Von Tha­ler: „Wo ge­ar­bei­tet wird, pas­sie­ren Feh­ler“

Kin­der­schutz­bund wehrt sich ge­gen Vor­wür­fe

Ostthüringer Zeitung (Eisenberg) - - Kultur & Freizeit - Von Su­sann Gru­nert

Ei­sen­berg. Man sieht ihr an, dass es in ihr bro­delt: „Über 14 Jah­re eh­ren­amt­lich tä­tig zu sein ist ja wohl das gan­ze Ge­gen­teil von Be­trug“, sagt Mo­ni­ka von Tha­ler. Ein An­trag vom Orts­ver­ein des Kin­der­schutz­bun­des, des­sen Vor­sit­zen­de sie ist, hat­te vor ei­ni­gen Wo­chen für Dis­kus­sio­nen im Fi­nanz- und spä­ter auch im Haupt­aus­schuss der Stadt ge­sorgt. Un­ter an­de­rem war dar­in das Wort „Sub­ven­ti­ons­be­trug“ge­fal­len. Mo­ni­ka von Tha­ler

Im Au­gust sei das Mi­nis­te­ri­um dann auf­grund frei ge­wor­de­ner Mit­tel er­neut auf sie zu­ge­kom­men, ihr För­der­mit­tel­an­trag wur­de an­ge­nom­men, An­fang Sep­tem­ber ging der An­trag auf Zu­schuss für die Ei­gen­mit­tel bei der Stadt­ver­wal­tung ein.

„Dass der An­trag Feh­ler ent­hal­ten hat, da­zu ste­he ich“, sagt die Vor­sit­zen­de des Ei­sen­ber­ger Kin­der­schutz­bun­des. „Aber gera­de im Eh­ren­amt lebt man mit die­sem Ri­si­ko, wo ge­ar­bei­tet wird, pas­sie­ren Feh­ler.“Drei Stun­den ha­be man al­lein an der Fein­form des För­der­mit­tel-An­trags ge­ses­sen. Das Ar­gu­ment von Stadt­rat Götz Wit­kop (BDS) aus be­sag­tem Haupt­aus­schuss, dass der Ver­ein die be­nö­tig­ten Ei­gen­mit­tel aus der schon im Som­mer be­wil­lig­ten In­fra­struk­tur­pau­scha­le (8633 Eu­ro) fi­nan­zie­ren könn­te, weist sie in­des zu­rück. „Man darf Lan­des­mit­tel nicht mit an­de­ren Lan­des­mit­teln ko­fi­nan­zie­ren, aber nicht je­der Stadt­rat ist gleich­zei­tig ein För­der­mit­te­l­ex­per­te.“

Es er­mu­ti­ge sie, dass so­wohl der Lan­des-, als auch der Bun­des­ver­band des Kin­der­schutz­bun­des hin­ter dem Ei­sen­ber­ger Orts­ver­ein stün­den. Über das Pro­gramm „Pro­jek­te in Not“ha­be man die be­nö­tig­ten 3390 Eu­ro Ei­gen­mit­tel mitt­ler­wei­le auch von an­de­rer Stel­le ab­si­chern kön­nen. „Ich möch­te noch ein­mal be­to­nen, dass wir je­den Eu­ro, den wir be­kom­men, für den Zweck aus­ge­ben, den wir zu­vor be­nannt ha­ben.“

Ent­mu­ti­gen lässt sich Mo­ni­ka von Tha­ler nicht, sie blickt lie­ber nach vorn: „Den Gar­ten wol­len wir nächs­tes Jahr rich­tig auf­hüb­schen.“Man kön­ne sich hier auch auf die Un­ter­stüt­zung von An­woh­nern und Spon­so­ren ver­las­sen: „Oh­ne gin­ge es nicht.“

„Dass der An­trag Feh­ler ent­hal­ten hat, da­zu ste­he ich.“

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