Be­den­ken ge­gen Bür­ger­ent­scheid zu Kö­nigs­stuhl-Platt­form

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Sass­nitz. Ein Bür­ger­ent­scheid in Sass­nitz über die um­strit­te­ne Platt­form am Kö­nigs­stuhl rückt in wei­te Fer­ne. Nach­dem we­gen ei­nes Ver­wal­tungs­feh­lers die Zahl der für das Quo­rum not­wen­di­gen Stimmen nicht er­reicht wur­den, er­hebt nun das In­nen­mi­nis­te­ri­um als Rechts­auf­sichts­be­hör­de Be­den­ken. Dem­nach wä­re ein Bür­ger­ent­scheid un­zu­läs­sig, weil er dar­auf aus­ge­rich­tet sei, die Stadt Sass­nitz ver­trags­brü­chig wer­den zu las­sen, hieß es am Don­ners­tag aus dem In­nen­mi­nis­te­ri­um. Le­dig­lich die Kö­nigs­stuhl gGm­bH, an der die Stadt zu 30 Pro­zent be­tei­ligt ist, ha­be die Be­fug­nis, über ge­plan­te Bau­maß­nah­men zu ent­schei­den. Die Stadt Sass­nitz hat­te der Kö­nigs­stuhl gGm­bH das Erb­bau­recht über­tra­gen. Mit­ge­sell­schaf­ter an der Kö­nigs­stuhl gGm­bH sind ne­ben der Stadt das Land und die Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on WWF. Sie be­für­wor­ten den Bau. Kri­ti­ker be­fürch­ten, dass die schwe­ben­de Platt­form mit ei­nem 40 Me­ter ho­hen Py­lon den Blick auf den Kö­nigs­stuhl be­ein­träch­tigt und der Bau die Fes­tig­keit des Steil­küs­ten­mas­sivs ge­fähr­den könn­te. Mit dem Ent­scheid soll­ten die Ein­woh­ner von Sass­nitz ab­stim­men. Die Bür­ger­initia­ti­ve schätzt, dass die Mehr­heit der Ein­woh­ner das Bau­werk nicht möch­te.

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