Öl­län­der kür­zen För­de­rung

Stei­gen­de Preise er­war­tet

Ostthüringer Zeitung (Schmölln) - - Wirtschaft -

Mo­ment müs­sen wir schau­en, wo wir Elek­tro­mo­bi­li­tät tech­nisch über­haupt ma­chen kön­nen. Für die Ci­ty-Zu­stel­lung be­nö­ti­gen wir Stand­or­te für Mi­kro­de­pots und Auf­la­de­sta­tio­nen. Da ist auch die Po­li­tik ge­for­dert. Wenn sie CO2-freie Zu­stel­lung in der In­nen­stadt will, be­nö­tigt die Lo­gis­tik da­für Flä­chen. Da brau­chen wir Un­ter­stüt­zung. Und wir brau­chen noch mehr öf­fent­li­che La­de­punk­te.

Set­zen Sie nur auf Elek­tro­mo­bi­li­tät?

Im Mo­ment steht das ganz oben auf der Agen­da. Ich will aber nicht aus­schlie­ßen, dass an­de­re emis­si­ons­freie An­triebs­ar­ten wie Was­ser­stoff ei­ne Rolle spie­len wer­den. Letzt­lich hängt das da­von ab, was uns die Fahr­zeug­her­stel­ler an­bie­ten. Wir set­zen aber nicht nur auf ei­ne Kar­te und sa­gen: Die ge­sam­te Flot­te wird elek­tri­fi­ziert.

Her­mes hat be­reits Zu­stell­ro­bo­ter ge­tes­tet. Hat das ei­ne Zu­kunft?

Kurz­fris­tig nicht, aber lang­fris­tig kann ich mir das schon vor­stel­len. Es müss­ten aber an­de­re Fahr­zeu­ge sein als die, die wir in Ham­burg ge­tes­tet ha­ben. Au­to­no­me Fahr­zeu­ge, die viel­leicht zehn oder 20 Pa­ke­te gleich­zei­tig zu den Emp­fän­gern trans­por­tie­ren, das wä­re für uns ein in­ter­es­san­tes Kon­zept. Tech­no­lo­gisch wä­re das in zwei, drei Jah­ren wohl zu ma­chen. Wenn Sie al­le un­ge­klär­ten recht­li­chen Aspek­te be­trach­ten, re­den wir wahr­schein­lich über zehn bis 15 Jah­re. Zu­min­dest in Deutsch­land, in an­de­ren Län­dern geht das viel­leicht schneller.

Wie se­hen Sie die Pa­ket­zu­stel­lung in der Stadt im Jahr 2025? Der Kun­de wird viel mehr Aus­wahl­mög­lich­kei­ten er­hal­ten. Es wird mehr Pa­ket­shops ge­ben und mehr Lo­cker-Sys­te­me, aus de­nen die Emp­fän­ger Pa­ke­te ab­ho­len. We­ni­ger Zu­stel­lung an die Haus­tür. Stär­ke­rer Ein­satz von Las­ten­fahr­rä­dern, um die In­nen­städ­te zu ent­las­ten. Wenn wir bis 2030 schau­en, glau­be ich an den Ein­satz von mehr au­to­no­men Fahr­zeu­gen. So­wohl Ro­bo­ter als auch grö­ße­re Zu­stell­fahr­zeu­ge. Das ist ei­ne Lö­sung, die ich mir lang­fris­tig sehr gut vor­stel­len kann. Wi­en. Das Öl­kar­tell Opec hat sich mit den ver­bün­de­ten Nich­tOpec-Län­dern ein­schließ­lich Russ­land (Opec+) auf ei­ne Dros­se­lung der Öl­pro­duk­ti­on ge­ei­nigt. Für Au­to­fah­rer und Ver­brau­cher wei­te­rer Öl-End­pro­duk­te könn­te es auf­grund der ge­rin­ge­ren Men­ge des Roh­stoffs da­her künf­tig teu­rer wer­den.

Die 25 ko­ope­rie­ren­den Staa­ten wol­len künf­tig 1,2 Mil­lio­nen Bar­rel (je 159 Li­ter) Öl pro Tag we­ni­ger för­dern, sag­te der ira­ni­sche Öl­mi­nis­ter Bi­dschan Nam­dar San­ga­neh am Frei­tag. Da­bei ent­fal­len 800.000 Bar­rel auf die 15 Opec-Staa­ten, die rest­li­chen 400.000 auf die Ver­bün­de­ten. Der Iran wird auf­grund der US­S­ank­tio­nen von den Kür­zungs­plä­nen aus­ge­nom­men.

Der Ei­ni­gung wa­ren stun­den­lan­ge Be­ra­tun­gen vor­aus­ge­gan­gen – vor al­lem zwi­schen Sau­di­Ara­bi­en, dem Iran und dem Nicht-Opec-Staat Russ­land gab es dem Ver­neh­men nach viel Ge­sprächs­be­darf.

Seit An­fang Ok­to­ber ist der Öl­preis auf­grund ei­nes welt­wei­ten Über­an­ge­bots um fast 30 Pro­zent ge­sun­ken. Ein Bar­rel der Nord­see­sor­te Brent kos­te­te am Frei­tag­nach­mit­tag 63,04 USDol­lar, das wa­ren 2,98 Dol­lar mehr als am Don­ners­tag. An­fang Ok­to­ber lag der Preis zeit­wei­se bei gut 85 Dol­lar. (dpa)

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