Der stän­dig hung­ri­ge Ba­loun

Neues Deutschland - - Meinung -

Zu »Als Schlaf­mit­tel er­le­digt«, 7.2., S. 9; da­sND.de/1111652

»›Die schrei­ben was zamm in den Zei­tun­gen‹, sag­te ei­ner von der Mann­schaft ...« (Schwe­jk) Hat der bra­ve Sol­dat Schwe­jk tat­säch­lich im Schüt­zen­gra­ben von sei­ner Ehe­frau er­zählt? Nicht bei Frau Mül­ler in der Kü­che, nicht in der Schreib­stu­be oder der Kanz­lei bei Ober­leut­nant Lu­kasch, nicht auf der Fahrt an die Front nach Ga­li­zi­en im Ei­sen­bahn­wag­gon? Hat er über­haupt ein­mal von sei­ner Ehe­frau ge­spro­chen? Die Stel­le ha­be ich bis­her über­se­hen. Ich neh­me viel­mehr an, dass es der ar­me Ba­loun war, »in Zi­vil Mül­ler ir­gend­wo in der Nä­he von Krummau« und nun Putz­fleck des Ober­leut­nants, der – da er stän­dig hung­rig war – von den Mohn­knö­deln und an­de­ren Koch­küns­ten sei­ner Frau so schwärm­te.

Dan­ke für das Kar­tof­fel­knö­delRe­zept!

Rolf En­gel­hardt, Chem­nitz

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