End­lich wie­der durch die Tür zum Gleis

Pos­se ,m z, ho­he Bahn­steig-Pflas­ter,ng be­en­det – Feh­ler­be­sei­tig,ng kos­tet 4,5 Mil­lio­nen E,ro

Nordwest-Zeitung - - PANORAMA - VON LEA SCHUL­ZE

Ter Iahn­hof war in die Schlag­zei­len ge­ra­ten. Rei­sen­de m,ss­ten d,rch ein Fens­ter z, den Glei­sen klet­tern.

BAD BENT­HEIM – JaIzFaI­rer in Bad Bent­heim kön­nen den Bahn­hof seit Frei­tag wie­der oh­ne Ein­schrän­kun­gen nut­zen. Die Um­bau­ar­bei­ten dort sind nach ein­ein­halb Jah­ren be­en­det. Jo­chen Be­rends, Vor­stand der Bad Bent­hei­mer Ei­sen­bahn, zeig­te sich er­leich­tert, dass am Bahn­hof nun end­lich wie­der Ru­he ein­keh­re. „Wir ha­ben ja qua­si am of­fe­nen Her­zen ope­riert, der Ver­kehr lief ganz nor­mal wei­ter. Das war schon ei­ne Her­aus­for­de­rung“, sag­te er.

Der Bahn­hof war vor zwei Jah­ren we­gen ei­ner Fehl­pla­nung in die Schlag­zei­len ge­ra­ten. Ein neu­er Bahn­steig war so hoch ge­pflas­tert wor­den, dass sich die Tü­ren zum Bahn­hofs­ge­bäu­de nicht mehr öff­nen lie­ßen. Rei­sen­de muss­ten des­halb durch ein Fens­ter zu den Glei­sen klet­tern. Das sorg­te welt­weit für Schmun­zeln, selbst die eng­li­sche BBC und aus­tra­li­sche Me­di­en be­rich­te­ten über das 15 000-Ein­woh­ner­städt­chen.

Nun wur­de das Ge­bäu­de sa­niert, eben­so der Park­platz für Au­tos und Fahr­rä­der mit ei­ner La­de­sta­ti­on für E-Bikes so­wie die Bus­sta­ti­on. Im Bahn­hof gibt es jetzt auch ei­nen Bä­cker und ein Rei­se­bü­ro. Die Um­bau­ar­bei­ten dau­er­ten von Au­gust 2017 bis De­zem­ber 2018 an, die Pla­nung lief be­reits ein Jahr län­ger. Ins­ge­samt ha­ben die Ar­bei­ten rund 4,5 Mil­lio­nen Eu­ro ge­kos­tet.

Jo­chen Be­rends be­son­de­rer Dank gilt den Zug­rei­sen­den. „Die Fahr­gäs­te konn­ten ein­ein­halb Jah­re lang in Bad Bent­heim nur Teil­be­rei­che der Bahn­stei­ge nut­zen, es stan­den sehr we­nig Park­plät­ze zur Ver­fü­gung. Aber al­le ha­ben gut mit­ge­macht, es gab kaum Mur­ren.“

In Bad Bent­heim nimmt man die Pan­ne mit dem zu ho­hen Bahn­steig mit Selbst­iro­nie: Das le­gen­dä­re Fens­ter hängt nun für je­den sicht­bar in der War­te­hal­le des Bahn­hofs, da­ne­ben ein Schild mit al­len na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Über­schrif­ten aus der Pres­se. Das war nicht nur blöd, das war auch ziem­lich teu­er: Am Bahn­hof in der nie­der­säch­si­schen Stadt Bad Bent­heim hat­ten Hand­wer­ker vor zwei Jah­ren ei­nen Rie­sen­feh­ler ge­macht. Das Pflas­ter am neu­en Bahn­steig war viel zu hoch ge­wor­den, so­dass die Tü­ren nicht mehr auf­gin­gen. Des­halb muss­ten Rei­sen­de ih­re oft schwe­ren Kof­fer und Ta­schen durch ein Fens­ter aus dem Ge­bäu­de nach drau­ßen he­ben. Die nicht ge­plan­te Bau­maß­nah­me kos­te­te noch mal 4,5 Mil­lio­nen Eu­ro. Das sorg­te aber nicht nur für Är­ger, son­dern auch für Schmun­zeln. So­gar Fern­seh­sen­der aus Groß­bri­tan­ni­en und Aus­tra­li­en be­rich­te­ten über das 15 000-Ein­woh­ner­städt­chen. So wur­de Bent­heim be­kannt.

DPA-BILD: GENTSCH

Seit dem Som­mer 2016 muss­ten Rei­sen­de durch ein ge­öff­ne­tes Fens­ter vom Bahn­hofs­ge­bäu­de aus auf den Bahn­steig in Bad Bent­heim stei­gen.

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