Sil­hou­et­ten-kon­trast

NikonBIBEL - - NIKON PRAXIS 25 FOTOPROJEKTE -

NGer­ne wird in der Fo­to­gra­fie die Sil­hou­et­te als Stil­mit­tel ein­ge­setzt. Das Mo­tiv er­in­nert da­bei an ei­nen Sche­ren­schnitt, dunk­le Flä­chen he­ben sich von ei­nem hel­len Hintergrund ab.

or­ma­ler­wei­se ver­su­chen wir Fo­to­gra­fen im­mer, das Mo­tiv gleich­mä­ßig aus­ge­leuch­tet dar­zu­stel­len und är­gern uns, wenn Stel­len im Bild viel zu hell oder un­ge­wollt dun­kel er­schei­nen. Bei dem Licht­ef­fekt der Sil­hou­et­te wird die­ses Prin­zip prak­tisch über den Hau­fen ge­wor­fen. Hier soll das Haupt­mo­tiv ab­sicht­lich so dun­kel ab­ge­bil­det wer­den, so dass nur Um­ris­se er­kenn­bar sind.

Wie in un­se­rem zwei­ten Tipp ist für die Um­set­zung ei­ner sol­chen Auf­nah­me Ge­gen­licht nö­tig. Die Licht­quel­le be­fin­det sich al­so di­rekt oder seit­lich hin­ter dem Haupt­mo­tiv. Sil­hou­et­ten ent­ste­hen, wenn nun die Be­lich­tung an der Licht­quel­le

ma­nu­ell aus­ge­rich­tet wird. Die Ka­me­ra geht da­von aus, dass, wie in un­se­rem Bei­spiel, das Fens­ter rich­tig be­lich­tet wer­den soll. Die Ein­zel­hei­ten im Ge­sicht der Frau ver­schwin­den fast, da sie völ­lig un­ter­be­lich­tet wird. Genau hier liegt der Reiz ei­ner sol­chen Auf­nah­me. Sil­hou­et­ten er­zeu­gen An­ony­mi­tät. Wir kön­nen nicht genau er­ken­nen, was die Frau gera­de macht, son­dern ah­nen nur, dass sie auf ei­ner Schreib­ma­schi­ne tippt. Auch ihr Ge­sichts­aus­druck bleibt mehr oder we­ni­ger im Ver­bor­ge­nen. Sil­hou­et­ten las­sen sich auch per­fekt drau­ßen an­fer­ti­gen. Pro­bie­ren Sie den Ef­fekt mit meh­re­ren Men­schen als Grup­pen­bild oder ein­fach als Still­le­ben.

85mm | 1/800s | F/1,2 | ISO 800

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