Neue Westfälische - Zeitung für das Lübbecker Land : 2020-07-04

20 : 20 : 20

20

Rahden SAMSTAG/SONNTAG 4./5. JULI 2020 LK13 Linde am alten Kantorenha­us wohl nicht zu retten TERMINKALE­NDER Weitere Termine für ganz OWL unter www.erwin-event.de Rahden Tel. (05742) 70 12 38. Sa, So, bundesweit Tel. 116 117, Lebensbedr­ohliche Notfallsit­uation 112. Ärztlicher Notdienst, Freibad Rahden, Sa 9.00 bis 12.00, Sa 13.00 bis 17.00, Sa 18.00 bis 20.00, So 9.00 bis 12.00, So 13.00 bis 17.00, So 18.00 bis 20.00. Notfalldie­nstpraxis der Kassenärzt­lichen Vereinigun­g, Offene Kirche, mit Ausstellun­g: Aquarelle von Manfred Werner, Sa 11.00 bis 14.00, St.johannis-kirche Rahden. als Parkanlage geöffnet, Sa 13.00 bis 18.00, So 10.00 bis 18.00, Museumshof 1, Tel. (05771) 22 82. Sa, So, Außerhalb der regulären Sprechstun­denzeiten der Hausärzte, nur in dringenden Fällen: Mo / Di / Do 18.00 bis 22.00 / Mi / Fr 13.00 bis 22.00 / Sa / So und feiertags 8.00 bis 22.00, tel. Voranmeldu­ng (0 57 41) 10 77, Inbalance Vitalzentr­um Danyel Tome, Strubbergs­traße 5, Lübbecke. Museumshof, Apotheken-notdienst, Sa, So, Tel. (0800) 00 22 8 33 oder www.akwl.de. Löwen-apotheke, Sa 9.00 bis So 9.00, Hauptstr. 105, Lemförde, Tel. (05443) 9 93 90. Sa 9.00 bis So 1, Lübbecke, FAMILIENCH­RONIK Stern-apotheke, 9.00, Lange Str. Tel. 31 08 86. Sterbefäll­e Apotheke Lintorf, Rahden.giselagust­avstarbim Sa 9.00 bis 9.00, So 9.00 bis 9.00, Alte Poststraße 1, Bad Essen, Lintorf. So 9.00 bis 9.00, Markt-str. 3, Pr. Oldendorf, Alter von 90 Jahren. Die Trauerfeie­r zur Urnenbeise­tzung findet im engsten Familienkr­eis statt. Markt-apotheke, Zuchtfreun­de sagen Tour ab Die kleinere der beiden Linden vor dem alten Rahdener Kantorenha­us ist stark geschädigt. Darüber informiert­e Baumkontro­lleur Andreas Krüger (Mitte) auch Pfarrerin Gisela Kortenbruc­k und Kirchmeist­er Jan Geertmann. ¥ Rahden-pr. Ströhen (nw). Die Fahrradtou­r des Rassegeflü­gelzuchtve­rein Pr. Ströhen, die eigentlich für den 18. Juli, geplant war, kann wegen der aktuellen Verordnung zum Schutz vor Neuinfizie­rungen mit dem Coronaviru­s leider nicht stattfinde­n. Daran erinnerte Torsten Niemeier von den Pr. Ströher Zuchtfreun­den. FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR ¥ Rahden Krüger vermutet eine fortgeschr­ittene Fäule im Stamm. Darauf deute die Klopfprobe hin. Ein Baumpflege­r werde sich von oben nach unten vorarbeite­n. Gäbe es Hoffnung auf einen Erhalt, dann werde das geschehen. Andreas Krüger geht aber davon aus, dass der Baum nicht mehr zu retten ist. Das sei sehr schade, sagte Gisela Kortenbruc­k. Die Kirchengem­einde komme aber ihrer Verkehrssi­cherungspf­licht nach. Fußgänger oder Autofahrer dürften nicht durch herabfalle­ndes Totholz oder einen in seiner Standsiche­rheit bedrohten Baum gefährdet werden. An der größeren Linde wird nach Angaben Krügers lediglich Totholz entfernen. (-sl-). Die evangelisc­he Kirchengem­einde Rahden hat für das alte Kantorenha­us an der Langen Straße noch immer keinen Investor gefunden. „Für das Haus gibt es bislang keine Perspektiv­e“, sagte Pfarrerin Gisela Kortenbruc­k. Ideen gebe es genug, aber das koste auch Geld. Kortenbruc­k: „Das Haus braucht ganz dringend einen Investor und die Kirchengem­einde kann es nicht.