Vio­la Hahn: „Ei­gen­lob ist nicht mein Ding“

Die ab­ge­wähl­te par­tei­lo­se Ge­ra­er Ober­bür­ger­meis­te­rin im In­ter­view. Die -Jäh­ri­ge sieht ih­re Zu­kunft in der Thü­rin­ger Fi­nanz­ver­wal­tung

Ostthüringer Zeitung (Bad Lobenstein) - - Thüringen -

Land­kreis un­ter­geht. In der Wirt­schaft ist ein Stim­mungs­um­schwung hin zum Po­si­ti­ven ge­lun­gen. Die ehe­ma­li­ge Bun­des­bank­fi­lia­le am Hof­wie­sen­park, de­ren Leer­stand viel städ­ti­sches Geld ge­fres­sen hat, konn­te ver­kauft wer­den; jetzt hat die SRH Hoch­schu­le für Ge­sund­heit hier ih­ren Cam­pus – und ent­wi­ckelt sich her­vor­ra­gend. Mit dem Cam­pus Ru­the­ne­um, der am Jo­han­nis­platz und in der Burg­stra­ße wächst, wird der er­folg­rei­che Ein­woh­ner­an­trag vie­ler Ge­ra­er Bür­ger ver­wirk­licht. Und in der Nä­he des Haupt­bahn­ho­fes ent­steht die Christ­li­che Schu­le. Die über­fäl­li­ge Kon­so­li­die­rung der städ­ti­schen Fi­nan­zen ist ernst­haft in An­griff ge­nom­men wor­den. Es gä­be noch ei­ni­ges mehr, das wir ge­mein­sam er­reicht ha­ben und auf das ich stolz bin.

War­um mei­nen Sie, sind Sie bei den Wäh­lern am Sonn­tag nicht so gut an­ge­kom­men? Show, Po­pu­lis­mus und ei­ne wahn­sin­ni­ge Ma­te­ri­al­schlacht ha­ben ganz of­fen­sicht­lich ih­re Wir­kung nicht ver­fehlt.

Ha­ben Sie Ih­re Her­aus­for­de­rer un­ter­schätzt?

Wir ha­ben ei­nen sehr kon­zen­trier­ten, an der Sa­che ori­en­tier­ten Wahl­kampf ge­führt. Mei­ne Her­aus­for­de­rer ha­ben ih­re Per­son in den Mit­tel­punkt ge­stellt. Ich ha­be die Ge­mein­schaft be­tont – wie auch auf vie­len Pla­ka­ten zu se­hen war. Men­schen, die Ih­nen ge­gen­über er­klärt ha­ben, dass ih­nen Ih­re Ab­wahl leid tut? Wa­ren dar­un­ter auch Ih­nen un­be­kann­te Leu­te?

Mich ha­ben vie­le Men­schen auf der Stra­ße an­ge­spro­chen, es gab un­zäh­li­ge An­ru­fe, SMS und EMails bis tief in die Nacht. Das al­les be­rührt mich sehr. Es hat ja nie­mand mehr nö­tig, um mei­ne Auf­merk­sam­keit zu buh­len.

Was wer­den Sie nach Ih­rer Amts­zeit ma­chen? Ge­hen Sie zu­rück in die Thü­rin­ger Fi­nanz­ver­wal­tung?

Zu­nächst ein­mal heißt es tief durch­zu­at­men. Vor mir lie­gen noch gut zwei Mo­na­te Ar­beit im Rat­haus. Da­nach wer­de ich si­cher in die Thü­rin­ger Fi­nanz­ver­wal­tung zu­rück­keh­ren.

Nach dem Ur­nen­gang am Sonn­tag hoff­te Ge­ras Ober­bür­ger­meis­te­rin Vio­la Hahn noch, von den Wäh­lern in ih­rem Amt be­stä­tigt zu wer­den. Foto: Pe­ter Michae­lis

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