Le­ser­post

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Thüringen -

End­lich in­ves­tie­ren ins Bil­dungs­sys­tem

Zum Leit­ar­ti­kel „Die dümms­ten Kü­he der Na­ti­on“(OTZ, 24.11.2018).

Mit die­sem Ar­ti­kel hat der Autor ganz deut­lich ge­macht, was vie­le von den Vor­schlä­gen von Frau Nah­les hal­ten. Die Leu­te sol­len nicht durch we­ni­ger Sank­tio­nen ani­miert wer­den, zu Hau­se blei­ben zu kön­nen, son­dern müs­sen An­rei­ze zum Ar­bei­ten be­kom­men. Wenn zu viel Geld vor­han­den ist, soll­te es lieber in die Bil­dung ge­steckt wer­den, da­mit ei­ne Ge­ne­ra­ti­on her­an­wach­sen kann, die zur Er­fül­lung ih­rer Wün­sche im Be­rufs­le­ben ei­ner ge­re­gel­ten Ar­beit nach­geht.

Mei­ne En­kel­toch­ter geht in die fünf­te Klas­se der Re­gel­schu­le in Herms­dorf. Wie kann es an­ge­hen, dass von der Schul­lei­tung die El­tern in­for­miert wer­den, dass auf­grund ei­ner an­ge­spann­ten Per­so­nal­si­tua­ti­on der Un­ter­richt in ver­schie­de­nen Fä­chern ge­kürzt wird? Hat die Re­gie­rung nicht ver­spro­chen, neue Leh­rer ein­zu­stel­len? Wie sol­len die Kin­der ih­re Prü­fun­gen in der Schu­le be­ste­hen? Aber viel­leicht kön­nen sich dann die El­tern an Herrn Lau­in­ger wen­den, wie man es macht, oh­ne ei­ne Prü­fung wei­ter­zu­kom­men. Nach dem Mot­to der Lin­ken: Al­le Menschen sind gleich!

Un­se­re Re­gie­rung soll­te sich nun end­lich mal um die Pro­ble­me im Bil­dungs­we­sen küm­mern, denn das ist wich­tig für die Zu­kunft un­se­rer jun­gen Ge­ne­ra­ti­on.

El­vie­ra St­ei­nert, Obern­dorf

Gu­te mensch­li­che Ei­gen­schaf­ten

Zu den Le­ser­brie­fen „Bö­ses Er­wa­chen bei Re­gie­rungs­wech­sel“und „Beißat­ta­cken ge­gen Grü­ne“(OTZ, 30.11. und 5.12.2018).

Der ab­fäl­lig-un­pro­fes­sio­nel­le Schreib­stil bei „Glück­se­lig­keit oh­ne Lau­in­ger“fiel mir auch auf. Der Le­ser aus Ge­ra hat recht, wenn er sagt, dass so et­was an Hassar­ti­kel der AfD er­in­nert. Be­lus­tigt ha­ben mich da­ge­gen die „dunk­len Ah­nun­gen“des Le­sers aus Roh­na, der Ro­tRot-Grün er­neut auf sich zu­kom­men sieht. Mit un­ge­hemm­tem Wind­rad­bau und gar „ideo­lo­gi­schen Ver­hal­tens­vor­schrif­ten“be­dient er die üb­li­chen Be­dro­hun­gen, die von den Grü­nen aus­ge­hen sol­len. Da­zwi­schen stellt er de­ren „groß­her­zi­ge­re Flücht­lings­po­li­tik“als ne­ga­tiv hin. Auch bei dem Wort „Gut­men­schen“wurde der Ver­such ge­macht, zu­tiefst mensch­li­che Ei­gen­schaf­ten als ne­ga­tiv hin­zu­stel­len. Mit „Groß­her­zig­keit“wird das eben­so we­nig ge­lin­gen. Gu­te mensch­li­che Ei­gen­schaf­ten lä­cher­lich zu ma­chen, kommt nir­gends gut an. (ge­kürzt)

Gerd Beh­rens, Kö­nigsee-Rot­ten­bach

Sehr sach­li­cher Leit­ar­ti­kel

Zum Leit­ar­ti­kel „Ro­sen­krieg auf ho­her See“(OTZ, 1.12.2018).

