Ein­la­dung an al­le Schwer­ver­bre­cher

Ostthüringer Zeitung (Schleiz) - - Thüringen -

Zum Kommentar „Ta­ten statt schril­le Tö­ne“(OTZ, 3.1.2019).

Der Kom­men­ta­tor meint, Asyl­be­wer­ber, die „schwe­re und sehr vie­le Straf­ta­ten be­ge­hen“, müss­ten ab­ge­scho­ben wer­den. Wenn ih­nen je­doch in ih­rer Hei­mat Fol­ter oder To­des­stra­fe droh­ten, müs­se ein hu­ma­nes Deutsch­land de­ren Ver­bleib er­tra­gen. Um dau­er­haft in Deutsch­land blei­ben zu dür­fen, kön­nen Asyl­be­wer­ber nach die­ser Lo­gik al­so in ih­rem Hei­mat­land schwers­te Ver­bre­chen be­ge­hen, wel­che dann ih­re Ab­schie­bung aus Deutsch­land ver­hin­dern. Welch ei­ne Ein­la­dung an al­le Schwer­ver­bre­cher die­ser Welt. Wir aber müss­ten uns an „schwe­re und sehr vie­le Straf­ta­ten“, al­so Kör­per­ver­let­zung, Ver­ge­wal­ti­gung, Mord und Tot­schlag durch die­se Tä­ter ge­wöh­nen. Dies al­so ver­steht der Au­tor un­ter ei­nem „hu­ma­nen Deutsch­land“, ein Land, das sei­ne ei­ge­nen Bür­ger „schwe­ren und sehr vie­len Straf­ta­ten“durch glo­ba­le Ver­bre­cher aus­setzt. (ge­kürzt)

Dieter Böh­me, Ge­ra

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