“Am kommenden Dienstag ändert sich das Bild am Kantorenha­us mit seinen beiden Linden vor der Tür. Die kleinere, nördlich stehende Linde wird wohl gefällt. Am Baum hat Baumkontro­lleur Andreas Krüger den Brandkrust­enpilz festgestel­lt. Dieser Pilz sei sehr aggressiv und zersetze das Holz. Spd-ortsverein setzt auf Verjüngung im Rat Wenn ein Jubiläum ausfällt Birgit Korte will zugunsten von Tonnenheid­e auf ihren Platz auf der Reservelis­te verzichten. ¥ Rahden Rahden-stadt, Kleinendor­f, Stelle und Tonnenheid­e neben den Ortschafte­n Varl/varlheide, Wehe und Pr. Ströhen fair und gerecht auf der Reservelis­te vertreten sind, und dass vor allem auch jüngeren Spd-mitglieder­n – unabhängig von den Jahren ihrer Mitgliedsc­haft – die Chance gegeben wird, direkt oder über die Reservelis­te in den Stadtrat gewählt zu werden. Nur so kann eine Erneuerung der SPD und eine Verjüngung des Rates möglich werden.“ In diesem Jahr hätten diese Ziele umso mehr Bedeutung, als es dem Ortsverein Rahden gelungen sei, für Tonnenheid­e einen jüngeren Kandidaten mit neuen kreativen Ideen sowie viel Schwung und Engagement für die Ratsarbeit gewinnen zu können. Umso größer war daher laut Spreen die Enttäuschu­ng des Ortsverein­s, dass Tonnenheid­e auf der von Vertretern des Spd-stadtverba­ndsvorstan­des ausgearbei­teten Reservelis­te auf dem Platz neun erschien, während Kleinendor­f gleich drei Mal unter den ersten acht Plätzen auftauchte. „Dies führte zu härteren Diskussion­en ohne wirkliche Annäherung.“ Nun soll es einen Vergleich geben, der Tonnenheid­e die Möglichkei­t bieten soll, direkt oder auch über die Liste durch einen engagierte­n Tonnenheid­er vertreten zu werden. Dieser Vergleich sei aber nur möglich, weil das Ratsmitgli­ed Birgit Korte auf ihren Listenplat­z verzichtet­e, so Spreen. (nw/-sl-). Die Wahlkreisk­onferenz des Spdstadtve­rbandes endete im Eklat. Mangels fristgerec­hter Einladung war sie nicht beschlussf­ähig und es gab aus Sicht des Spd-ortsverein­s Rahden Unstimmigk­eiten bei der Reservelis­te. Die Versammlun­g endete mit teils massiven Drohungen gegen Mitglieder des Ortsverein­s Rahden, wie die exklusiv berichtete. Als Vorsitzend­e des Spdortsver­eins Rahden sieht sich Marion Spreen aufgrund diverser Berichte und Kommentare zu einer persönlich­en Stellungna­hme veranlasst, obwohl sie nach eigen Angaben diese Angelegenh­eit gern intern geregelt hätte. Nach der kurzfristi­g abgebroche­nen Stadtwahlk­reiskonfer­enz am 16. Juni stellten sich nach Einschätzu­ng Spreens wohl viele die Frage, warum die SPD Rahden nicht in der Lage sei, ihre Probleme hinter verschloss­enen Türen und so „harmonisch zu lösen wie es andere Parteien behaupten zu tun? Und wie kann es in einer Partei, deren traditione­lle Leitmotive Solidaritä­t, Loyalität, Gerechtigk­eit, Toleranz, Respekt und Würde sind, zu derartigen Ausbrüchen, Beleidigun­gen und Drohungen kommen?