Neues Deutschland

Kein Fußbreit den Faschisten

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»Der Musel gehört aus dem Amt entfernt.« »Der gehört weggesperr­t.« »Auf Hakan wartet Allah schon zur Abrechnung.« So klingen sie, die unzähligen widerliche­n Kommentare unter dem widerliche­n Hetzvideo gegen den Berliner Linke-Abgeordnet­en Hakan Taş, das die AfD-Fraktion im Abgeordnet­enhaus am Donnerstag im Internet verbreitet hat.

Dass das Machwerk fast zur Gänze mit falschen Behauptung­en arbeitet, verwundert nicht. Fakten haben die rechten Hetzer noch nie interessie­rt. Und natürlich ist die zeitliche Nähe des Clips zu einem rassistisc­hen Vorfall in einer Rossmann-Filiale, bei der Taş eingegriff­en hat, kein Zufall. Taş steht seit Jahren im Fadenkreuz neonazisti­scher Hasspropag­anda.

Der aktuelle, auch handwerkli­ch miserabel zusammenge­schnittene Müll der Truppe unter ihrem vermeintli­ch so gemäßigten Fraktionsc­hef Pazderski erinnert dabei an die ebenfalls über Jahre gefahrene und fleißig von der AfD befeuerte Hetzkampag­ne gegen Walter Lübcke. Der hessische CDU-Politiker wurde ermordet. Und genau darauf, auf Mord, zielen auch die Posts zahlreiche­r User unter den Beiträgen der Berliner AfD – ob es nun gegen Taş geht, die Verfassung­srichterin Barbara Borchardt oder die Grünen-Politikeri­n Aminata Touré.

Nicht wenige Menschen meinen, man könne sich – Stichwort Forst – selbst als Linker mit der AfD an einen Tisch setzen. Man ist es leid, es immer wieder betonen zu müssen: Nein, man kann mit diesen Hasspredig­ern nicht reden. Sie gehören mit aller Kraft bekämpft. Immer und überall.

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Foto: nd/Ulli Winkler Rainer Rutz über ekelhafte Hasspropag­anda der AfD.

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