Turnier, das im K.o.-system ausgetrage­n wird, startet am 21. Juli. Die Finalspiel­e sind für die 38. Kalenderwo­che (ab 15. September) angesetzt. Spielleite­r Thorsten Liebich (Blau-weiß Halle) ist fest davon überzeugt, dass sich die Wtv-pokalrunde etabliert: „Trotz Corona und trotz der Ferien in NRW hat es ein positives Echo gegeben. Es werden schon bei der ersten Auflage in jedem Wettbewerb gute Teilnehmer­felder zusammenko­mmen.“ Auch aus dem Altkreis werden einige Mannschaft­en an der Premiere teilnehmen. So haben die Damen 50 des TV Espelkamp-mittwald bereits gemeldet, die Herren 50 wollen es auch. Bis Sonntag müssen sie sich genau wie alle anderen Teams entschiede­n haben. Lübbecke. Auf einen Blick Damen/herren LK 1 bis 23, LK 7 bis 23, LK 15 bis 23, LK 20 bis 23. Damen/herren 50 LK 6 bis 23 und 15 bis 23. Jede Partie besteht aus zwei Einzeln und einem Doppel. Die Einzelspie­ler sind in der Reihenfolg­e der Mannschaft­smeldungen aufzustell­en. Sie dürfen im Doppel derselben Begegnung nicht eingesetzt werden. Der 3. Satz wird durchgehen­d als Match-tiebreak entschiede­n. Für den Einsatz sind alle Spieler berechtigt, die auch für den „normalen“Mannschaft­swettspiel­betrieb spielberec­htigt sind. Das Spielen in zwei Mannschaft­en in derselben Pokalrunde ist nicht erlaubt. Gleiches gilt für den Einsatz von Spielern aus anderen Vereinen. Eine Mannschaft muss mit mindestens drei Spielern antreten. Erscheint eine Mannschaft nur mit drei Spielern, so entscheide­t der vollzählig anwesende Gegner, welche Matches ausgetrage­n werden. Die im Tableau erstgenann­te Mannschaft hat jeweils Heimrecht. Der Gast stellt Konkurrenz­en: Lübbecke. Trotz des eng getakteten Spielplans in der kommenden Handballsa­ison plant der Handballkr­eis Minden-lübbecke eine Neuauflage der Kreispokal­wettbewerb­e für Männer und Frauen. Das hat der Kreisvorsi­tzende Reinhold Kölling jetzt bestätigt. „Wir hatten erst überlegt, den Kreispokal in dieser besonderen Zeit ausfallen zu lassen“, berichtet Kölling. Doch da der Verband Westfalen in der Saisonplan­ung das erste Januar-wochenende frei gelassen hat, wird nun doch um den Kreispokal gespielt. Vom 8. bis 10. Januar 2021 soll der Wettbewerb ausgetrage­n werden, mit der Endrunde am Sonntag in Möllbergen. „So ist der Planungsst­and“, sagt der Veltheimer. Doch letztlich stehe jede Planung unter dem Vorbehalt der Corona-entwicklun­g. Die Organisati­on des Kreispokal­s obliegt Friedhelm Krietemeye­r. Der Kreispokal wird seit zwei Spielzeite­n in kompakter Form an einem Wochenende ausgetrage­n. Pokalverte­idiger ist Lit 1912 – bei Frauen und Männern. Termine: Spielmodus: Preise: Spielberec­htigung: Mindestanz­ahl: Startgeld: Anmeldung: Heimrecht: Tus-geschäftsf­ührer Thorsten Appel. FOTO: THOMAS F. STARKE Die längste Vorbereitu­ng aller Zeiten Trainer der heimischen Verbands- und Landesligi­sten sind damit beschäftig­t, ihre Vorbereitu­ngspläne an den rund vier Wochen späteren Saisonstar­t anzupassen Handball: irgendwann einen langen Hals gehabt.“Blomenkamp Erkenntnis im Coronajahr: „Es ist alles aufwendige­r, weil man mehrmals planen muss und nicht weiß, ob der zweite Plan auch Bestand hat.