Er­staun­lich gu­ter Start

NWZ (Göppinger Kreisnachrichten) - - WIRTSCHAFT - Rolf Obert­reis

zum Trotz: Be­schwe­ren kön­nen sich Bör­sia­ner und An­le­ger über die ers­te vol­le Han­dels­wo­che des neu­en Jah­res nicht. Was für die er­staun­li­che Kauf­lau­ne ver­ant­wort­lich ist, bleibt un­klar. Zwar ha­ben Ame­ri­ka­ner und Chi­ne­sen über den Han­dels­streit ge­spro­chen. Da­ne­ben hat die Welt­bank ih­re Pro­gno­se für das Wachs­tum der Welt­wirt­schaft für 2019 und 2020 deut­lich her­un­ter­ge­schraubt. Auch der Br­ex­it sorgt wei­ter für Un­si­cher­heit.

„Die Stim­mung ist schlecht und das ist gut so“, sagt Mar­kus Rein­wand von der Lan­des­bank Hes­sen-thü­rin­gen. „Was auf den ers­ten Blick be­fremd­lich, viel­leicht so­gar wi­der­sin­nig wir­ken mag, ist ein wich­ti­ger Baustein für den An­la­ge­er­folg“. Ak­ti­en sei­en mitt­ler­wei­le güns­tig be­wer­tet, der Dax so­gar un­ter sei­nen „fai­ren“Wert ge­fal­len.

An­de­re raten zur Vor­sicht. Christian Kah­ler von der DZ Bank ist zwar nicht ne­ga­tiv ge­stimmt, aber auch we­gen sin­ken­der Un­ter­neh­mens­ge­win­ne traut er dem Dax zum Quar­tals­en­de al­len­falls 11 700 Punk­te zu. Skep­tisch ist Jo­chen Stanzl von CMC Mar­kets. Er sieht an der Bör­se „ei­nen har­ten Win­ter oh­ne Aus­sicht auf Bes­se­rung“.

Zu­min­dest von der Zins­sei­te frei­lich droht Ak­ti­en kei­ne Ge­fahr. Das En­de der Nied­rig­zins­pha­se sei nicht in Sicht. „Die An­zei­chen ver­dich­ten sich, dass Spa­rer noch lan­ge mit sehr nied­ri­gen Zin­sen und ne­ga­ti­ven Re­al­ren­di­ten le­ben müs­sen“, sagt Oli­ver Mai­er, Ge­schäfts­füh­rer vom Ver­gleich­spor­tal Ve­ri­vox. Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) wird den Leit­zins min­des­tens bis Herbst bei Null be­las­sen.

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