Zu­nächst ist mit Freu­de und ge­büh­ren­der Ach­tung fest­zu­stel­len, dass über den so­ge­nann­ten „Ro­sen­krieg“zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land in ei­nem sehr sach­li­chen und von der hys­te­ri­schen Droh­ku­lis­se ei­ni­ger Scharf­ma­cher im an­hal­ten­den Kon­fron­ta­ti­ons­kurs ge­gen Russ­land sich un­ter­schei­den­den Ton ge­schrie­ben wurde.

Grund­sätz­lich stellt sich doch wie­der­holt die Fra­ge, war­um zu­nächst in den Me­di­en über Zwi­schen­fäl­le wie in der Stra­ße von Kertsch nicht nur schlicht und ein­fach an­hand be­kann­ter Fak­ten und der Darstel­lung be­tei­lig­ter Sei­ten be­rich­tet wird, oh­ne Schuld­zu­wei­sun­gen, oh­ne Par­tei­nah­me? In­so­fern wird in dem Leit­ar­ti­kel – und das ist zu wür­di­gen – klar­ge­stellt, dass von Deutsch­land aus nicht zu be­ur­tei­len ist, wer wen da­zu pro­vo­ziert hat und wer des­halb ver­trags­brü­chig wurde. Im ge­ge­be­nen Fall muss auch dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass die Halb­in­sel Krim nur ei­ne Sei­te der Stra­ße von Kertsch, die an­de­re aber schon im­mer rus­si­sches Ter­ri­to­ri­um ist. In­so­fern wird bei den Be­richt­er­stat­tun­gen wohl be­wusst au­ßer Acht ge­las­sen, dass es auch in der Stra­ße von Kertsch min­des­tens ei­ne rus­si­sche 12-Mei­len-Zo­ne gibt und des­halb im­mer nur von der Krim ge­spro­chen wird. (ge­kürzt)

Mar­tin Ott, Ge­ra

Die Sa­che mit dem X und dem U

Zum Le­ser­brief „Kein X für ein U vor­ma­chen las­sen“(OTZ, 28.11.2018).

Die Re­dens­art, je­man­dem ein X für ein U vor­ma­chen, ist gleich­be­deu­tend mit der Vor­spie­ge­lung fal­scher Tat­sa­chen. Es dürf­te al­ler­dings we­ni­ger be­kannt sein, dass der Ur­sprung die­ser Re­dens­art auf die rö­mi­sche An­ti­ke vor über 2000 Jah­ren zu­rück­geht. Wäh­rend das Hu­ma­nis­ten-Latein den Buch­sta­ben U ana­log dem deut­schen Al­pha­bet ver­wen­det, stand im klas­si­schen Latein der al­ten Rö­mer da­für ein V. Bei In­schrif­ten auf his­to­ri­schen Ge­bäu­den aus der Rö­mer­zeit taucht des­halb an­stel­le ei­nes U ein V im Text auf. In der rö­mi­schen Zif­fern­fol­ge ver­kör­pert ein V aber auch die Zahl 5, ein X die Zahl 10. Im Im­pe­ri­um Ro­ma­num war es üb­lich, dass die Gast­wir­te in den Ta­ver­nen ih­re Ze­che mit Krei­de auf den Tisch­plat­ten oder auf Schie­fer­ta­feln ver­merk­ten. Die Le­gen­de sagt nun, dass be­son­ders pfif­fi­ge Gast­wir­te auf die Idee ge­kom­men wä­ren, in ei­nem un­be­ob­ach­te­ten Au­gen­blick heim­lich die Schen­kel des V mit zwei Stri­chen nach un­ten zu ver­län­gern. Auf die­se Wei­se er­gab sich aus dem V ein X, al­so aus der 5 ei­ne 10. Al­so stan­den statt 5 Be­chern Wein plötz­lich 10 Be­cher auf der Lat­te, wes­halb der be­tro­ge­ne Gast so­mit die dop­pel­te Men­ge Wein be­zah­len muss­te. Der Wirt hat­te dem Ze­cher ein X für ein V, al­so nach un­se­rem Sprach­ge­brauch ein X für ein U vor­ge­macht.

Wer­ner Mar­tin, Rem­da-Tei­chel

Le­ser­brie­fe sind in kei­nem Fall Mei­nungs­äu­ße­run­gen der Re­dak­ti­on. Wir be­hal­ten uns vor, Tex­te zu kür­zen. Le­ser­brie­fe per E-Mail sen­den Sie bit­te an le­ser­[email protected]

Den Win­ter­ein­zug in der Nä­he von Pößneck hielt Die­ter Schnei­der im Bild fest.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.