DEUT­SCHE HAND­BAL­LER HEU­TE GE­GEN RUSS­LAND

Deut­sches Team spielt Bra­si­li­en an die and – Jetzt war­ten Russ­land und Frank­reich

Nordwest-Zeitung - - VORDERSEITE - VON ERIC DOBIAS

In den Du­el­len am Mon­tag und Di­ens­tag geht es um den Grup­pen­sieg. Ein Fak­tor des Er olgs ist die gu­te Te­am­che­mie.

ERLIN – Bun­des­trai­ner Christian Prokop stu­dier­te Vi­de­os der nächs­ten Geg­ner, Tor­wart Andre­as Wolff ent­spann­te in der Sau­na und auch der Rest der Mann­schaft ließ es ru­hig an­ge­hen. Nach dem emo­tio­na­len WM-High­light beim 34:21 ge­gen Bra­si­li­en blieb den deut­schen Hand­bal­lern an­ge­sichts des be­vor­ste­hen­den 24-St­un­den-Dop­pel­packs um den Grup­pen­sieg ge­gen Russ­land und Ti­tel­ver­tei­di­ger Frank­reich kei­ne Zeit zum Fei­ern. „Es ist ganz wich­tig, dass die Mann­schaft nach solch ei­nem Ad­re­na­lin­schub Ru­he, Er­ho­lung und Lo­cker­heit fin­det“, sag­te Prokop nach dem „schöns­ten Spiel, seit ich Bun­des­trai­ner bin“.

Die Ga­la-Vor­stel­lung ge­gen Bra­si­li­en war sport­lich und at­mo­sphä­risch die rich­ti­ge Ein­stim­mung auf die bei­den wich­tigs­ten Vor­run­den­spie­le, in de­nen der wei­te­re Weg durch das Tur­nier vor­ge­zeich­net wird. „Das obers­te Ziel ist es, den Pott im Land zu be­hal­ten“, be­kräf­tig­te Wolff.

D n l Wi ie­sem Mon­tag (18 Uhr/ARD) n - nächst Russ­land ge­schla­gen wer­den, ehe es 24 St­un­den spä­ter zum Du­ell mit dem Re­kord-Welt­meis­ter kommt. „Wir kön­nen nicht vor­her sa­gen, ge­gen Frank­reich spie­len wir um den Grup­pen­sieg“, warn­te Wolff: „Wir müs­sen uns voll auf das Russ­lan­dSpiel kon­zen­trie­ren.“13 500 Fans in der Are­na am Ber­li­ner Ost­bahn­hof tru­gen die Mann­schaft am Sams­tag auf ei­ner Eu­pho­rie­wel­le durch die Par­tie ge­gen Bra­si­li­en. „Die At­mo­sphä­re war fan­tas­tisch. Das hat Lust auf mehr ge­macht“, sag­te Prokop.

Ab­wehr, An­griff und Ein­satz­be­reit­schaft – fast al­les war in den 60 Mi­nu­ten nah am Op­ti­mum. Der Auf­tritt zau­ber­te Prokop schon wäh­rend des Spiels mehr­mals ein Lä­cheln ins Ge­sicht. „Ich freue mich dar­über, wie mei­ne Jungs figh­ten, blo­cken, tak­ti­sche Din­ge ab­spre­chen und um­set­zen“, lob­te der Bun­des­trai­ner.

Er selbst hat dar­an ei­nen nicht un­be­deu­ten­den An­teil. An­ders als bei der ver­korks­ten EM 2018 stimmt die Che­mie zwi­schen den Spie­lern und Prokop, der sei­ne Schütz­lin­ge im Vor­ge­fühl des si­che­ren Sie­ges teil­wei­se so­gar das Spiel­sys­tem be­stim­men ließ.

Vor al­lem aber in der De­fen­si­ve prä­sen­tier­te sich die DHB-Aus­wahl bä­ren­stark. „Wenn du so ei­nen Tor­hü­ter hin­ten drin hast, dann baut das ei­nen na­tür­lich noch ein­mal mehr auf“, be­fand Ab­wehr­stra­te­ge

Hen­drik Pe­keler.

In der Tat riss Wolff mit et­li­chen Pa­ra­den die Mann­schaft und die Fans mit, gab das Lob aber an sei­ne Vor­der­leu­te zu­rück. „Die Bra­si­lia­ner ha­ben ge­gen un­se­re Ab­wehr­mons­ter kein Mit­tel ge­fun­den. Da hat man es als Tor­wart leicht.“Nun ge­he es dar­um, die­sen Schwung mit­zu­neh­men. „Die WM hat für uns fu­ri­os be­gon­nen. Wir ha­ben ge­zeigt, dass wir in der La­ge sind, auf ganz ho­hem Ni­veau zu spie­len“, be­fand Wolff.

DPA-BILD: STACHE

Trai­ner fie­bert mit: Christian Prokop (rechts) ju­belt über ei­ne Ak­ti­on sei­nes Teams. Auch (von links) Oliver Rog­gisch, Patrick Wi­encek und Fa­bi­an Wie­de freu­en sich.

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