Paul Zie­mi­ak wird im Fall ei­nes Wahl­siegs von Kramp-Kar­ren­bau­er als neu­er Ge­ne­ral­se­kre­tär ge­han­delt

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - VORDERSEITE -

An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat mehr­fach deut­lich ge­macht, dass sie im Fall ei­ner Nie­der­la­ge als Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin auf­hört. Die Nach­fol­ge wird aber schon am Frei­tag ge­klärt, wenn der oder die neue Vor­sit­zen­de ei­nen Per­so­nal­vor­schlag macht. Bei Kramp-Kar­ren­bau­er ist da­mit zu rech­nen. Im Ber­li­ner Re­gie­rungs­vier­tel fällt im­mer wie­der der Na­me des Chefs der Jun­gen Uni­on (JU), Paul Zie­mi­ak. Soll­te es so kom­men, wä­re dies ein klu­ger Schach­zug für die Ei­ni­gung der Par­tei. Die JU steht mehr­heit­lich hin­ter Fried­rich Merz.

Soll­te Merz Par­tei­chef wer­den, ist eher nicht mit ei­nem spon­ta­nen Vor­schlag zu rech­nen. Er hat mehr­fach be­tont, dass die CDU ja ei­ne gu­te Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin ha­be und dass er da­von aus­ge­he, Kramp-Kar­ren­bau­er wer­de für ei­nen ge­ord­ne­ten Über­gang zu­rVer­fü­gung ste­hen.

Tau­zie­hen gab es auch um die Re­de­zei­ten. Noch ist nicht ganz klar, wie vie­le Kan­di­da­ten tat­säch­lich an­tre­ten wer­den. Au­ßer Merz, Kramp-Kar­ren­bau­er und Jens Spahn hat­ten mehr als ein Dut­zend Ba­sis­mit­glie­der ihr In­ter­es­se be­kun­det. Mit min­des­tens ei­nem wei­te­ren Kan­di­da­ten wird ge­rech­net. Bis­lang ist in­des kein wei­te­rer of­fi­zi­ell no­mi­niert. Sie kön­nen aber von ei­nem ein­zel­nen De­le­gier­ten beim Par­tei­tag vor­ge­schla­gen wer­den. An­ge­sichts die­ser Un­wäg­bar­kei­ten woll­te die Par­tei­zen­tra­le die Zeit für die Be­wer­bungs­re­den nicht zu groß­zü­gig be­mes­sen. Al­ler­dings drang das Um­feld von Merz dar­auf, die­se auch nicht zu knapp aus­fal­len zu las­sen. Nun sind of­fen­bar 20 Mi­nu­ten pro Kan­di­dat vor­ge­se­hen.

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