Arz­nei-Res­te blei­ben in Gül­le

Ostthüringer Zeitung (Schleiz) - - Wissenschaft -

Gie­ßen/Os­na­brück. Bio­gas­an­la­gen sind nicht ge­eig­net, um in der Nutz­tier­hal­tung ver­brei­te­te An­ti­bio­ti­ka aus be­las­te­ter Gül­le zu be­sei­ti­gen. Zu die­sem Er­geb­nis kam ei­ne Stu­die der Jus­tusLie­big-Uni­ver­si­tät in Gie­ßen, die von der Deut­schen Bun­des­stif­tung Um­welt (DBU) ge­för­dert wur­de. Die Gie­ße­ner For­scher stell­ten zwar fest, dass sich die Kon­zen­tra­ti­on der in der Gül­le ent­hal­te­nen An­ti­bio­ti­ka mit der Zu­ga­be von Fest­stof­fen wie Mais­si­la­ge zum Gär­pro­zess ver­rin­gern lässt. Das füh­re aber nicht un­be­dingt da­zu, dass die che­mi­schen Struk­tu­ren der An­ti­bio­ti­ka zer­stört wür­den. Sie sei­en wo­mög­lich le­dig­lich an Be­stand­tei­le der Gül­le ge­bun­den und könn­ten sich spä­ter auch wie­der lö­sen, so dass es zu ei­nem er­neu­ten Frei­set­zen in der Gül­le oder auch im Bo­den kom­men kann.

Hintergrund ist, dass auch in der Tier­hal­tung An­ti­bio­ti­ka zur Krank­heits­be­hand­lung ein­ge­setzt wer­den. Rück­stän­de da­von ge­lan­gen über das Dün­gen mit Gül­le un­ge­fil­tert in die Bö­den. Dort kön­nen sich re­sis­ten­te Kei­me ent­wi­ckeln. (dpa)

FOTO: CHRISTINA WARINNER/DPA

Der Un­ter­kie­fer der mit­tel­al­ter­li­chen Frau aus Dal­heim: Im Zahn­stein wur­den La­pis­la­zu­li-Pig­men­te ge­fun­den.

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