Zwei­fel an Brand­gut­ach­ten im To­des­fall Amad A.

Ex­per­te hält Darstel­lung zu Feu­er in Haft­an­stalt Kle­ve für falsch

Neues Deutschland - - Erste Seite -

Köln. Im Fall des nach ei­nem Zel­len­brand ums Le­ben ge­kom­me­nen Sy­rers Amad A. ha­ben Ex­per­ten Zwei­fel am Er­geb­nis ei­nes Brand­gut­ach­tens zum Ge­sche­hen in der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Kle­ve ge­äu­ßert. »So wie der Brand von der Staats­an­walt­schaft be­schrie­ben wur­de, ist er nicht mög­lich«, sag­te Kor­bi­ni­an Pa­se­dag vom In­sti­tut für Brand- und Lösch­for­schung in Dip­pol­dis­wal­de dem ARDMa­ga­zin »Mo­ni­tor«.

Das NRW-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um und die Staats­an­walt­schaft Kle­ve ge­hen auf Grund­la­ge ei­nes durch die Be­hör­de ein­ge­hol­ten Brand­gut­ach­tens da­von aus, dass der Brand »cir­ca 15 Mi­nu­ten bei ge­schlos­se­nem Fens­ter ein­ge­wirkt ha­be«, oh­ne dass sich das Op­fer be­merk­bar ge­macht ha­be. Da­nach soll Amad A. die Ruf­an­la­ge be­tä­tigt ha­ben. »Mo­ni­tor« be­rich­te­te da­ge­gen, nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten wä­re ein Mensch nach 15 Mi­nu­ten bei ei­nem so be­schrie­be­nen Brand­ver­lauf nicht mehr hand­lungs­fä­hig.

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