Dür­fen Ba­bys mit in den Land­tag?

Ostthüringer Zeitung (Rudolstadt) - - Thüringen -

Ivon­ne Hei­land (40), An­ge­stell­te, Sch­m­ölln: Ein Sit­zungs­saal ist nicht für Klein­kin­der ge­eig­net. Durch die Dis­kus­sio­nen ist es teils sehr laut für das Kind. Zu­dem könn­ten die Mut­ter so­wie an­de­re Sit­zungs­teil­neh­mer ab­ge­lenkt wer­den. Wäh­rend der ers­ten Wo­chen gibt es nicht um­sonst den Mut­ter­schutz. Hans-Jür­gen Ku­les­sa (66), An­ge­stell­ter, Ge­ra: Ich fin­de das rich­tig. Es ist ei­ne gu­te Sa­che, wenn weib­li­che Ab­ge­ord­ne­te an Sit­zun­gen teil­neh­men und bei wich­ti­gen Ab­stim­mun­gen da­bei sind. Wenn ihr Kind kei­nen Lärm macht oder die Mut­ter nicht im Sit­zungs­saal stillt, ist das kein Pro­blem. Sie ver­eint doch Be­ruf und Fa­mi­lie. Cla­ra Odeh (27), Stu­den­tin, Je­na: Frau­en soll­te die Chan­ce ge­bo­ten wer­den, Be­ruf und Fa­mi­lie zu ver­ei­nen. In der Uni dür­fen Kin­der mit zu Vor­le­sun­gen ge­bracht wer­den. Po­li­ti­ker soll­ten dies­be­züg­lich mit gu­tem Bei­spiel vor­an­ge­hen dür­fen. Deutsch­land soll­te bei die­sem The­ma et­was auf­ge­schlos­se­ner wer­den. Ju­lia­ne Nöß­ler (30), Stu­den­tin, Je­na: Man­che Um­stän­de las­sen es nicht zu, sein Kind bei ei­ner Be­treu­ung oder der Fa­mi­lie un­ter­zu­brin­gen. Wenn man trotz­dem sei­ner Ar­beit nach­ge­hen möch­te, ist es in Aus­nah­men okay, sein Kind mit­zu­brin­gen – egal ob in den Land­tag oder ins Bü­ro. Lui­se Kun­ze­mann (27), An­ge­stell­te, Arn­stadt: Ich ha­be selbst zwei klei­ne Kin­der und fin­de, man kann Be­ruf und Fa­mi­lie ein Stück weit tren­nen. Kin­der von drei Mo­na­ten ge­hö­ren ein­fach nicht an die Ar­beit, son­dern soll­ten in ei­ner Al­ter­na­tiv­be­treu­ung für ein paar St­un­den si­cher­lich un­ter­kom­men.

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