Ge­nau das Ge­gen­teil ist oft der Fall

Zu »Ta­schen­geld für Na­zi­op­fer ist ›rech­tens‹«, 12.9., S. 6; on­li­ne: da­sND.de/1100181

Neues Deutschland - - Meinung -

Re­né Hei­lig bin ich sehr dank­bar, dass er so ein­dring­lich auf den Wehr­machts­de­s­er­teur Lud­wig Bau­mann auf­merk­sam macht. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat­te des­sen Ren­ten­be­zü­ge deut­lich ge­kürzt und zu­rück­ge­for­dert, weil er vor sei­nem Tod am 5. Ju­li 2018 nicht mehr zu Hau­se, son­dern seit März 2017 in ei­nem Pfle­ge­heim wohn­te.

Ich ha­be ge­le­sen, was das Mi­nis­te­ri­um als Ant­wort auf die Klei­ne An­fra­ge der Frak­ti­on DIE LIN­KE da­zu schrieb. Es ist er­schüt­ternd, wie da ar­gu­men­tiert und ge­feilscht wird. Das ist Bü­ro­kra­tie und Pa­ra­gra­fen­rei­te­rei der übels­ten Art. Da­bei wird nicht ein­mal ge­nau aus­ge­führt, wes­halb das Le­ben in ei­nem Heim we­ni­ger kos­tet. Ge­nau das Ge­gen­teil ist oft der Fall.

NS-be­las­te­te Ju­ris­ten, Ärz­te, Sol­da­ten, Po­li­ti­ker und For­scher konn­ten nach 1945 glän­zen­de Kar­rie­ren ma­chen – doch mit ei­nem solch ver­dien­ten Men­schen wie Bau­mann wird so um­ge­gan­gen! Eck­art Ro­loff, Bonn

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.