In Heim-wm steckt viel hei­mi­scher Hand­ball

Für den ers­ten Haupt­run­den-spiel­tag der Hand­ball-welt­meis­ter­schaft am 21. Ja­nu­ar in Köln gibt es 10x2 Ein­tritts­kar­ten zu gewinnen.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) - - SPORT IM RHEIN-KREIS - VON VOL­KER KOCH

RHEIN-KREIS Deutschland im Hand­ball­fie­ber – knapp acht Mil­lio­nen Fern­seh­zu­schau­er sa­hen am Sams­tag­abend den 34:21-Sieg der deut­schen Na­tio­nal­mann­schaft im zwei­ten Wm-spiel über Bra­si­li­en, was ei­nem Markt­an­teil von stol­zen 31,7 Pro­zent ent­spricht.

Ein biss­chen welt­meis­ter­li­cher Glanz strahlt auch in den RheinK­reis, ist doch ein Quar­tett bei der WM da­bei, das einst in Di­ens­ten des TSV Bay­er Dor­ma­gen stand. Al­len vor­an Ken­tin Mahé: Der 27-Jäh­ri­ge kam als Neun­jäh­ri­ger mit sei­nen El­tern nach Dor­ma­gen, wo Va­ter Pas­cal den TSV Bay­er als Ab­wehr­chef ver­stärk­te. Ken­tin wuchs in Dor­ma­gen auf, mach­te am Norbert-gym­na­si­um in Knecht­ste­den Abitur, ist mit ei­ner Kor­schen­broi­che­rin ver­hei­ra­tet – und soll Frank­reich als Re­gis­seur zur Ti­tel­ver­tei­di­gung füh­ren. „Mit 27 hat man au­to­ma­tisch ei­ne Füh­rungs­rol­le. Da gibt es kei­nen Weg drum her­um,“sag­te er vor Wm-be­ginn im In­ter­view mit der „Hand­ball­wo­che“.

Der Auf­takt ge­gen Bra­si­li­en (24:22) ver­lief holp­rig, vor al­lem für ihn. Beim 32:21 über Ser­bi­en lief es schon bes­ser, auch und vor al­lem bei Mahé, der vier To­re er­ziel­te. Wie sich die Nach­no­mi­nie­rung von Su­per­star Ni­ko­la Ka­ra­ba­tic auf den wei­te­ren Weg der Fran­zo­sen und von Mahé aus­wirkt, der seit dem Som­mer beim un­ga­ri­schen Spit­zen­klub Ves­z­prém HC un­ter Ver­trag steht, wird sich zei­gen.„ihn gibt es nicht zwei­mal, Niko ist in mei­nen Au­gen der bes­te Spie­ler der Welt,“sagt Mahé.

Am Di­ens­tag (20.30 Uhr) könn­te es da­bei im Spiel Deutschland ge­gen Frank­reich zum Dor­ma­ge­ner „Ver­eins­du­ell“kom­men. Denn Bun­des­trai­ner Christian Prokop hat in sei­nen 16er-ka­der Fa­bi­an Böhm be­ru­fen. Der 29-Jäh­ri­ge wur­de An- fang 2011 von den Füch­sen Ber­lin an den (da­ma­li­gen) DHC Rhein­land aus­ge­lie­hen, des­sen Tri­kot er bis Sai­son­en­de trug – in ei­ner Mann­schaft mit Ken­tin Mahé. Heu­te spielt Böhm für die TSV Han­no­ver-burg­dorf – und hat bei derwm schon drei To­re er­zi­ellt.

Wei­te­re Ex-dor­ma­ge­ner: Ni­ko­laj Ja­cob­sen, Na­tio­nal­trai­ner Dä­ne­marks, spiel­te in der Sai­son 1997/87 für den TSV. Gud­mun­dur Gud­munds­son, Na­tio­nal­trai­ner Is­lands, war von 1992 bis 2001 Trai­ner in Dor­ma­gen.

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Im Kon­zept von Frank­reichs Na­tio­nal­trai­ner Di­dier Dinart spielt der in Dor­ma­gen auf­ge­wach­se­ne Ken­tin Mahé (r.) ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Am Di­ens­tag trifft der Ti­tel­ver­tei­di­ger auf Deutschland.

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Fa­bi­an Böhm wur­de 2011 von den Füch­sen Ber­lin nach Dor­ma­gen aus­ge­lie­hen.

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Ni­ko­laj Ja­cob­sen trug in der Sai­son 1997/87 das Tri­kot des TSV Bay­er Dor­ma­gen.

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Gud­mun­dur Gud­munds­son ar­bei­te­te von 1999 bis 2001 als Trai­ner am Hö­hen­berg.

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