Hö­he­re Ren­ten sug­ge­riert

Ostthüringer Zeitung (Stadtroda) - - Thüringen -

ei­nen Zu­wachs von zwei Pro­zent an Wäh­ler­stim­men für die­se Par­tei. Sei­ne qua­li­ta­ti­ve und quan­ti­ta­ti­ve Aus­sa­ge sind rein ideo­lo­gi­sches Wunsch­den­ken. Ge­nau­so spe­ku­la­tiv wä­re die Aus­sa­ge: „Wenn die SPD ih­ren fä­higs­ten Mann raus­wirft, schwin­det ihr Wäh­ler­po­ten­zi­al um wei­te­re fünf Pro­zent!“Die zah­len­mä­ßig un­ter­mau­er­ten Ar­gu­men­te Sar­ra­zins konn­te noch kein ernst­zu­neh­men­der und un­käuf­li­cher Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler wi­der­le­gen. (ge­kürzt) Die­ser Fest­stel­lung lie­gen Un­ter­su­chun­gen der Dua­len Hoch­schu­le in Ei­se­nach zu­grun­de, wie dem Bei­trag zu ent­neh­men ist. Für die Thü­rin­ger könn­ten die Ren­ten­hö­hen sich gut an­hö­ren, wenn denn nicht die Fra­ge zu stel­len wä­re, wo­rin das Ziel die­ser sta­tis­ti­schen Samm­lungs­ar­beit be­steht.

War die The­men­stel­lung – das darf un­ter­stellt wer­den – viel­leicht ein so­zi­al-po­li­ti­scher Auf­trag, um die über 20 Jah­re dis­ku­tier­te For­de­rung nach An­glei­chung des Ren­ten­ni­veaus Ost an West in Miss­kre­dit zu brin­gen? Ein an­de­rer Zweck ist nicht zu er­ken­nen.

Die Ge­gen­über­stel­lung des sta­tis­ti­schen Zah­len­ma­te­ri­als sug­ge­riert doch zwei­fels­frei dem Le­ser, die Rent­ner des Bei­tritts­ge­bie­tes er­hal­ten hö­he­re Ren­ten als die im Wes­ten. Ab­ge­se­hen da­von gab es nur „Zu­satz- und Son­der­ver­sor­gungs­sys­te­me“für ein­zel­ne Be­rufs­grup­pen. Of­fen ge­las­sen wird, ob die in den al­ten Bun­des­län­dern be­ste­hen­den Son­der­ver­sor­gungs­wer­ke, bei­spiels­wei­se für Rechts­an­wäl­te und Ärz­te, in die Un­ter­su­chun­gen ein­ge­flos­sen sind?

Im Ge­gen­satz zur Ver­fah­rens­wei­se im Os­ten, in der ei­ne Über­füh­rung der Zu­satz- und Son­der­ver­sor­gungs­sys­te­me zwangs­wei­se in die ge­setz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung er­folg­te, blie­ben im Wes­ten die Ver­sor­gungs­wer­ke da­von un­be­rührt. Al­lein aus die­sem Grund ist die Wis­sen­schaft­lich­keit und Rea­li­tät der Un­ter­su­chungs­er­geb­nis­se an­zu­zwei­feln. (ge­kürzt)

Der Leit­ar­ti­kel zum The­ma USA und Prä­si­dent Do­nald Trump zeigt sehr gut die Ober­leh­rer­men­ta­li­tät ei­ni­ger deut­scher Jour­na­lis­ten und vie­ler Po­li­ti­ker un­se­res Lan­des.

Trump hat recht, wenn er be­haup­tet, nicht vom deut­schen son­dern vom ame­ri­ka­ni­schen Volk ge­wählt wor­den zu sein. Wir soll­ten uns auf un­se­re ei­ge­nen The­men kon­zen­trie­ren, denn wenn al­les so su­per wä­re, wür­de die AfD von der Be­völ­ke­rung nicht so gro­ßen Zu­spruch er­hal­ten. Le­ser­brie­fe sind in kei­nem Fall Mei­nungs­äu­ße­run­gen derRe­dak­ti­on.Wir­be­hal­ten uns vor, Tex­te zu kür­zen. Le­ser­brie­fe per E-Mail sen­den Sie bit­te an le­ser­[email protected]

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