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Ostthüringer Zeitung (Bad Lobenstein) - - Zeit -

as Mau­spad ist ei­ner die­ser be­droh­ten Ge­gen­stän­de des All­tags. Vi­el­leicht könn­te es ei­nes Ta­ges fast kom­plett von der Bild­flä­che ver­schwun­den sein. So er­ging es auch an­de­ren Tech­nik­ne­ben­pro­duk­ten, et­wa dem Joy­stick, Plas­tik­hül­len für das No­kia-Han­dy oder der ge­sam­ten Klin­gel­ton­in­dus­trie.

Und da­bei war die Idee des ame­ri­ka­ni­schen Com­pu­ter­pio­niers und Er­fin­ders Dou­glas En­gel­bart vor 50 Jah­ren ein enor­mer Er­folg. Das Mau­spad soll­te das Na­vi­gie­ren mit der Com­pu­ter­maus be­que­mer, ein­fa­cher und auch prä­zi­ser für den An­wen­der ge­stal­ten. Das war sein­er­zeit durch­aus nö­tig, denn auf der Un­ter­sei­te der Maus wa­ren da­mals noch Rol­len be­fes­tigt, die ih­re Um­ge­bung, sprich die Un­ter­la­ge, ab­roll­ten – was sich auf dem blo­ßen Tisch als schwie­rig er­wies. Zu oft rutsch­ten die Rol­len weg, das er­schwer­te die Steue­rung am Bild­schirm. Die­se Rol­len, die ei­ne wei­che Un­ter­la­ge not­wen­dig mach­ten, sind heu­te in vie­len Fäl­len In­fra­rot­la­sern ge­wi­chen. Da­durch ver­schmutzt das In­ne­re der Maus nicht mehr so schnell und die Be­die­nung er­folgt im wahrs­ten Sin­ne rei­bungs­frei­er. Zu­dem ma­chen heut­zu­ta­ge Touch­screens und Touch­pads die Com­pu­ter­maus in vie­len Be­rei­chen ob­so­let. Da­bei ist es für das Hand­ge­lenkt noch im­mer deut­lich kom­for­ta­bler, wenn man ei­ne USB- oder Funk­maus ver­wen­det. Und die ver­dient dann auch ei­ne an­ge­brach­te Wür­di­gung. Ein Mau­spad et­wa, das mit dem Kon­ter­fei der Liebs­ten oder des Haus­tiers be­druckt ist. Oder aber ei­ne selbst ge­näh­te Krea­ti­on aus schö­nen Stoff­res­ten. Ein biss­chen aus­ge­fal­le­ner sind da­bei zum Bei­spiel Mo­del­le aus ve­ga­nem Le­der oder Filz. Da­mit kann man na­tür­lich auch kur­zer­hand in die Jah­re ge­kom­me­ne Un­ter­la­gen auf­wer­ten und ver­än­dern. Auch Topf­lap­pen oder Topf­un­ter­setz­ter las­sen sich mit we­nig Auf­wand zweck­ent­frem­den und ver­zie­ren.

Das Schö­ne da­ran: Mau­spads, die man selbst de­signt, un­ter­strei­chen nicht nur die In­di­vi­dua­li­tät des Be­sit­zers, son­dern kön­nen auch dem ste­rils­ten Ar­beits­platz ei­ne ganz per­sön­li­che No­te ver­lei­hen.

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