WOH­NEN & RECHT

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - BERUF & KARRIERE -

Nach­bar­recht

(bü) Übt ein Pro­fi-Mu­si­ker zu Hau­se re­gel­mä­ßig Trom­pe­te, so müs­sen das die Nach­barn bis zu ge­wis­sen Gren­zen hin­neh­men. Bis zu drei Stun­den werk­tags dür­fe trom­pe­tet wer­den, so der Bun­des­ge­richts­hof. Er be­fand, dass Mu­sik„von er­heb­li­cher Be­deu­tung für die Le­bens­freu­de und das Ge­fühls­le­ben sein“kön­ne. Al­ler­dings müs­sen die Rech­te der Nach­barn ge­wahrt blei­ben, al­so et­wa die Ru­he­zei­ten von 22 bis 6 Uhr ein­ge­hal­ten wer­den. Im Üb­ri­gen sei auch nicht ent­schei­dend, ob der Mu­si­kant ein Pro­fi oder ein An­fän­ger ist, ur­teil­te das Ge­richt (BGH,V ZR 143/17).

Miet­recht

Ein Ver­mie­ter darf sei­ne Miet­erhö­hungs­for­de­rung nicht auf den so ge­nann­ten Miet­prei­scheck des In­ter­net­por­tals Im­mo­bi­li­en­s­cout24 stüt­zen, so das Amts­ge­richt München. Das gel­te auch dann, wenn der Ver­mie­ter ar­gu­men­tiert, dass der Miet­spie­gel (hier für München) nicht her­an­ge­zo­gen wer­den kön­ne, da nicht nach­voll­zieh­bar sei, wie er ent­ste­he. Der Miet­prei­scheck bil­de nur die ge­gen­wär­ti­gen Ver­mie­ter­vor­stel­lun­gen ab und nicht wie ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben die tat­säch­lich ver­ein­bar­ten Mie­ten in den letz­ten vier Jah­re (AmG München, 472 C 23258717).

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