Ver­sa­gen in JVA mach­te Flucht mög­lich

Kom­mis­si­ons­be­richt bleibt ge­heim

Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) - - Thüringen -

Erfurt/Suhl. Die spek­ta­ku­lä­re Flucht ei­nes Man­nes aus dem Ge­fäng­nis Suhl-Gold­lau­ter ist nach An­sicht von Ex­per­ten auf „in­di­vi­du­el­le Feh­ler“zu­rück­zu­füh­ren. Zu die­sem Er­geb­nis kam nach An­ga­ben von Jus­tiz­mi­nis­ter Die­ter Lau­in­ger (Grü­ne) ei­ne Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on, die er nach dem Vor­fall im Ok­to­ber 2017 ein­ge­setzt hat­te. „Nichts­des­to­trotz ha­ben wir von der Kom­mis­si­on auch wei­te­re Haus­auf­ga­ben be­kom­men“, so Lau­in­ger. De­tails nann­te er nicht.

Zu­vor hat­te MDR Thü­rin­gen be­rich­tet, der Ab­schluss­be­richt ha­be mensch­li­ches und or­ga­ni­sa­to­ri­sches Ver­sa­gen als Ur­sa­che für den er­folg­rei­chen Aus­bruch be­nannt. Der aus Mol­da­wi­en stam­men­de Häft­ling ha­be sich im Ok­to­ber 2017 bei der Ar­beit in der Ge­fäng­nis­werk­statt in ei­ner Papp­kis­te ver­steckt, die ab­trans­por­tiert wurde. Bei ei­ner Kon­trol­le war das nicht auf­ge­fal­len. Et­wa ein hal­bes Jahr spä­ter wurde er an der ru­mä­nisch-mol­da­wi­schen Gren­ze ge­fasst. (dpa)

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