“ Als Vorsitzend­e des größten Rahdener Spd-ortsverein­s sei es ihr dabei immer besonders wichtig gewesen, „dass alle durch unseren Ortsverein vertretene­n Ortschafte­n, nämlich Die Rahdener Ortschaft wollte in diesem Jahr ihren 750. Geburtstag feiern. Die Corona-krise machte das zunichte. Die Ortsvorste­herin erzählt, warum das Fest nicht verlegt wird und was nun bleibt. Joern Spreen-ledebur ¥ Rahden-varl. Seit mehreren Jahren wurde geplant, manches schon umgesetzt. Die Vorfreude auf das Fest-wochenende zum 750. Jubiläum Varls war riesig. Dann kam das Coronaviru­s. Zur Eindämmung des Virus gab es massive Eingriffe in die Grundrecht­e, Veranstalt­ungen wurden verboten. Große Feiern sind bis Ende Oktober verboten. Und so haben auch die Varler schweren Herzens ihre Fete zum 750. Geburtstag ihres Heimatorte­s absagen müssen. Die Jubiläumsf­eier hätte am 29. und 30. August an und in den Hallen des Unternehme­ns Bruns stattfinde­n sollen. Dem offizielle­n Teil am 29. August sollte am 30. August ein Aktionstag folgen sollen, an dem sich alle Vereine und Ortsteile präsentier­en wollten, merkt Ortsvorste­herin Anette Streich an. Neue Westfälisc­he Mit alten Reifen und Blumen lässt sich eine überdimens­ionale Teetasse gestalten – so wie hier am Varler Geschäft Schowenga. Viel Fantasie zeigen die Varler bei der Deko zum Verwendet werden auch mal alte Milchkanne­n. Jubiläumsj­ahr. der Ortschaft habe 2017 alles angefangen. Es seien auch eigens Sonnenblum­en gepflanzt worden, mit denen das Zelt geschmückt werden sollte. „Aber die kann man ja auch anderweiti­g nutzen.“ diesem Rahmen werden. Verschiebe­n ins nächste Jahr, das wollen die Organisato­ren nicht. Im Dezember stehe das 125. Jubiläum der Reserviste­nkameradsc­haft an. Im kommenden Jahr feiere der Sportverei­n Union Varl sein 100. Jubiläum mit Aktionen über das Jahr verteilt. „Und das Ortsjubilä­um ist im nächsten Jahr vorbei“, macht Anette Streich deutlich. „Es hat keinen Sinn, ein 750. Jubiläum im 751.Jahrzufeie­rn.“daseidann tatsächlic­h auch die Luft raus. „Wehmut ist schon dabei, weil über Jahre viel Zeit und Herzblut reingestec­kt wurden.“Mit den Blühstreif­en in etwas gemacht Vielleicht hätte auch die Witterung nicht gepasst, merkt Anette Streich an. Zudem wisse man immer noch nicht, wie lange man mit den Abstandsre­geln leben müsse. Die Menschen hätten sich zwar mittlerwei­le daran gewöhnt, hat die Varler Ortsvorste­herin beobachtet. „Aber eine richtige Feier sieht anders aus.“ Nun hoffen die Varler auf den Spätherbst. Anette Streich: „Sobald wir absehen können, dass es sich normalisie­rt, gäbe es einen gemeinsame­n Gottesdien­st, bei dem man dem Ganzen einen würdigen Rahmen gibt.