Tr­ü­bes Was­ser in 8000 Haus­hal­ten

Heu­te Abend wird in Gre­ven­broich mit der Re­pa­ra­tur ei­ner Was­ser­trans­port­lei­tung be­gon­nen. Da­bei kann es zu Druck­schwan­kun­gen und Ver­fär­bun­gen kom­men. Be­trof­fen sind das Stadt­zen­trum und sechs wei­te­re Or­te.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Dormagen) - - GREVENBROICH - VON WILJO PIEL

GRE­VEN­BROICH Der Ver­sor­ger GWG wird am Sams­tag ge­gen 21.30 Uhr mit der Re­pa­ra­tur ei­ner de­fek­ten Was­ser­lei­tung in der Nä­he des Bahn­über­gangs zwi­schen Sod­bach und Ham­mer­werk be­gin­nen. Das wird kei­ne all­täg­li­che Ar­beit sein, zu­mal sie Aus­wir­kun­gen auf meh­re­re Stadt­tei­le ha­ben wird. Am Abend könn­te es zu Druck­schwan­kun­gen und Ver­fär­bun­gen des Trink­was­sers kom­men – und zwar im Stadt­zen­trum, in Neu­en­hau­sen, Bar­ren­stein, All­rath, Neu­rath, Frim­mers­dorf und der Süd­stadt. Ins­ge­samt sind rund 8000 An­schlüs­se be­trof­fen. Vor­sorg­lich hat GWG ei­ne Hot­li­ne ein­ge­rich­tet, an die sich Be­trof­fe­ne wen­den kön­nen.

Bei Ar­bei­ten am Bahn­über­gang fiel auf, dass ein Teil des Erd­reichs ab­ge­sackt war. „Das wies auf ei­nen Scha­den an der Was­ser­trans­port­lei­tung hin“, sagt GWG-Spre­che­rin Ur­su­la Wolf-Reis­dorf. Um dem De­fekt auf den Grund zu ge­hen, wur­de der Über­gang am Mitt­woch ge­sperrt – das hat­te vor al­lem Aus­wir­kun­gen auf den in­ner­städ­ti­schen Ver­kehr. Ins­be­son­de­re im Els­bach­tun­nel ist seit­her deut­lich mehr los als sonst. „Mas­si­ve Pro­ble­me“ha­be es aber noch nicht ge­ge­ben, si­gna­li­siert Stadt­spre­cher Ste­phan Ren­ner.

Der Um­fang des Scha­dens an der Trans­port­lei­tung, die ver­mut­lich aus den 60er Jah­ren stammt, ist noch un­be­kannt. „Soll­te die Le­cka­ge nur klein sein, könn­te sie mit ei­ner Rohr­schel­le in­ner­halb ei­ner Stun­de re­pa­riert wer­den“, sagt Wolf-Reis­dorf. Et­was län­ger daue­re die Ar­beit bei ei­nem et­was grö­ße­ren Scha­den – dann müs­se ge­schweißt und ein Ad­ap­ter in­stal­liert wer­den. Im schlimms­ten Fall müs­se das ge­sam­te Rohr­stück aus­ge­tauscht wer­den – „dann kann die Re­pa­ra­tur bis Sonn­tag­vor­mit­tag dau­ern“, sagt die GWG-Spre­che­rin

Die Ver­sor­gung in den be­trof­fe­nen Or­ten wird am Abend über an­de­re Lei­tun­gen im Stadt­ge­biet si­cher­ge­stellt. Da­bei könn­te es zu Schwan­kun­gen des Was­ser­drucks kom­men. Und auch ei­ne bräun­li­che Ver­fär­bung ist mög­lich – ver­ur­sacht durch fei­ne Ei­sen­par­ti­kel, die sich durch die ge­än­der­te Fließ­rich­tung des Was­sers in den Roh­ren lö­sen könn­ten. „Das Was­ser sieht zwar nicht wie ge­wohnt aus, ist aber ge­sund­heit­lich un­be­denk­lich“, sagt Ur­su­la Wolf-Reis­dorf. Für den Kaf­fee am Sonn­tag­mor­gen emp­fiehlt GWG, auf Mi­ne­ral­was­ser aus der Fla­sche zu­rück­zu­grei­fen. Das An­le­gen von Trink­was­ser­vor­rä­ten sei zwar nicht Pflicht, kön­ne aber in Ein­zel­fäl­len durch­aus Sinn ma­chen.

Die Re­pa­ra­tur war im Vor­feld mit gro­ßen Auf­wand ver­bun­den. Un­ter an­de­rem muss­ten die Bahn, meh­re­re Gre­ven­broi­cher Fir­men, das Eli­sa­beth-Kran­ken­haus, die Feu­er­wehr und Po­li­zei in­for­miert wer­den. „Wir ha­ben uns für den Sams­tag­abend ent­schie­den, weil der Was­ser­ver­brauch zu die­sem Zeit­punkt am nied­rigs­ten ist“; be­tont Ur­su­la Wolf-Reis­dorf. An die Kun­den in den be­trof­fe­nen Or­ten ap­pel­liert sie, ih­ren Was­ser­ver­brauch so weit wie mög­lich zu re­du­zie­ren.

Wann die Stö­rung be­ho­ben ist, kön­ne GWG zur­zeit nicht sa­gen. „Wir hof­fen, dass die Ar­bei­ten am Sonn­tag ge­gen 7 Uhr be­en­det sind.“

FO­TO: D. STANIEK

Die Gru­be ist aus­ge­ho­ben, die Ar­bei­ten kön­nen be­gin­nen. Am Sams­tag um 21.30 Uhr star­tet GWG mit der Re­pa­ra­tur der Trink­was­ser­lei­tung na­he des Bahn­über­gangs Berg­hei­mer Stra­ße.

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