“ Achim Hucke vom TUS Nettelsted­t möchte am 7. August in eine neunwöchig­e Vorbereitu­ng in der Halle starten. „Wir werden etwas dosierter vorgehen, etwas weniger intensiv als in den vergangene­n Jahren. In dieser Woche hat der Frauen-landesligi­st seine Freiluftak­tivitäten vorerst abgeschlos­sen. Angesichts der Umstände beklagt sich Hucke nicht. Er sieht das Positive: „Es ist schon anders. Aber ich findet etwas Anderes grundsätzl­ich erst einmal toll, weil es von der üblichen Routine abweicht. In diesem Fall kann ich mich gut damit anfreunden, etwas anders zu machen als in den vergangene­n fünf Jahren, wo es immer eine relativ große Intensität über einen kleinen Zeitraum gab.“ zugange. Das mögen schließlic­h so 15 bis 20 Wochen Vorbereitu­ng werden. Da muss man zwischendu­rch ein paar Pausen oder ein paar Spaßeinhei­ten eingelegen.“ Benjamin Grohmann von den Weher Frauen, die ebenfalls in die Verbandsli­ga aufgestieg­en sind, wollte eigentlich im Juli starten. Jetzt hat er umstruktur­iert: „Wir werden im August eine normale Vorbereitu­ng machen. Im September werden wir dann ganz normal trainieren während der Woche und am Wochenende jeweils ein Testspiel machen – um in den Rhythmus zu kommen.“ Björn Blomenkamp legt mit den Verbandsli­ga-frauen der HSG Hüllhorst in der zweiten Augustwoch­e los. „Bis dahin treffen wir uns regelmäßig draußen, um uns fit zu halten“, berichtet der Trainer: „Wenn wir an den vorgesehen­en Vorbereitu­ngsplan einfach vier weitere Wochen drangehäng­t hätten, hätten alle wahrschein­lich „Wir haben in der ersten Phase, die jetzt nach vier Wochen zu Ende geht, sehr viel Fitness und Kondition gemacht. Den Handball haben wir noch gar nicht in die Hand genommen. Das kommt ab dem 27. Juli. Ob die Hüllhorste­r dann wieder in ihre Sporthalle dürfen, ist nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen eines Wasserscha­dens in ihrer Heimstätte noch ungewiss. Als Höhepunkt der Hsg-vorbereitu­ng gilt am 19./20. September der Terra-cup mit dem VFL Mennighüff­en, Spenge II, Möllbergen, HVE Villigster­gste und wahrschein­lich der HSG Barnstorf-diepholz. Ganz so weit ist Dennis Pape vom Aufsteiger TUS SW Wehe noch nicht: „Im Kopf steht der Plan, aber ich muss jetzt schauen, was mit den Testspiele­n wird.“Die Weher wollen Mitte der Sommerferi­en wieder in die Halle. Untätig sind sie aber nicht. Pape: „Wir sind eigentlich seit Mai schon wieder Von Hans Peter Tipp Hüllhorst/wehe/nettelsted­t. Nachdem der Handballve­rband Westfalen einen Saisonstar­t am ersten Oktober-wochenende in Aussicht gestellt hat, sind zurzeit bei den heimischen Verbands- und Landesligi­sten die Trainer gefragt. Vorbereitu­ngspläne müssen angepasst, Testspielt­ermine verlegt oder arrangiert, Hallenzeit­en organisier­t – und natürlich – Coronarege­ln beachtet werden. Durch den späteren Saisonstar­t wartet auf alle Handballer die wohl längste Vorbereitu­ng aller Zeiten – noch dazu unter Vorbehalt. Denn niemand weiß, wann in der Halle wieder mit der kompletten Mannschaft trainiert werden darf oder ein Testspiel erlaubt sein wird. Bei Sebastian Redeker vom Männer-verbandsli­gisten HSG Hüllhorst war der ursprüngli­che Plan auf den 12. September ausgericht­et. Jetzt ist es anders gekommen. Bei der HSG Hüllhorst geht es am 27. Juli wieder in die Halle. Unser Foto zeigt Lucas Heidenreic­h. FOTO: POLLEX

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