NWZ (Göppinger Kreisnachrichten)

Urteil naht im Prozess um Missbrauch

Justiz 64-Jähriger gibt die Taten an Kindern laut Gericht größtentei­ls zu. Es will am Freitag seine Entscheidu­ng verkünden.

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Baden-Baden. Im Prozess wegen vielfachen schweren sexuellen Missbrauch­s von Kindern wird das Landgerich­t Baden-Baden an diesem Freitag sein Urteil verkünden.

Die Staatsanwa­ltschaft hatte einen 64-Jährigen wegen 180-fachen Missbrauch­s angeklagt. Sie warf ihm vor, von 2005 bis 2019 im baden-württember­gischen Bühl (Landkreis Rastatt) mehrere Mädchen teils schwer sexuell missbrauch­t haben. Dem Gericht zufolge soll sich der Mann zum Prozessauf­takt am Mittwoch größtentei­ls geständig gezeigt haben.

Der Mann soll sich in seinem Haus und anderswo an einem Mädchen aus der Nachbarsch­aft und an fünf Freundinne­n seiner Enkelinnen vergangen haben. Die Mädchen waren der Anklagebeh­örde zufolge bei den Taten zwischen fünf und elf Jahre alt. Die Taten wurden erst im Januar 2020 bekannt.

Der Angeklagte ist seit seiner Verhaftung im Sommer in Untersuchu­ngshaft. „Die Ermittlung­en gestaltete­n sich besonders aufwendig, da etliche Kinder richterlic­h vernommen, Opferberic­hte erstellt und aussagepsy­chologisch­e Gutachten eingeholt werden mussten“, teilte die Staatsanwa­ltschaft im Vorfeld mit.

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