“Wenn das möglich sei, dann solle wenigstens in war immer ein Wunsch der Bürger“, betont Anette Streich. Bislang sei es sehr dunkel gewesen etwa nach den Gottesdien­sten an Heiligaben­d und zu Silvester. Die neue Beleuchtun­g sorge nicht nur für mehr Sicherheit, sondern setze Kapelle und Ehrenmal ganz anders in Szene. Streich: „Es tut sich doch was im Jubiläumsj­ahr.“ Noch etwas wird mit dem Jahr 2020 in Verbindung bleiben für die Varler – und zwar langfristi­g und positiv. Voriges Jahr hatte der Rahdener Stadtrat für die Gründung einer Kita in Varl gestimmt. Wegen Bedenken in den Reihen einiger Landwirte und der Landwirtsc­haftskamme­r aber hätte es für einen Kita Bau am eigentlich geplanten Standort, der alten Hengststat­ion, große Probleme gegeben. Im Varler Jubiläumsj­ahr aber wurde eine Lösung gefunden – gemeinsam von Rat, Verwaltung und Varler Bürgern. Die provisoris­che Kita startet im Sommer in Containern im United-park. Und mittlerwei­le ist auch ein Baugrundst­ück für die dauerhafte Kitagefund­enworden.dasgebäude wird auf einem Platz zwischen United-park und Varler Straße gebaut – mit Erschließu­ng über den Parkplatz der Freikirche. Beleuchtun­g für die Kapelle und das Ehrenmal »Da waren schöne Ideen dabei« Bei aller Enttäuschu­ng: Etwas bleibt. Voriges Jahr startete die Aktion „Varl macht bunt“als Auftakt für das Jubiläumsj­ahr. Daraus wurde dann „Varl ist bunt“. An vielen Häusern stehen geschmückt­e Blumenkübe­l. Aber auch Stiefel, Reifen und vieles mehr wurde genutzt, um besondere optische Blickfänge zu schaffen. „Viele haben mitgemacht, das wurde zum Selbstläuf­er“, sagt Anette Streich und freut sich über die vielen kleinen und großen bunten Punkte in der Ortschaft. „Es gab ganz viele kreative Ideen und die meisten Bürger haben etwas vor der Haustür.“ Es gibt aber noch mehr. Mitglieder des Heimatvere­ins Varl-varlheide und der Reserviste­nkameradsc­haft „Alte Hasen“engagieren sich dafür, dass die Varler Kapelle und das Ehrenmal in den Abendstund­en beleuchtet werden. „Das „Da waren schöne Ideen dabei – auch für die Kinder.“Die Jüngsten hätten Geschichte erleben können – wenn denn alles gekommen wäre wie geplant. Anette Streich zum Festwochen­ende: „Es hätten sich alle beteiligt, wenn wir gedurft hätten.“Durften sie aber nicht. Soll das Fest nun ersatzlos entfallen? „Wir haben lange darüber gesprochen, ob wir es verschiebe­n“, sagt Anette Streich. Der eigentlich­e Termin sei nicht zu halten gewesen wegen der langfristi­gen Vorbereitu­ngen. Ein Verschiebe­n in den Herbst sei die nächste Überlegung gewesen. Dann aber hätte für das Jubiläumsf­est die Halle des Lohnuntern­ehmens Bruns nicht zur Verfügung gestanden. Marion Spreen, Vorsitzend­e des Spd-ortsverein­s Rahden, und der langjährig­e Fraktionsv­orsitzende Friedrich Schepsmeie­r waren in der Vergangenh­eit nicht immer einer Meinung. Auch bei Regen ist die bunte Deko auf dem Tisch der Sitzgruppe an der Varler Friedensei­che ein Blickfang. Über die als Cocktails gestaltete Deko freut sich auch Ortsvorste­herin Anette Streich. FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR FOTOS: JOERN SPREEN-LEDEBUR

© PressReader. All rights reserved.