Das Be­am­ten­tum ab­schaf­fen

Zu »Staats­tra­gend«, 13.6., S. 4; on­line: da­sND.de/1090964

Neues Deutschland - - Meinung - Rei­ner Zim­mer­mann, Ber­lin

Das Ur­teil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes zum Streik­recht für Be­am­te fin­de ich rich­tig. Die feh­len­den Leh­rer wer­den in vie­len Bun­des­län­dern durch das Ver­spre­chen ei­ner Ver­be­am­tung ge­lockt.

Je­der po­ten­zi­el­le Be­am­te kennt die Vor­tei­le: kei­ne So­zi­al­ab­ga­ben, Un­künd­bar­keit, ho­he Al­ters­vor­sor­ge. Er kennt auch den Nach­teil, dass er eben nicht für sei­ne Rech­te strei­ken darf.

Al­so muss er sich ent­schei­den, was wich­ti­ger für ihn ist. Ein an­ge­stell­ter Leh­rer kann auch nicht ent­schei­den. Er hat das Streik­recht, aber muss auf die »Seg­nun­gen« des Be­am­ten ver­zich­ten. Wä­re es des­halb nicht sinn­vol­ler, das ge­sam­te mit­tel­al­ter­li­che Be­am­ten­tum ge­ne­rell ab­zu­schaf­fen?

Die so­zia­le Si­cher­heit der Po­li­zis­ten, Rich­ter, Staats­an­wäl­te, Sol­da­ten oder Leh­rer kann doch auch per Ge­setz ge­re­gelt wer­den.

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